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Filme für Frauen: Filmtipps für den Mädelsabend

Filme für Frauen: Filmtipps für den Mädelsabend
© Sony Pictures

Der Mann ist außer Haus, die Partnerin hat die Hoheit über den Flachbildfernseher. Endlich Zeit, um mal ein paar Filme für Frauen zu schauen.

Zugegeben, dieses Szenario klingt schon sehr nach Klischee. Und es ist hoffentlich nur noch in den wenigsten Haushalten so, dass der Mann über die Unterhaltungselektronik herrscht und permanent das Wohnzimmer mit platten Actionfilmen und Spielekonsole belagert. Dass sich der Geschmack in Sachen Filmen und Serien in einer Partnerschaft unterscheiden können und man sich die Zeit am heimischen Fernseher ein bisschen aufteilen muss, ist aber durchaus denkbar. Es sei uns verziehen, wenn wir hier ganz klischiert über Filme für Frauen sprechen – die aber von außergewöhnlichen Frauen handeln.

„Erin Brockovich“

Erin mit ihrem Anwalt.
Erin mit ihrem Anwalt. (© Sony Pictures)
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Erin Brockovich (Julia Roberts) ist in finanziellen Nöten. Die ehemalige Schönheitskönigin und alleinerziehende Mutter kommt kaum noch über die Runden. Als sie in einen Autounfall verwickelt wird, die Klage auf Schmerzensgeld wegen ihres losen Mundwerks aber vor Gericht verliert, überredet sie ihren Anwalt, sie als Bürokraft einzustellen. Bei ihrer Arbeit stößt sie in einem Immobilien-Fall auf Ungereimtheiten. Steven Soderberghs Umwelt-Drama greift einen wahren Fall auf und glänzt vor allem mit einer grandiosen Julia Roberts, die für ihre Leistung einen Oscar gewann.

„Frida“

Salma Hayek als Frida Kahlo.
Salma Hayek als Frida Kahlo. (© Arthaus / Miramax)

Ebenfalls ein Biopic ist „Frida“. Salma Hayek verkörpert darin die mexikanische Künstlerin Frida Kahlo, die nach einem schweren Verkehrsunfall zunächst ans Bett gefesselt ist und dann zur Malerei findet. In ihren Ölgemälden spiegeln sich nicht nur ihre Träume und Sehnsüchte wider, sondern auch oder vor allem ihr Schmerz. 2003 wurde Salma Hayek für ihre überzeugende Darstellung für den Oscar nominiert, geehrt wurde der Film mit den Goldjungen für die beste Filmmusik und die beste Maske.

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„Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“

Die drei talentierten Mathematikerinnen.
Die drei talentierten Mathematikerinnen. (© 20th Century Fox)

Die drei afroamerikanischen Mathematikerinnen Katherine Johnson (Taraji P. Henson), Dorothy Vaughan (Octavia Spencer) und Mary Jackson (Janelle Monáe) stehen in den 50ern und 60ern im Dienst der NASA. In Zeiten der Rassentrennung und Geschlechterungleichheit ist Lob für die drei Talente allerdings keine Selbstverständlichkeit – obwohl sie maßgeblich dazu beitragen, dass John Glenns Erdumrundung im Jahr 1962 ein Erfolg wird. Das Biopic befasst sich auf respektvolle Weise mit einer sensiblen Thematik und ehrt drei Frauen, die Geschichte geschrieben haben.

„Little Women“

Die vier Schwestern.
Die vier Schwestern. (© Sony Pictures)
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Die Schwestern Jo (Saoirse Ronan), Meg (Emma Watson), Amy (Florence Pugh) und Beth (Eliza Scanlan) wachsen Mitte des 19. Jahrhunderts in Amerika auf. Die Mädchen hadern aber mit den vorgelebten Rollenbildern und pochen auf ein selbstbestimmtes Leben. Allen voran Jo, die eine Karriere als Schriftstellerin anstrebt. Regisseurin Greta Gerwigs Historiendrama bricht bewusst mit gängigen Geschlechterklischees und erzählt emotional und grandios bebildert von Selbstbestimmung. 2020 heimste der Film den Oscar für das beste Kostümdesign ein.

„Joy – Alles außer gewöhnlich“

Jennifer Lawrence als Joy Mangano.
Jennifer Lawrence als Joy Mangano. (© 20th Century Fox)

Joy (Jennifer Lawrence) ist alleinerziehende Mutter und schon seit ihrer Kindheit mit einer blühenden Fantasie gesegnet. Eines Tages kommt ihr die Idee eines Wischmopps in den Sinn, der sich selbst auswringt – und wird damit zur Millionärin. Doch der Erfolg birgt auch einige Gefahren. Auch dieses Drama basiert auf einer wahren Geschichte und rekonstruiert das Leben von Joy Mangano, die mit ihrer Erfindung zu einer der erfolgreichsten Unternehmerinnen der USA wurde. Komisch, aber auch tragisch erzählt das Biopic eine außergewöhnliche Lebensgeschichte.

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„Lady Bird“

Christine mit ihrer Mutter.
Christine mit ihrer Mutter. (© Universal Pictures)

Christine aka Lady Bird (Saoirse Ronan) lässt sich nichts sagen und gibt sich stets rebellisch. Seine jugendliche Revolte führt das Mädchen vor allem an ihrer katholischen Schule, stellt sich aber auch gegen die Vorstellungen der Mutter (Laurie Metcalf), indem sie sich an Colleges an der Ostküste bewirbt. Denn Lady Bird kann nichts mit Sacramento anfangen. Doch allmählich bemerkt sie, dass ihr die Heimat doch etwas bedeutet. Greta Gerwigs Coming-of-Age-Komödie erzählt humorvoll, aber auch traurig von einer schwierigen Mutter-Tochter-Beziehung. Ronan glänzt hier als aufmüpfiger Teenager.

„Suffragette – Taten statt Worte“

Die Frauen beim Protest.
Die Frauen beim Protest. (© Concorde Home Entertainment)
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Maud Watts (Carey Mulligan) ist seit ihrem siebten Lebensjahr in einer Wäscherei tätig. Als fürsorgliche Mutter und treue Ehefrau stellt sie ihr Leben nicht infrage. Doch das ändert sich, als sie eine Tages in einen Protest der Suffragetten gerät – Frauen, die für ihr Wahlrecht kämpfen. Begeistert von deren Anführerin Emmeline (Meryl Streep), schließt sich Maud der Gruppe an – doch die wird immer militanter. Das mitreißende Drama beleuchtet drastisch die Anfänge der Frauenbewegung in England und begeistert mit einem grandiosen Star-Ensemble.

„Wüstenblume“

Waris ist Model geworden.
Waris ist Model geworden. (© 20th Century Fox)

Waris (Liya Kebede) lebt als junge somalische Nomadin in der Wüste. Doch ihr Leben ist von Flucht geprägt. Um nicht zwangsverheiratet zu werden, flieht sie aus der Heimat und kommt als Dienstmädchen in der Londoner Botschaft unter. Dort wird sie aber wie eine Sklavin behandelt, also flüchtet sie erneut. Ihr Leben erfährt eine drastische Wendung, als der Modefotograf Terry Donaldson (Timothy Spall) sie entdeckt. Herzergreifend, aber auch schonungslos und ehrlich, erzählt das Drama von Flucht, Schicksal und Selbstbestimmung.

„The Favourite – Intrigen und Irrsinn“

Am Hofe werden auch mal die Waffen gezückt.
Am Hofe werden auch mal die Waffen gezückt. (© 20th Century Fox )

Aufbrausend und unerbittlich herrscht die launische Königin Anne (Olivia Colman) am britischen Hof. Lady Sarah (Rachel Weisz) kümmert sich um die erkrankte Königin, doch bekommt bald Konkurrenz. Denn als Sarah ihre verarmte Cousine Abigail (Emma Stone) bei sich aufnimmt, entbrennt zwischen den beiden ein harscher Kampf um die Gunst der Adeligen. Historisch akkurat und wunderbar bebildert, zeichnet Regisseur Giorgos Lanthimos ein schonungsloses Sittengemälde von Neid und Missgunst. Olivia Colman wurde für ihre Leistung mit einem Oscar ausgezeichnet.

„Der große Trip“

Cheryl macht sich auf den Weg zu sich selbst.
Cheryl macht sich auf den Weg zu sich selbst. (© 20th Century Fox)

Eine Wanderung von 1600 Kilometern soll Cheryl Strayed (Reese Witherspoon) dabei helfen, ihre Vergangenheit zu verarbeiten. Weder drückende Hitze noch klirrende Kälte können Cheryl davon abhalten, auf diesen ungewöhnlichen Selbstfindungstrip zu gehen. Doch auf der Suche nach sich selbst hat sie einiges aufzuarbeiten – angefangen beim frühen Tod ihrer Mutter. Das packende Outdoor-Drama reflektiert in Rückblenden und vor beeindruckender Kulisse ein schwieriges Leben. Witherspoon erwarb die Rechte am gleichnamigen Buch und verpflichtete für das Drehbuch den englischen Pop-Literat Nick Hornby.

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