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Die Trapp Familie - Ein Leben für die Musik (2015)

Originaltitel: The Trapp Family - A Life of Music
Die Trapp Familie - Ein Leben für die Musik Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (7)
  1. Ø 4
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 0

Filmhandlung und Hintergrund

Die Trapp Familie - Ein Leben für die Musik: Gefühlvolles, geradlinig erzähltes Drama über die Trapp-Familie, das sich auf die Beziehung von Agathe zu ihrem Vater konzentriert.

Österreich in den 1920er Jahren: Für Agathe von Trapp (Eliza Bennett) scheint das Leben in ihrer wohlgesitteten Familie im österreichischen Erlhof geradezu märchenhaft. Am liebsten singt und musiziert sie gemeinsam mit ihren sechs jüngeren Geschwistern. Als jäh ihre Mutter (Bettina Mittendorfer) verstirbt, stürzt sie dies in eine schwere Krise. Die älteste Schwester nimmt vermehrt Aufgaben im Haushalt wahr und kümmert sich nicht nur um ihre Geschwister, sondern auch um ihren Vater Georg von Trapp (Matthew MacFayden). Der Militärgeneral beschließt zum Wohle seiner Familie nach Salzburg umzuziehen und engagiert dort das Kindermädchen Maria Gustl (Yvonne Catterfeld). Sie wird zur Ersatzmutter für die Jüngsten und auch das Familienoberhaupt Georg verliebt sich und heiratet sie. Die Familie von Trapp tritt daraufhin als Familienchor vor das Salzburger Publikum und kann dadurch Jedermann begeistern. Als sich ab dem Jahr 1937 zunehmend die politische Lage in Österreich wandelt und die Nationalsozialisten Einzug halten, scheint das musikalische Glück erneut in Gefahr. Agathe und ihre Familie tun alles daran, ihrem Traum vom Singen in die Tat umzusetzen und versuchen sich in die USA abzusetzen.

Regisseur Ben Verbong (“Das Sams“) hielt sich in dem Biopic über die berühmte österreichische Musikfamilie, die bereits zu drei Verfilmungen und einem Broadway-Musical inspirierten, an die Memoiren der echten Agathe von Trapp. Bereits 1956 und 1958 wurden die Heimatfilme „Die Trapp-Familie“ sowie „Die Trapp-Familie in Amerika“ inszeniert und erfreuten sich damals großer Beliebtheit. Das Musical „The Sound of Music“ und der gleichnamige Spielfilm des Jahres 1965 fasziniert noch heute Zuschauer überall auf der Welt und verwandelte Salzburg in eine Pilgerstätte für Begeisterte. Julie Andrews und Christopher Plummer spielten darin das Paar Maria und Georg, die nun von Matthew MacFayden und Yvonne Catterfeld dargestellt werden.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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    Agathe von Trapp ist erst acht Jahre alt, als ihre Mutter stirbt. Als älteste von insgesamt sieben Geschwistern ist es von nun an ganz selbstverständlich für sie, den Haushalt in der Familienresidenz bei Salzburg zu führen. Umso stärker fühlt sich Agathe getroffen, als die neue Kinderschwester Maria ins Haus kommt. Nach kurzer Zeit beschließt ihr Vater, Maria zu heiraten - für Agathe bricht eine Welt zusammen. Alle anderen scheinen Maria jedoch ins Herz zu schließen. Die junge Frau schafft es sogar, alle Geschwister zum Singen zu versammeln. Alle bis auf Agathe. Denn sie hat sich nach dem Tod der Mutter geschworen, nie mehr auch nur eine Note zu singen. Als im Jahr 1938 die Bedrohung durch die Nationalsozialisten immer größer wird, beschließt die Familie, in die USA auszuwandern. Und wird dort zu einer Legende. Regisseur Ben Verbong erzählt die Geschichte der musikalischen Trapp-Familie, die noch heute in den USA kultig verehrt wird und wählt dabei das Genre des Heimatfilms. Als Vorlage dienten die Memoiren der ältesten Tochter Agathe von Trapp. Die Musik und die Verbundenheit innerhalb der Familie spielen zwar weiterhin eine große Rolle - doch der emotionale Schwerpunkt liegt auf den Problemen und Gefühlen der jungen Frau, die ihren Platz im Leben noch suchen muss. Eliza Bennett spielt Agathe bezaubernd charmant und doch bestimmt, an ihrer Seite überzeugen Matthew McFayden als strenges und doch liebevolles Familienoberhaupt sowie Yvonne Catterfeld als Kinderschwester Maria, die der trauernden Familie neue Kraft und Hoffnung geben kann. Ganz konsequent setzt DIE TRAPP FAMILIE - EIN LEBEN FÜR DIE MUSIK auf große melodramatische Gefühle, wunderschöne Alpenpanoramen und liebevoll abgestimmte Ausstattung. Eine respektvolle Verbeugung vor der wahren Geschichte. Und festlich gestimmte Unterhaltung für die ganze Familie.

    Jurybegründung:

    Nachdem die Geschichte der österreichischen Familie von Trapp bereits mehrfach künstlerisch, auch filmisch, verarbeitet wurde, liegt nun eine aktuelle Variante vor, die vom Regisseur über die Drehbuchautoren bis hin zu den Darstellern in einem internationalen Ensemble realisiert wurde. Sie weist zwei Besonderheiten auf. Zum einen basiert sie auf der Autobiographie der Agathe von Trapp und zum anderen ist sie mit ihrer Rahmenhandlung als Weihnachtsfilm angelegt. Ersteres trägt zu dessen subjektiver Wahrheit bei und bereichert den Film inhaltlich, Letzteres wirkt in den Augen der Jury partiell ein wenig aufgesetzt.
    Der Film brilliert durch seine Ausstattungsqualität und Musik, wozu auch wesentlich beiträgt, dass er an Originalschauplätzen in und um Salzburg gedreht wurde. Die Vergangenheitshandlung, die mit der Flucht vor den Nazis in letzter Minute endet, ist in sich geschlossen und gewährt dem Zuschauer Einblicke in das Schicksal einer musikalisch geprägten Familie, die der der alten österreichischen Monarchiewelt verhaftet ist und nur mühsam die Zeichen der gravierenden historischen Veränderungen erkennt. Hier empfand die Jury als besonders gelungen, dass die Darsteller von wichtigen Nebenfiguren wie der Fahrer Konrad oder Sigi, der Enkel der Haushälterin, durch ihre schauspielerischen Leistungen überzeugten. Weniger positiv wurden dagegen die Leistungen einiger Darsteller von Mitgliedern der Familie von Trapp gewertet. Dagegen bereicherte die musikalische Qualität des Filmes zusätzlich, dass für die Interpretation der Lotte Lehmann der Opernstar Annette Dasch gewonnen werden konnte.
    Der Film bekommt in diesen Tagen eine sicher in der Entstehung unbeabsichtigte zusätzliche Aktualität dadurch, dass sich eine Familie mit neun Kindern auf die Flucht in eine ganz neue, fremde Umgebung begeben muss, um ihr Leben zu retten. Deren filmische Realisierung erschien der Jury allerdings an manchen Stellen als etwas zu einfach.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Gefühlvolles, geradlinig erzähltes Drama über die Trapp-Familie, das sich auf die Beziehung von Agathe zu ihrem Vater konzentriert.

    Die Geschichte der Familie Trapp, die bereits mehrfach verfilmt wurde und vor allem durch das Hit-Musical “The Sound of Music” weltberühmt wurde, erzählt der vielseitige und mit den “Sams”-Filmen erfolgreiche Regisseur Ben Verbong als klassisches und gefühlvolles Familiendrama. Der Fokus liegt auf der Beziehung der jungen Agathe zu ihrem Vater und der Stiefmutter und weniger auf der Ausmalung der musikalischen Karriere. Lieder aus dem Repertoire der singenden Familie spielen trotzdem eine große Rolle und werden u.a. beim Familienweihnachten dargeboten. Eingebettet ist die lose auf den Memoiren von Agathe von Trapp basierende Story in eine zeitgenössischen Rahmenhandlung, die auch das jüngere Publikum abholen soll. Neben der Enwicklung der jungen Agathe (charmant und frisch gespielt von Eliza Bennett) vom von Trauer über den Tod der Mutter überwältigten Mädchen, das Lebensmut schöpft, indem es sich um ihren Vater (Matthew Macfadyen aus “Ripper Street” und “Die drei Musketiere”) und ihre jüngeren Geschwister kümmert zur jungen Frau, die ihre Liebe zum Singen wiederentdeckt und schließlich auch ihre Stiefmutter Maria (Yvonne Catterfeld) zu akzeptieren lernt, wird auch Zeitgeschichte thematisiert. So engagiert sich Agathes Jugendfreund (Johannes Nussbaum) gegen die Nazis, während der Fahrer (Cornelius Obonya) der Trapps Anhänger ist und zur ernsthaften Bedrohung wird. Der Entschluss, nach Amerika auszuwandern und mit Konzerten den Lebensunterhalt zu betreiten, steht am Ende des quasi als Prequel zur Erfolgsgeschichte fungierenden Filmes. hai.

Darsteller und Crew

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