The Dark Knight (2008)

The Dark Knight Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (1)
  1. Ø 4.5

Filmhandlung und Hintergrund

The Dark Knight: Nach dem Reboot des Franchise mit "Batman Begins" bekommt es Batman unter der Regie von Christopher Nolan erneut mit dem Joker zu tun.

Die düsteren Straßen von Gotham City wurden lange Zeit von Kriminalität und Gewalt beherrscht, doch seitdem Batman (Christian Bale) vor etwa einem Jahr seinen Feldzug gegen das organisierte Verbrechen begonnen hat, ist es mittlerweile deutlich ruhiger geworden. Gerade hat der neue Staatsanwalt, Harvey Dent (Aaron Eckhart), seine Arbeit aufgenommen und bekämpft das Verbrechen mit eiserner Hand. In Zusammenarbeit mit Lieutenant Jim Gordon (Gary Oldman) plant er den entscheidenden Schlag, um die kriminelle Unterwelt von Gotham endgültig zu zerschlagen, doch ein neuer Widersacher (Heath Ledger), der neu in der Stadt ist und sich selbst als der „Joker“ bezeichnet, könnte ihnen einen Strich durch die Rechnung machen. Der grotesk geschminkte Clown vereint Genie und Wahnsinn in einer Person und ist eine unberechenbare Bedrohung, die den dunklen Ritter vor seine bisher größte Herausforderung stellt. Nachdem der Joker bei einem meisterhaft ausgeführten Banküberfall fast das gesamte Vermögen der Mafia erbeutet, überzieht er die Stadt mit Chaos und Terror.

„The Dark Knight“ ist der zweite Teil der Batman-Trilogie von Christopher Nolan („Inception“, „Interstellar“) und der Nachfolger von „Batman Begins“. Christian Bale spielt erneut die Rolle von Bruce Wayne alias Batman und wird dabei von Neuzugängen wie Heath Ledger in der Rolle des Jokers und Aaron Eckhart als Staatsanwalt Harvey Dent unterstützt. Auch Gary Oldman, Michael Caine und Morgan Freeman kehren in ihre Rollen aus Teil 1 zurück. Heath Ledger ist kurz nach Abschluss der Dreharbeiten von „The Dark Knight“ verstorben und wurde für seine Darstellung posthum mit dem Oscar ausgezeichnet. Seine Arbeit an „Das Kabinett des Doktor Parnassus“ blieb daher unvollendet. Um den Film dennoch fertigzustellen, veränderte Regisseur Terry Gilliam das Drehbuch und Colin Farrell, Johnny Depp und Jude Law übernahmen die Rolle ihres verstorbenen Freundes.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Bitter, tragisch und zum Bersten spannend: Mit diesem Geniestreich verlieren die Comicverfilmungen endlich ihre Unschuld.
  • Nachdem er Warners Parade-Franchise vor drei Jahren mit “Batman Begins” erfolgreich wieder auf Null gestellt hatte, ist der zweite Ausflug des Briten Christopher Nolan in die Welt des Dunklen Rächers a) eine der brillantesten Comic-Verfilmungen überhaupt, b) eine dem Vorgänger in allen Belangen überlegene Fortsetzung, c) ein überragend geplottetes und gespieltes Unterwelt-Epos, d) eine im Rahmen einer Batman-Geschichte verankerte Bestandsaufnahme, wie die beständige Angst vor Terror eine ganze Gesellschaft verändert, und e) ein Meisterwerk.

    Jetzt wissen wir’s: “Batman Begins” war nur die Ouvertüre, eine Absichtserklärung, die berühmte Comicfigur von DC Comics in Form einer Rhapsodie in Pechschwarz mit neuem Leben zu füllen. Ernst sollte man ihn wieder nehmen können, diesen Bruce Wayne, den Joel Schumacher zuletzt mit Gumminippeln und Schrittschutz zur Witzfigur degradiert hatte. Das ist Nolan mit Hilfe seines Hauptdarsteller Christian Bale gelungen, auch wenn man sich bisweilen fühlte, als befände man sich in der düstersten Therapiesession der Filmgeschichte. Rückblickend ergibt der psychoanalytische Ansatz allerdings durchaus nachhaltigen Sinn, denn er erweist sich als grundsolide Basis für die Fortsetzung, die ihren Titel – “Dark Knight”, also “Dunkler Ritter” – wie ein Ehrenabzeichen trägt: ein Film, ebenso grimmig und düster wie der Vorgänger, aber lebendiger und dringlicher und wahrhaftiger, ohne den sauertöpfischen Ton, der einem den Spaß an “Batman Begins” bisweilen verleidete. Für Christopher Nolan ist die packende Konfrontation Batmans mit einem schier unbesiegbaren Gegner der lange erhoffte Befreiungsschlag. Nichts wirkt eitel oder selbstgefällig, die deutlich erkennbare größere Ambition, das Bedürfnis, innerhalb dieser klar definierten Welt etwas zu erzählen, was ihm am Herzen liegt, hat zwangsweise Nolans Sinne geschärft: Für Mätzchen ist kein Platz in diesem aufregenden Epos. Eingebettet in ein unverkennbar im Comic-Universum Batmans verankertes Abenteuer, will Nolan nicht nur unterhalten, sondern auch ein relevantes Statement abgeben, was die Jahre nach 9/11 mit der ständigen Bedrohung durch Terrorakte aus der Gesellschaft gemacht haben. Und doch ist alles dem komplizierten Plot untergeordnet, in dem Batman sich bereitwillig einreiht in ein Quintett gleichberechtigter Hauptfiguren, deren Entscheidungen jeweils unmittelbar Konsequenzen für das Schicksal der anderen haben.

    Es kann eben nichts einfach sein, wenn man es mit einem Gegenspieler wie dem Joker zu tun bekommt, über dessen Späße nur er selbst lachen kann: Heath Ledger spielt ihn beängstigend in einer jetzt schon legendären Performance, mit weiß verschmiertem Gesicht, schmierigen Haaren und einer Zunge, die unentwegt nervös über den vernarbten Mund fährt. Von der Unterwelt Gothams engagiert, um dem Batman die Stirn zu bieten, ist der Witzbold der ultimative Nihilist, der Feind, dem man nicht weh tun kann, weil ihm nichts wichtig ist sieht man vom Herbeiführen des totalen Chaos einmal ab. Seine Präsenz hinterlässt ihre Spuren nicht nur im Leben von Batmans Alter ego Bruce Wayne, sondern auch bei dessen Verflossener, der Journalistin Rachel (Maggie Gyllenhaal ersetzte Katie Holmes, die man keine Sekunde vermisst), die mit dem neuen Bezirksstaatsanwalt Harvey Dent liiert ist, und Batmans engstem Vertrauten, Lt. Jim Gordon.

    Je wahnwitziger die Taten des Jokers werden, desto stärker arbeitet Nolan seine Themen heraus: Um die Unmöglichkeit des Heldentums in unserer Welt geht es, um Verantwortung, um Integrität, und immer wieder um Entscheidungen, die hier auch schmerzhaft tödliche Folgen haben: Wie kann man dem eigenen Wertesystem treu bleiben, wenn man einem Gegner beikommen will, dem nichts heilig ist, fragt der Film. Seine Antworten sind explosiv und dramatisch, eingebettet in Actionszenen, die andere Regisseure vielleicht noch besser hinbekommen könnten. Beklagen muss man sich dennoch nicht: “Dark Knight” steht und fällt nicht mit seiner Action, sondern mit einer Story, die fesselt, weil einem hier bewusst wird, dass sich Gut und Böse in einer komplexen Welt nicht so einfach unterscheiden lassen: Wer heute noch Held ist, kann morgen schon Monster sein. Christopher Nolans Film spielt diese Überlegung in allen denkbaren Schattierungen durch und steht am Ende da mit einem Film, der sich einfachen Lösungen verweigert und trotzdem das Zeug zum Blockbuster hat. Weil es aufregender einfach nicht geht. ts.

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