ChrisTine Urspruch
Ulrich Noethen
Aglaia Szyszkowitz
Regie: Ben Verbong
Verleih: Studiocanal
Als hätte er nicht schon genug Probleme mit dem Chef, seiner Vermieterin oder den Tücken des Objekts, stolpert dem von Gott und der Welt verfolgten Herrn Taschenbier (Ulrich Noethen) eines Tages auch noch ein rüsselnasiger, rothaariger, verfressener, vorlauter Troll (Christine Urspruch) vor die Füße, der sich partout durch nichts mehr abschütteln lässt. Als der ungebetene Gast dann aber dem schüchternen Herrn Taschenbier ein paar Ratschläge zur Lebenshilfe gibt, nimmt das Leben und vor allem Taschenbiers Beziehung zu der angebeteten Frau März (Aglaia Szyszkowitz) eine unerwartet positive Wende.
In Bamberg, auf Mallorca und in Zürich entstand die erfolgreiche Verfilmung (1,7 Mio. Besucher!) der Kinderbuchklassiker von Paul Maars durch Regisseur Ben Verbong ("Eine unanständige Frau").

Wenn es donnert am Donnerstag, und das dürfte es nach allen Gesetzen der Kinowahrscheinlichkeit, dann ist Donnerstag ausnahmsweise einmal Sams-Tag. Dann nämlich, im Oktober, geht diese mit elf Millionen Mark budgetierte Kinoweltproduktion und erste Verfilmung der enorm beliebten Kinderbücher von Paul Maar an den Start, die als liebevolle, ganz kindgerechte und familientaugliche Adaption von der bereits existierenden Fangemeinde, vielleicht aber auch von Neu-Sams-oniten umarmt werden wird.
Mit Spannung wurde diese in Bamberg, Mallorca und Zürich gedrehte, von Paul Maar und Ulrich Limmer geschriebene Umsetzung der ersten drei Sams-Bücher erwartet, die seit 1973 zum festen Vergnügungsinventar vieler Familien zählen. Und das Ergebnis enttäuscht nicht, gefällt mit seinem märchenhaft kindlichen, aber auch frech-anarchischen Ton, der Belebung der vertrauten Figuren, unter denen gerade Sams-Darstellerin Christine Urspruch Zuspruch von den Kindern bekommen dürfte. Große Bedeutung wurde von den Autoren und Komödienneuling Regisseur Ben Verbong ("Eine unanständige Frau") dem Wiedererkennungswert der Vorlage beigemessen, womit nur wenige Änderungen an Handlungsläufen und Charakterisierungen vorgenommen wurden. So beginnt der Film mitten im Leben des schüchternen, von Chef und Vermieterin (Eva Mattes) getriezten Herrn Taschenbier, der dem rüsselnasigen Rotschopf Sams eher zufällig am Samstag vor die Füße läuft und das merkwürdige Fantasiegeschöpf dann nicht mehr loswird. Der freche vorlaute Allesfresser ist erst ein Nerventest für Taschenbier, dann aber eine wichtige Bereicherung seines Lebens, die den Träumer selbstbewusster und sogar zum Herzensbrecher der von ihm angebeteten Frau März (Aglaia Szyskowitz) macht. Ulrich Noethen ("Gripsholm") erweist sich als ausgesprochen sympathische und passende Besetzung für Taschenbier, wie auch Eva Mattes, die als Frau Rotkohl, einer entfernten Verwandten der Bissgurke aus Roald Dahls "Matilda", sowohl mit Gift als auch Herz gefällt. Das Kind, das Taschenbier nie sein durfte, findet seine späte Verwirklichung im Sams, dessen Fähigkeit, Wünsche erfüllen zu können, die Handlung vorantreibt. Die Realisierung des Wunschkatalogs ist dem Stoff entsprechend angemessen low tech, nicht Effekt-überladen und eine reduzierte Alternative zu den Reizüberflutungen der Computergames und Pokémon-Trips. Ob sich die Effekt-verwöhnten Kids heute damit zufrieden geben, werden die Startwochen zeigen. Das Zielpublikum im Rücken des Betrachters lachte jedenfalls herzhaft bei der Vorführung und das sollte in diesem Familien-Fall das Maß aller Dinge sein. kob.
| Darsteller: | ChrisTine Urspruch | als Sams | |
|---|---|---|---|
| Ulrich Noethen | als Herr Taschenbier | ||
| Aglaia Szyszkowitz | als Margarete März | ||
| Armin Rohde | als Anton Mon | ||
| Eva Mattes | als Annemarie Rotkohl | ||
| August Zirner | als Oliver Oberstein jr. | ||
| Gert Burkard | als Herr Lürche | ||
| Gerd Knebel | als erster Polizist | ||
| Henni Nachtsheim | als zweiter Polizist | ||
| Heinrich Schafmeister | als Verkäufer | ||
| Regie: | Ben Verbong | ||
| Drehbuch: | Paul Maar | ||
| Ulrich Limmer | |||
| Produzent: | Ulrich Limmer | ||
| Buchvorlage: | Paul Maar | ||
| Kamera: | Klaus Eichhammer | ||
| Schnitt: | Norbert Herzner | ||
| Musik: | Nicola Piovani | ||
| Produktionsdesign: | Frank Polosek | ||
| Kostüme: | Lisy Christl | ||
Auch das Publikum kann Preise vergeben: Die diesjährigen Kandidaten für den Deutschen Filmpreis.
Minister Julian Nida-Rümelin, der aus seiner Vorliebe für die deutsche Kinokultur kein Hehl macht, gab am Freitag den 19. April im Berliner Hotel Adlon die Nominierungen bekannt. Durch den Abend führte die Leipziger Darstellerin Manon Straché.
Der kürzlich verstorbene Billy Wilder wurde von Journalist und Schriftsteller Hellmuth Karasek und von Regisseur Volker Schlöndorff mit einem persönlichen Nachruf bedacht.
Ganz heiß - der Publikumspreis: Am 26. April startet das Gewinnspiel um die beiden Auszeichnungen "Deutscher Kinofilm des Jahres" und "Schauspielerin bzw. Schauspieler des Jahres". Einsendeschluss ist der 1. Juni 2002, mitmachen kann man unter www.deutscherfilmpreis.de.
Die Nominierungen
Bester Spielfilm: "Bella Martha", "Halbe Treppe", "Heaven", "Nirgendwo in Afrika", "Das weiße Rauschen" und "Wie Feuer und Flamme".
Bester Dokumentarfilm: "Black Box BRD", "A woman and a half - Hildegard Knef"
Bester Kinder- und Jugendfilm: "Hilfe, ich bin ein Fisch", "Das Sams"
Beste Hauptdarstellerin: Karoline Eichhorn für "Der Felsen", Martina Gedeck für "Bella Martha", Juliane Köhler für "Nirgendwo in Afrika"
Bester Hauptdarsteller: Daniel Brühl für "Nichts bereuen", "Das weiße Rauschen" und "Vaya con dios". Ulrich Noethen für "Das Sams". Antonio Wannek für "Der Felsen" und "Wie Feuer und Flamme".
Beste Nebendarstellerin: Anabelle Lachatte für "Das weiße Rauschen", Eva Mattes für "Das Sams". Marie-Lou Sellem für "Mein Bruder, der Vampir", " Nichts bereuen" und "Hilfe, ich bin ein Junge!".
Bester Nebendarsteller: Martin Feifel für "Was tun, wenn's brennt?", Remo Girone für "Heaven" und Matthias Habich für "Nirgendwo in Afrika"
Beste Regie: Andreas Dresen für "Halbe Treppe", Dominik Graf für "Der Felsen" und Caroline Link für "Nirgendwo in Afrika".
2,815 Millionen Euro stehen gesamt als Prämien für die 16 Preise aus - 10.000 davon gehen sicher an Michael "Bully" Herbig für "Der Schuh des Manitu": Er wird für seinen Erfolg mit einem Sonderpreis der Jury geehrt, dem Filmpreis in Gold.
Die 52. Verleihung des Deutschen Filmpreises findet am 14. Juni 2002 im Berliner Tempodrom am Anhalter Bahnhof statt. Die Zusammenfassung der Gala zur Verleihung des Deutschen Filmpreises wird am 16. Juni 2002 von Sat.1 um 20.15 Uhr ausgestrahlt.
ChrisTine Urspruch wurde 2001 in der Titelrolle von Ben Verbongs Kinderbuchverfilmung "Das Sams" bekannt. Seit 2002 kennen sie die...
Ulrich Noethen prägte sich mit ausgesuchten Filmrollen als einer der führenden deutschen Charakterdarsteller in Film und Fernsehen ein, der...
Martin Scorseses erster Kinderfilm: Waisenjunge Hugo kommt in einer Pariser Metrostation großen Geheimnissen auf die Spur. Für 11 Oscars nominiert!
Schöne LoveStory mit Channing Tatum und Rachel McAdams!
Kate Beckinsale ist zurück als Sexiest Vampire-Lady Undead! Top-Action in 3D!
Großer Kinospaß mit Adam Sandler in einer Doppelrolle als Zwillinge, die chaotisch Thanksgiving feiern.