Animationsabenteuer für die Kleinen nach der gleichnamigen Buchreihe. Der von Jan Delay gesprochene Titelheld versucht ein Missgeschick wiedergutzumachen und seine Freunde im Wald vor einer Überflutung zu retten.
Witzig-sympathische, und auch ein bisschen lehrreiche Adaption der populären Bilderbücher vom Animationsexpertenduo Ute Münchow-Pohl ("Kleiner Dodo") und Sandor Jesse ("Der kleine König Macius").
Wenn sich einmal eine Figur in Deutschlands Kinderzimmern etabliert hat, dann hat sie gute Chancen, verfilmt zu werden. So eine eingeführte Marke ist auch "Der kleine Rabe Socke" von Nele Moost und Annet Rudolph, deren Bilderbücher sich bereits millionenfach verkauften. Für die Leinwand adaptiert wurden die lustigen wie lehrreichen Abenteuer des schwarzen Federviehs nun von den höchst erfahrenen Animations-Regisseuren Ute Münchow-Pohl ("Kleiner Dodo", "Lauras Stern") und Sandor Jesse ("Der kleine König Macius"). Und die beiden machen bei ihrem Raben-Projekt alles richtig. Sie verzichten auf effektgeladenes Brimborium und aufwändigen 3D-Firlefanz, erzählen ihre Geschichte in kurzer, leicht verdaulicher Episodenform und vermeiden es, die anvisierte Zielgruppe, die Erstkinogänger im Kindergartenalter, mit allzu viel spannenden oder gar düsteren Situationen (bis auf ein heftiges Unwetter im Schlussdrittel) zu verstören. Stattdessen setzen sie auf Wortwitz und lustige Streiche, auf sympathische Zeichnung der Charaktere und Themen wie Freundschaft und Zusammenhalt, Ehrlichkeit und Treue, die spielerisch - und ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben - gestreift werden. Natürlich haben sich Filmemacher wie Autoren von großen Vorbildern inspirieren lassen. Das beginnt schon beim Markenzeichen des Raben, dem rot-weiß gestreiften Ringelsocken, den man als Hommage an Pippi Langstrumpf sehen kann. Socke besitzt durchaus auch etwas Anarchisch-Freches, was ihn zum Bruder im Geiste des berühmten Lindgren-Mädchens macht. Und während die Waldidylle an A.A. Milnes "Winnie Puuh" erinnert und der Slogan "wild und gefährlich" das Motto der "Wilden Kerle" war (nur andersrum), denkt man beim Ausflug von Socke, Schaf Wolle und Eddi-Bär auch an das legendäre Dreiergespann aus der "Ice Age"-Reihe. Dennoch entwickelt "Der kleine Rabe Socke" genügend Eigenleben und Eigenständigkeit. Das fängt mit einer rasanten Dreiradfahrt an, geht mit einem sächselnden bösen Wolf weiter und ist mit einem witzigen Schafsgefangenenchor längst nicht zu Ende. Treffend besetzte Künstler wie Jan Delay, der dem Raben die adäquat krächzende Stimme verpasst, oder Anna und Katharina Thalbach, die als kleiner Dachs und Frau Dachs zu hören sind, runden das tierische Animationsvergnügen ab. lasso.
Auszeichnung der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW)
Kurztext:
Im Wald herumtollen, mit seinen Freunden Zeit verbringen und vor allem Streiche spielen: so genießt der kleine vorlaute Rabe Socke das Leben. Doch eines Tages macht er beim Spielen den Damm kaputt, der den Wald vor dem Wasser schützen soll und es droht eine große Flut. Alle sind furchtbar böse auf den kleinen Raben und schicken ihn los, die Biber zu suchen. Denn nur sie können helfen, den Damm zu reparieren. Schon lange ist der freche Vogel aus der gleichnamigen Kinderbuchreihe von Nele Moost und Annet Rudolph bei Kindern sehr beliebt. Nun endlich gibt es seine Abenteuer auch im Kino zu bestaunen. Mit Mut, Unternehmungslust und der Unterstützung durch treue Freunde nimmt uns Rabe Socke mit auf seine Reise durch den liebevoll gestalteten kunterbunten Wald. Niemand ist allein, wenn er Freunde hat und es ist gar nicht schlimm, wenn man mal einen Fehler macht - so lautet die Botschaft dieses entzückenden Animationsfilms. Ein lehrreicher und unterhaltsamer Kinospaß ohne erhobenen Zeigefinger. Schon die jüngsten Kinder sind hier bestens aufgehoben. Davon wollen wir mehr sehen.
Jurybegründung:
Inspiriert von der erfolgreichen Kinderbuchserie macht sich der kleine Rabe Socke nun zu seinem ersten Kinoabenteuer auf.
Das gelungene, sehr kleinkindgerechte Drehbuch und auch die visuelle Umsetzung haben den Bewertungsausschuss erfreut und überzeugt. Hier zeigt sich einmal mehr, dass es keine aufwändig produzierten 3D-CGI-Animationen braucht, um junge und erwachsene Zuschauer zu fesseln und aufs Beste zu unterhalten, sondern vor allem ein stimmiges Drehbuch und gute Dialoge. Sowohl der kleine Rabe Socke als auch seine Sidekicks sind glaubhafte Charaktere, die sich im Laufe der spannenden Geschichte wandeln und dadurch als positive Vorbilder für die jungen Zuschauer dienen können - trotz der nicht wirklich vorbildhaften Charakterzüge von Rabe Socke.
Aber hier können die Zuschauer wiederum miterleben, dass es keine Katastrophe ist, wenn man mal Fehler gemacht hat. Es kommt vor allem darauf an, dass man sich auch zu ihnen bekennt, sie eingestehen kann und stets aufeinander zugeht. Verzeihen gehört zu einer wahren Freundschaft dazu - ebenso wie die Fähigkeit, den wichtigen Menschen in seinem Leben trotz mancher Enttäuschung immer wieder zu beweisen, wie wichtig sie einem sind.
Während so mancher Song in US-amerikanischen Animationsfilmen hart an die Schmerzgrenze geht, wirken die hier eingespielten Lieder sehr angemessen, fügen sich passend in die Geschichte ein und sind natürlich dank Jan Delay gelungen eingespielt.
Nicht nur Kinder sind in diesem Film sehr gut aufgehoben. Auch Eltern und Großeltern werden den kurzweiligen und lehrreichen Kinobesuch ohne erhobenen moralischen Zeigefinger nicht bereuen.
Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
Der kleine vorlaute Rabe Socke lebt mit seinen Freunden Schaf Wolle, Eddi-Bär und vielen anderen Tieren im Wald. Weil er ziemlich frech ist und es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt, bekommt er von der gestrengen Mutter Dachs zuweilen Nest-Arrest. Als Socke eines Tages beim Spielen den Staudamm beschädigt und der See seinen heimatlichen Wald zu überfluten droht, muss er rasch handeln. Gemeinsam mit Wolle und Eddi macht er sich auf die Reise zu den Bibern, den einzigen, die ihm in dieser brenzligen Situation helfen können.
| Originaltitel | Der kleine Rabe Socke |
| OV | - |
| OmU | - |
| Genre | Kinderfilm / Trickfilm |
| Filmpreis | - |
| USA-Start | - |
| Kinostart (D) | 06.09.2012 |
| Besucher (D) | 460.729 |
| Einspielergebnis (D) | € 2.576.226 Bes. (EDI) 460.729 Bes. (FFA) 463.342 |
| FSK | o.A. (ohne Altersbeschränkung) |
| WWW | - |
Sandor Jesse
Regisseur
Dirk Beinhold
Produzent
Roland Junker
Produzent
Dirk Dotzert
Produzent
Annet Rudolph
Buchvorlage
Nele Moost
Buchvorlage
Alex Komlew
Musik
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