Winnetous Sohn (2015)

Winnetous Sohn Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (4)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (1)
  1. Ø 4

Filmhandlung und Hintergrund

Winnetous Sohn: Sympathisches Abenteuer um einen Jungen, der alles daran setzt, die Rolle von Winnetous Sohn bei den Karl-May-Festspielen zu bekommen.

Max ist zehn, dick, blass und trägt Brille. Trotzdem ist er in seinem tiefsten Inneren ein echter Indianer. Und deshalb kleidet er sich auch wie ein Häuptling. Auf diese Art kommt er besser damit klar, dass Papa vor kurzem ausgezogen ist. Als Max eines Tages davon erfährt, dass man bei den Karl-May-Festspielen einen Darsteller für Winnetous Sohn sucht, sieht er seine Chance gekommen. Doch der Weg dorthin ist steinig und schwer, und nur zu schaffen, wenn ausgerechnet Morten, der Indianer voll dämlich findet, ihm dabei behilflich ist.

Ein Junge setzt alles daran, die Rolle von Winnetous Sohn bei den Karl-May-Festspielen zu bekommen. In ein sympathisches Abenteuer verpackter Jugendfilm, der sich augenzwinkernd vor Karl May verneigt.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Karl Mays Western-Abenteuer von Winnetou und Old Shatterhand gehören seit über einem Jahrhundert zum deutschen Kulturgut. Darüber hinaus sind sie aktueller denn je; erst vor Kurzem kündigte der Privatsender RTL an, die Eskapaden des schwarzhaarigen Häuptlings neu zu verfilmen – mit Wotan Wilke Möhring in der Hauptrolle. Doch auch im Kinderfilmsegment beginnen die Geschichten nun eine Rolle zu spielen. Der Regisseur André Erkau („Das Leben ist nichts für Feiglinge“) verlässt sich bei seiner Familienproduktion „Winnetous Sohn“ nicht etwa auf die Neuinterpretation eines bekannten Romans, sondern macht sich lediglich die bekannten thematischen Umstände zunutze, um daraus eine liebevolle Story zu spinnen, bei der nicht nur die Kleinen, sondern auch die Großen voll auf ihre Kosten kommen.

    Die Prämisse ist simpel: Es gibt einen zuckersüßen Protagonisten namens Max (eine Entdeckung: Lorenzo Germano), es gibt zerrüttete Familienverhältnisse und es gibt diesen einen Traum von Freiheit, der in uns allen schlummert - und der in den Kindertagen meist sogar noch ausgeprägter ist. Max ist mit seinen zwiespältigen Emotionen eine ideale Identifikationsfigur für die anvisierte Zielgruppe. In ihm vereint sich Abenteuerlust mit den Ängsten vor der Einsamkeit; die Szenen, in denen sich Max mit dem Auseinanderbrechen seiner Familie beschäftigen muss, sind allesamt herzzerreißend und zeugen von der Handschrift André Erkaus, der aus dieser ernsten Grundlage nie eine Hehl macht, jedoch stets den optimistischen Grundton seiner Erzählung sucht. Die Ironie, die sich Erkau in „Winnetous Sohn“ zunutze macht, unterhält sogleich die erwachsenen Zuschauer, die in der visuellen Aufmachung ebenso spitzfindige Pointen finden werden, wie in den pointiert geschriebenen Dialogen der Figuren.

    Die Macher profitieren stark von der Zeitlosigkeit des Stoffes, setzen jedoch immer wieder ein Basiswissen um die Winnetou-Hintergründe voraus. Doch selbst ohne dieses gestaltet sich „Winnetous Sohn“ als launiges Spektakel - denn der Familienfilm ist nicht bloß eine erfrischende Wild-West-Hommage, sondern ist obendrein voll mit genau sezierten Familienbeobachtungen. Subtil hantiert Erkau mit den Höhen und Tiefen des Familienlebens. Und stellt dabei Fragen wie, ob Mutter und Vater tatsächlich nur ihrer Kinder wegen zusammenbleiben sollten. Solche ernsthaft Fragestellungen - gepaart mit dem überschwänglichen Lebensmut der Akteure - ergibt auf der Zielgeraden ein Feuerwerk an Emotionen, bei dem die eine oder andere Träne sicher fließen wird.

    Fazit: André Erkau legt mit „Winnetous Sohn“ ein Familienabenteuer der Extraklasse vor, das mit seiner feinfühlig sensiblen Inszenierung begeistert und obendrein voller Überraschungen steckt. Fernab der gut gemeinten aber nur selten sehenswerten Family-Rührstücke ist dies ein Abenteuerspaß mit Herz und Seele und besitzt - damit echten Seltenheitswert.
  • Max ist zehn, dick, bleichgesichtig und trägt Brille. Trotzdem ist er in seinem tiefsten Inneren ein echter Indianer und kleidet sich wie ein Häuptling. So kommt er besser damit klar, dass Papa vor kurzem ausgezogen ist. Als Max erfährt, dass bei den Karl-May-Festspielen ein Darsteller für Winnetous Sohn gesucht wird, sieht er seine Chance gekommen. Beim Training fürs Casting hilft ihm ausgerechnet Morten, der Indianer voll doof findet. André Erkau landet nach Komödie (“Arschkalt“) und Dramödie (“Das Leben ist nichts für Feiglinge”) auch im Genre Kinderfilm einen Volltreffer. Mit Witz und Herz vermittelt er Werte wie Vertrauen, Freundschaft und Ehrlichkeit, getragen von süperb agierenden großen wie kleinen Hauptdarstellern.

    Fazit: Es lohnt sich, für seine Träume zu kämpfen: fantasievolles Abenteuer.

Darsteller und Crew

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