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„The LEGO Batman Movie“ – die Kritik

Auch in der Welt von LEGO ist Batman ein mächtiger Held. Nur dass seine Abenteuer hier eher tödlich witzig als tödlich spannend sind.

In Gotham City ist der Ausnahmezustand längst Normalität: Irgendwelche Superschurken versuchen bekanntlich immer, die Stadt ins Unglück zu reißen. Aber da gibt es ja Batman – den dunklen Wächter unter den Superhelden im knallbunten LEGO-Land. Er ist zur Stelle, wenn‘s hart auf hart geht. Mächtig, effektiv, furchteinflößend – und stets allein.

Hier in der LEGO-Version des Superhelden-Universums, schützt Batman seine Heimat im Solo-Mode. Na gut: Da gibt es natürlich seinen treuen Butler Alfred. Aber letzten Endes ist der wahre Superheld allein. Findet jedenfalls der geflügelte Rächer, dessen Geisteszustand längst eine äußerst trübe Mixtur aus Bindungsängsten und sonstigen emotionalen Verkrustungen jeglicher Art darstellt.

Eine Klasse für sich

Auch sein ewiger Gegenspieler, der gefürchtete Joker – gesprochen von Youtube-Superstar Gronkh – hat so seine Probleme. Das größte davon: natürlich Erzfeind Batman. Gegen den kann selbst er letztlich nicht anstinken. Zumindest bis er einen wahrhaft finsteren Plan schmiedet. Und dieser bringt den dunklen Rächer in Schwierigkeiten, die nicht einmal er alleine meistern kann. Nur gut, dass gerade neue Menschen Einzug in sein selbstgewählt tristes Leben gefunden haben – auch, wenn er diese soziale Bereicherung nicht gerade aktiv gesucht hat.

Doch letzte Endes macht auch vor ihm die altbekannte Erkenntnis nicht halt, dass kein Mensch eine Insel ist – und speziell der Kampf gegen einen so gerissenen Superschurken wie den Joker nur dann Aussicht auf Erfolg hat, wenn man tatkräftige Helden und Freunde an seiner Seite weiß. Selbst auf die Gefahr hin, dass sowas nachhaltigen Einfluss auf die eigene Gefühlslage mit sich bringen könnte.

Keine Chance im Solo-Mode

Zugegeben: „Nur mit Freunden kommt man gut durchs Leben“, ist jetzt nicht unbedingt eine tiefe Erkenntnis. Aber um solche geht es auch nicht im stilistischen Nachfolger des Riesenerfolges „The LEGO Movie“, der 2014 die kultigen Plastik-Klötzchen erstmals im Kino zum Tanzen brachte – und in dem die Hartplastik-Variante des dunklen Rächers ihren ersten Auftritt hatte. Es geht um Spaß. Dazu um mächtig Action der konstruktiven Art auf der Leinwand. Und in dieser Beziehung kann das neueste Werk aus dem Paradies der großen und kleinen Konstrukteure im Vergleich zum Vorgänger sogar noch eine ordentliche Schippe drauflegen.

Jenseits der tausend witzigen Möglichkeiten, die eine so zerbrechliche wie wandelbare LEGO-Welt dramaturgisch bietet, nimmt sich „The LEGO Batman Movie“ dazu die ganze Zeit prachtvoll selbst auf die Schippe – oder doch zumindest seinen Star, der jedes erdenkliche Superhelden-Klischee treffsicher um die Fledermausohren geschlagen bekommt.

Himmel der Nerds

Ein weitere Reiz, der den Film auch für Nerds, Geeks und Fans außerhalb der LEGOsphäre extrem attraktiv macht, sind die unendlichen witzigen und liebevoll eingebauten Anspielungen und Referenzen aus der Welt der Comics, Fantasy und gesamten Pop-Kultur, die Regisseur Chris McKay im Minutentakt über den Bildschirm rauschen lässt.

Kurz gesagt: Wer schon „The LEGO Movie“ gemocht hat, wird „The LEGO Batman Movie“ lieben. Auch, wenn man auf eine rasant geschnittene Achterbahnfahrt durch eine sich ständig verändernde Welt gefasst sein muss, die das Erlebnis für ungeübte – oder gar ältere – Augen durchaus anstrengend machen kann.

Der Trailer zu „The LEGO Batman Movie“

 

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