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Stanley Tucci

Stanley Tucci

Leben & Werk

Galgenvögel, Gauner und Gangster wurden die Markenzeichen des Darstellers Stanley Tucci, seit er 1985 in John Hustons Mafia-Satire “Die Ehre der Prizzis” debütierte. Seit 1995 verfolgt der 1960 in Peekskill, New York, geborene Schauspieler (“Harry außer sich”, “Mrs. Parker und ihr lasterhafter Kreis”) parallel eine Regiekarriere. Sie begann in Zusammenarbeit mit dem Kollegen Campbell Scott (“Mrs. Parker…”), als sie, auch als Darsteller vor der Kamera, die kulinarische Komödie “Big Night” inszenierten, die vom Traum zweier Einwandererbrüder erzählt, das perfekte italienische Restaurant zu schaffen.

Auf den mehrfach ausgezeichneten Independent-Film mit Minnie Driver, Ian Holm und Isabella Rossellini folgte mit “The Impostors”, Tuccis erster Alleinregie, eine Hommage an die Komödien der 1930er- und 1940er-Jahre, speziell auf die Filme der Marx Brothers. Auf einem Luxusliner treffen zwei arbeitslose Schauspieler auf der Flucht (Oliver Platt und Tucci selbst) als Stewards auf eine Gesellschaft exzentrischer, ausgeflippter und schräger Schiffsgäste und Mannschaftsangehöriger. Das “Narrenschiff” (so der Arbeitstitel), auf dem sich u. a. Isabella Rossellini, Steve Buscemi und Lily Taylor die Ehre gaben, hat zu Beginn mit Woody Allen als Theaterdirektor, bei dem die beiden Antihelden vorsprechen müssen, einen ungenannten Gaststar.

Tuccis dritte Regiearbeit “Joe Gould’s Geheimnis” (1999) erzählte von der merkwürdigen Freundschaft zwischen einem Journalisten (Tucci) und einem exzentrischen alten Mann (Ian Holm), der behauptet, an einem Buch über die Menschheit in der Moderne zu arbeiten, das pure Illusion ist. In dem stillen Kammerspiel traten Susan Sarandon und Steve Martin als Gaststars auf.

Als Darsteller ist Tucci seit 2001 verstärkt in Nebenrollen in Hollywood-Großproduktionen wie “America’s Sweethearts”, “Manhattan Love Story” oder “Road to Perdition” zu sehen, ist aber auch erste Wahl, wenn es für amerikanische Independentfilme wie “Feuerwerk auf italienisch” die Hauptrolle eines Italieners zu besetzen gilt. In “Darf ich bitten?” gelang ihm mittels Perücke, falschen Zähnen und Selbstbräuner die perfekte Verwandlung von einem glatzköpfigen Anwalt in einen heißblütigen Latino-Tänzer, in “Terminal” war er als pingeliger Security-Beamter zu sehen, mit dem sich der plötzlich staatenlose Osteuropäer Navorski (Tom Hanks) auf dem Flughafen in New York herumschlagen muss. Im starbesetzten TV-Biopic “The Life and Death of Peter Sellers” spielte Tucci die Regielegende Stanley Kubrick.

Der seit 1995 mit Kate Tucci verheiratete Familienvater unterstützte als Modedirektor in “Der Teufel trägt Prada” (2006) als einziger die neue Assistentin der überaus herrischen Zeitschriften-Chefin. In “Inside Hollywood” (2007) freundet er sich als Drehbuchautor Scott mit der Frau des krisengebeutelten Filmproduzenten (Robert De Niro), was nicht zu positivem Stressabbau beiträgt. Neben Synchronarbeiten engagierte Tucci sich 2008 in “Swing Vote” als Wahlkampfmanager für die entscheidende Stimme für den Präsidenten. Zu Tucci Preisportfolio gehören ein Emmy, zwei Golden Globes und ein goldener Satellite Award.

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