Filmhandlung und Hintergrund

Top besetzter Thriller über einen pfiffigen Lebenskünstler, der den Platz seines ermordeten Bruders beim CIA übernehmen muss.

Zu seiner nicht geringen Überraschung erfährt der New Yorker Kleingauner Jake Hayes (Saturday Night Life-Schandmaul Chris Rock), dass er a) einen Zwillingsbruder hatte und b) dieser offenbar gerade erst für den CIA im Kampf gegen russische Nukleardealer fiel. Es obliegt dem versierten Einsatzleiter Oaks (Anthony Hopkins), den Straßenpunk binnen neun Tagen in einen tragfähigen Top-Agenten zu verwandeln. Auf Jake wartet dann nichts weniger als die Rettung der freien Welt…

Die Glücksritter“ trifft „Mission: Impossible“ unter der Ägide von Destruktionsmeister Jerry „That’s Armageddon“ Bruckheimer und Thrillspezialist Joel Schumacher („Falling Down„). Popcorn par excellence.

Bei einem Einsatz in Prag wird CIA-Agent Kevin getötet. Seinem Chef Oakes bleiben nur neun Tage, um dessen Zwillingsbruder, den New Yorker Tagedieb Jake, als Agenten auszubilden, damit dieser den Prager Deal an Stelle seines Bruders über die Bühne bringt. Doch Jake stellt sich quer - speziell, als er die Gefährlichkeit erkennt.

Der kleinkriminelle Buchmacher Jake Hayes wird mit der schwierigsten Aufgabe seines Lebens konfrontiert. Er soll anstelle seines im Dienst ermordeten, bis dato unbekannten Zwillingsbruders, dessen letzten Agentenjob zu Ende bringen. CIA-Veteran Gaylord Oakes wird engagiert, um der nervigen Quasselstrippe die nötigen Finessen beizubringen. Nur neun Tage bleiben dem erfahrenen Agenten, um aus dem ausgebufften Gauner einen seriösen Spion zu machen. Für beide Männer eine Aufgabe, die sie an den Rand der Verzweiflung treibt…

Nach der Ermordung seines Zwillingsbruders soll der Kleinkriminelle Jake dessen Platz beim CIA einnehmen. Veteran Oakes hat neun Tage Zeit, ihn vorzubereiten. Unter der Regie von Joel Schumacher müssen sich in diesem Actionfilm Oscar-Gewinner Anthony Hopkins und Schandmaul Chris Rock zusammenraufen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Bad Company: Top besetzter Thriller über einen pfiffigen Lebenskünstler, der den Platz seines ermordeten Bruders beim CIA übernehmen muss.

    All die typischen Zutaten einer Jerry-Bruckheimer-Produktion finden sich in der ersten Zusammenarbeit des erfolgreichsten Blockbuster-Produzenten aller Zeiten mit Joel Schumacher, der sich nach einigen kantigen Stoffen („Makellos“, „Tigerland“) zurück in der Mainstream-Arena meldet, die er nach „8MM“ vorübergehend verlassen hatte: Schmucke Locations, gelackte Production Values und die gewohnte Mischung aus Action, Humor und Pathos zeichnen den überraschend grimmigen Thriller über einen pfiffigen Lebenskünstler, der den Platz seines ermordeten Bruders beim CIA übernehmen und einen Nuklearbombenanschlag auf die USA verhindern muss. Das interessante Zusammenspiel von Oscar-Gewinner Anthony Hopkins und Schandmaul Chris Rock bügelt manches der zahllosen Handlungslöcher aus, kann aber das flaue Gefühl nicht beseitigen, das sich bei der Betrachtung angesichts der weltpolitischen Situation unweigerlich einstellt.

    Resteverwertung ist die große Stärke von Jerry Bruckheimer, seitdem er seine Filme mit dem Blitzschlag im Logo solo vornehmlich für Buena Vista herstellt („Black Hawk Down“ - in Deutschland weiterhin missing in action - entstand für Revolution und stellt auch stilistisch die Ausnahme von der Regel dar). Mit verblüffender Findigkeit und ungebrochenem Enthusiasmus zimmert er aus wohlbekannten Einzelteilen und Versatzstücken Blockbuster, die er von den besten Filmhandwerkern der Branche auf weltweit verwertbaren Hochglanz trimmen lässt. „Con Air“ fügte „Der Mann, der niemals aufgibt“, „Airport“ und ein bisschen „Das Schweigen der Lämmer“ zusammen; „Armageddon“ bastelte aus „Das dreckige Dutzend“, „Apollo 13“ und „Die Unerschrockenen“ pure Gigantomanie; „Der Staatsfeind Nr. 1“ paarte „Der Dialog“ mit purem High Tech; und „Pearl Harbor“ schickte die „Titanic“-Formel in den Zweiten Weltkrieg. Mit „Bad Company“, bereits für letzten Herbst aufgeplant, aber aus Rücksicht auf die Ereignisse am 11. September um einige Monate verschoben, geht Bruckheimer einen entscheidenden Schritt weiter: Neben Fremdmaterial („Mission: Impossible“, „Projekt: Peacemaker“) greift er hier explizit auf eigene Filme zurück und recycelt sie im Namen des Entertainments: Die Big-Brother-Atmosphäre von „Der Staatsfeind Nr. 1“ zieht sich durch den ausgebleichten Film; eine „Armageddon“ nicht unähnliche Ausbildungsphase ist das Herzstück des Films; und der Held ist wie in „Beverly Hills Cop“ ein schwarzer Straßenpunk, der sich mit Schnauze und Herz den Respekt einer Gruppe von Profis erkämpft.

    Der New Yorker Glücksritter Jake Hayes, der sich als Ticketschwarzhändler und DJ über Wasser hält, wird rekrutiert, als sein Zwillingsbruder, von dem er nichts wusste, bei einem CIA-Einsatz in Prag ums Leben kommt: Der hatte den Kontakt zu einem Russenmafioso hergestellt, der auf dem freien Markt eine Atombombe anbietet. Um die von langer Hand eingefädelte Mission nicht zu gefährden und Terroristen nicht die Oberhand gewinnen zu lassen, soll der mit allen Wassern gewaschene Einsatzleiter Oakes, Ziehvater des Zwillingsbruders und in dessen Schuld, weil er ihm das Leben rettete, aus Hayes binnen neun Tagen einen brauchbaren Agenten machen. Die Ausbildungsphase ist die beste des Films, weil Schumacher und Bruckheimer hier die kontrastierenden Welten - in Gestalt von Hopkins und Rock - am effektivsten aufeinander prallen lassen. Der Rest ist Routinesache: Drahtseilakte in Prag und später New York, weil die weltweit gesuchten Terroristen natürlich mühelos in den USA einreisen und die Bombe in der Grand Central Station hochgehen lassen wollen.

    Da lässt sich ein unangenehmer Beigeschmack kaum vermeiden: Was einst wohl leichtfertig als bloßes Gadget in einer klassischen Intitiationsgeschichte - Tagedieb reift zum verantwortungsbewussten Mann - angedacht war, lastet nun schwer auf den Schultern eines Films, dessen einzige Agenda Unterhaltung ist. Nur schwer findet Schumacher ein Zentrum, weil er gleichzeitig das Humorpotential (Rock alleine ist verantwortlich für einige ziemlich gute verbale Spitzen) und die klassischen Buddy-Movie-Möglichkeiten nicht ausschöpfen will. Ganz offensichtlich liebt er die Bombe nicht genug, um mit der professionellen Entschlossenheit zu Werke zu gehen, die Hopkins‘ Team auszeichnet. Eine schizophrene Situation, die der Film, der sich selbst im Weg steht, nicht unbedingt zufriedenstellend löst. Wird sich die große Actiongemeinde in Deutschland daran stoßen? Vermutlich nicht: Das angeschlagene Tempo ist so hoch, dass sich die Popcornfraktion bei „Bad Company“ kaum in schlechter Gesellschaft fühlen wird. ts.

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