Originaltitel: Raiders of the Lost Ark
USA 1981
Harrison Ford
Karen Allen
Paul Freeman
Regie: Steven Spielberg
Verleih: Paramount
Archäologe Dr. Jones führt Mitte der 30er Jahre ein geregeltes Leben als Dozent an einer Provinzuniversität, doch bisweilen zieht es ihn als "Indiana Jones" hinaus in die Welt, um auf abenteuerlichen Reisen antike Artefakte zu suchen. Auf der Jagd nach Moses' biblischer Bundeslade, die sich in einer verschütteten Stadt in der Sahara befinden soll, kommt ihm allerdings kein geringerer als Adolf Hitler in die Quere. Die Nazis sind nämlich ebenfalls an der Bundeslade interessiert, verleiht diese doch ihrem Besitzer unumschränkte Macht. Für Jones beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

In der Tradition klassischer Hollywood-Abenteuerfilme der 40er Jahre steht dieses fulminante Actionepos, mit dem Wunderkind Steven Spielberg nicht nur die Scharte des Vollflops "1941" auswetzte, sondern seinem neuen Arbeitgeber Paramount auch gleich eine Goldgrube in Form von zwei nicht minder erfolgreichen Sequels bescherte. Harrison Ford, zuvor für "Indiana Jones"-Produzent George Lucas in der "Star Wars"-Trilogie tätig und als Ersatz für den unabkömmlichen Tom "Magnum" Selleck zur Produktion gestoßen, erspielte sich in der Hauptrolle dauerhaften Weltstar-Status.
| Darsteller: | Harrison Ford | als Indiana Jones | |
|---|---|---|---|
| Karen Allen | als Marion Ravenwood | ||
| Paul Freeman | als Emile Belloq | ||
| Wolf Kahler | als Dietrich | ||
| Ronald Lacey | als Toht | ||
| John Rhys-Davies | als Sallah | ||
| Anthony Higgins | als Gobler | ||
| Denholm Elliott | als Marcus Brody | ||
| Alfred Molina | als Satipo | ||
| Vic Tablian | als Barranca | ||
| Don Fellows | als Colonel Musgrove | ||
| William Hootkins | als Major Eaton | ||
| Pat Roach | |||
| Regie: | Steven Spielberg | ||
| Drehbuch: | Lawrence Kasdan | ||
| Produzent: | Frank Marshall | ||
| Ausf. Produzent: | George Lucas | ||
| Kamera: | Douglas Slocombe | ||
| Schnitt: | Michael Kahn | ||
| Musik: | John Williams | ||
| Produktionsdesign: | Norman Reynolds | ||
| Leslie Dilley | |||
| Michael Ford | |||
| Ton: | Billy Varney | ||
| Steve Maslow | |||
| Gregg Landaker | |||
| Roy Charman | |||
Gegner entwaffnen, Frauen beeindrucken, als Kletterhilfe einsetzen…
Ohne seine Peitsche wäre Kult-Archäologe Dr. Henry Jones alias "Indy" schon oft aufgeschmissen gewesen. Daher ist es eigentlich als schlechtes Zeichen für weitere Filmpläne zu interpretieren, dass das Teil nun unter den Hammer kommt: Das renommierte Bonham Auktionshaus versteigert das legendäre Requisit samt Echtheitszertifikat am 15. Dezember in London. Erwartet wird ein Erlös von um die 35.00 Pfund, das entspricht etwa 40.000 Euro.
Doch wer deshalb die Chance auf einen fünften "Indiana Jones"-Film schwinden sieht, dem macht Steven Spielberg wieder Mut: "Wir haben uns auf ein Genre für den fünften Film geeinigt und bereits ein Konzept im Kopf", berichtet der Star-Regisseur.
Mit "wir" meint Spielberg sich selbst und "Indiana Jones"-Erfinder George Lucas. Dabei war die Zusammenarbeit der befreundeten Weggefährten speziell beim letzten Film "Das Königreich des Kristallschädels" nicht immer so harmonisch wie gewohnt:
"Es ist ein offenes Geheimnis, dass George, Harrison [Ford] und ich wegen des Genres und der Idee ziemlich aneinandergeraten sind", gibt Steven Spielberg zu. "Ich kämpfe zwar gegen Dinge, von denen ich glaube, dass sie nicht funktionieren. Aber letztendlich muss ich als Regisseur das Bestmögliche aus Georges Ideen machen - und wenn er interdimensionale Wesen im 'Königreich des Kristallschädels' haben will, dann muss ich das akzeptieren."
Trotz der betonten Loyalität ist das ein ziemlich fieses Nachtreten von Regisseur Steven Spielberg in Richtung Drehbuchautor und Ideengeber George Lucas. Denn beide wissen, dass sich die meisten Fans von "Indiana Jones" genau an dem unpassenden Science-Fiction-Element des vierten Films enorm gestört hatten. Auch, wenn Spielberg in galanter Hollywood-Manier einschränkt: "Ich bin sehr stolz auf den Film und fand es toll, Marion wieder zu zeigen. Es ist ein Action-Film für die ganze Familie und dieses Konzept mag ich sehr."
Dazu beansprucht Steven Spielberg einen der gelungensten Indy-Coups für sich alleine: "Mein größter Beitrag war, im dritten Film Indys Vater einzuführen. Es war meine Idee, Sean Connery als Harrisons Vater zu besetzen."
Ob Spielbergs Kommentare dazu beitragen, dass es mit "Indiana Jones 5" weiter geht? Zuletzt hatte Harrison Ford betont, dass er nur bereit steht, wenn die Story von George Lucas gut genug sei. Diese Haltung scheint auch Steven Spielberg zu teilen: "Ich weiß nicht, wie weit George mit der Story inzwischen ist. Es gibt keinen 'Indy 5', bis George sagt, dass es ihn geben wird."
Klingt ganz so, als ob die fehlende Peitsche das kleinste Problem für "Indiana Jones 5" ist. Falls er aber wirklich zustande kommt, treiben die Requisiteure von Lucas & Spielberg sicher auch fix eine geeignete neue Gerte auf…
Dass Harrison Ford 1996 zum erfolgreichsten Schauspieler des Jahrhunderts gewählt wurde und 2008 zum vierten Mal die Filmikone "Indiana Jones...
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