Spectre (2015)

Spectre Poster
Userwertung (812)
  1. Ø 3.6
Kritikerwertung (6)
  1. Ø 2.9

Filmhandlung und Hintergrund

Spectre: Ganz auf Drama, Figureninteraktion und Ernsthaftigkeit getrimmtes Bond-Abenteuer, in dem die Doppelnull eine übermächtige Terrororganisation zu enttarnen versucht.

James Bond (Daniel Craig) erhält eine rätselhafte Nachricht, die anscheinend etwas mit seiner eigenen Vergangenheit zu tun hat. Bei seiner Suche nach den Hintergründen der Nachricht stößt er auf die geheimnisvolle Organisation namens „Spectre“. In der Zwischenzeit sieht sich der neue M, Gareth Mallory (Ralph Fiennes) in London mit Problemen anderer Art konfrontiert. Die britische Regierung hinterfragt den Sinn des MI6, da es in der Vergangenheit zu einigen Vorfällen gekommen ist, die den Geheimdienst nun in ihrer Summe in einem schlechten Licht erscheinen lassen. M, der Chef des MI6, versucht in der Folge, seine Organisation zu verteidigen und am Leben zu halten, aber besonders der Chef des Centre for National Security, Max Denbigh (Andrew Scott) erweist sich in dieser Hinsicht als durchhaltungsfähiger Widersacher. Derweil muss Bond bei seinem Bestreben, dass Netz der Verschwörung um Spectre aufzudecken, ungewohnte Wege gehen. Dr. Madeleine Swann (Léa Seydoux), die Tochter seines früheren Feindes Mr. White (Jesper Christensen), könnte sich nämlich als Schlüssel erweisen, um das Rätsel zu lösen. Dafür muss er sie jedoch zuerst beschützen, denn der mächtige Feind hat es auch auf sie abgesehen. Während Bond tiefer und tiefer in diesem undurchsichtigen Morast wühlt, den Spectre und dessen Anführer Franz Oberhauser (Christoph Waltz) umgibt, droht der Agent auf eine Wahrheit zu stoßen, die seine eigene Geschichte zu Tage fördert. „James Bond 007 – Spectre“ ist nach „James Bond 007 – Casino Royale“, „James Bond 007 – Ein Quantum Trost“ und „James Bond 007 – Skyfall“ der vierte Einsatz für Daniel Craig als Spion im Auftrag ihrer Majestät. Für Regisseur Sam Mendes ist es nach „Skyfall“ der zweite Bond-Film, ebenso wie für Ralph Fiennes als M, Ben Wishaw als Q und Naomie Harris als Ms. Moneypenny. Die klassischen Bondgirls werden diesmal von Lèa Seydoux und Monica Bellucci dargestellt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Videokritik anzeigen
  • Der längste und wohl teuerste Bond-Film aller Zeiten verlinkt Vergangenes und öffnet sich als seriöses Actiondrama einer vielleicht veränderten Zukunft.

    Dass sich die britische Doppelnull in der bisherigen Tradition überlebt zu haben scheint, damit spielen die Drehbuchautoren erneut auch thematisch und beenden den mit Daniel Craig eingeschlagenen Weg einer Neupositionierung mit einem noch ausgeprägteren Fokus auf Drama und Charaktere. Als Actionspektakel hat Bond mit “Bourne”, “Mission: Impossible” und diversen Comic-Epen längst mächtige Konkurrenz bekommen, doch der Remix des Franchises als ernsthaftes Agentenentertainment mit dosierter Action bringt auch mit “Spectre” einen großkalibrigen Event mit globaler Durchschlagskraft hervor.

    Der grandiose Prolog, in dem eine monumentale Totenprozession in Mexiko zur Kulisse für die Verhinderung eines Terroranschlags wird, ist ein frühes Highlight des Films. Hier beginnt die inhaltliche Verlinkung mit den vergangenen Abenteuern im Craig-Universum, die Bond mit einer Schnitzeljagd über Rom, Österreich, Nordafrika und schließlich England auf die Spuren der titelgebenden Organisation führt, die für seine Tour der Leiden in den letzten neun Jahren verantwortlich zeichnet. Deren von Christoph Waltz im gewohnten diabolisch-höflichen Psychopathenmodus gespielter Anführer ist 007 immer einen Schritt voraus, der durch eine Umstrukturierung der Geheimdienste obsolet zu werden droht, isoliert ist und auf die Hilfe von Figuren bauen muss, die im Vorgänger eingeführt oder neu besetzt wurden. M, Moneypenny und Q gehören nun zum geheimen, anfangs widerwillig verschwörerischen Rebellenteam Bonds – wie auch die mysteriöse Madeleine Swann (Léa Seydoux), die mehrfach von Bond gerettet werden muss und ihn dafür erstmals wieder Liebe erleben lässt.

    Ein klassisches Bondgirl, das auch austeilen kann, fehlt noch immer, dafür aber bietet Ex-Wrestler Dave Bautista als prügelnde Wand einen glaubwürdig gefährlichen Gegner. Seine Figur gehört zu den zahlreichen Querverweisen auf die Bondhistorie, deren platten Oneliner-Humor “Spectre” fast völlig den Rücken gekehrt hat. Neue Maßstäbe in Actionkompetenz setzt der visuell und tonal sehr elegante Bond 24 vielleicht nicht, der sich im Erzähltempo mitunter an Louis Armstrongs “We have all the time in the world” zu orientieren scheint. Aber im Craig-Universum weiß dieses intime Spektakel nach dem Fixstern “Casino Royale” durchaus zu leuchten – und zumindest in den Augen dieses Betrachters heller als der Megahit “Skyfall“. kob.
  • Diese Riesentüte voller Bond ist ein Kinospektakel, dass trotz Überlange wenig Längen aufweist. Bondfans werden "Spectre" lieben, für Neueinsteiger oder Gelegenheitszuschauer empfiehlt es sich allerdings, bei "Casino Royale" anzufangen, und sich über ein "Quantum Trost" und "Skyfall" vorzuarbeiten.  
  • Die Geheimhaltung, bevor ein neuer James Bond 007 Film in die Kinos kommt, gleicht der während der Einsätze des Agenten. Obwohl die Zutaten immer dieselben sind, fragen wir uns, wer den Bond Bösewicht oder die Bond Girls diesmal spielt? Gibt es neue Bond Gadgets und wer führt Regie? Seit neuestem ist die Wahl des Bond Regisseurs gar nicht mehr nebensächlich. Spectre wurde wieder von Sam Mendes inszeniert, was die Erwartungshaltung sehr hoch ansetzt. Mendes hat Altes frisch aufpoliert und das Bond Thema mit seiner eigenen Handschrift versehen. Der Auftrag kommt von der im vorigen Bond verstorbenen M (Judi Dench). Er ist eng verbunden mit der persönlichen Geschichte Bonds. Wieder einmal wird Bond suspendiert, weil er einige Zerstörungen in Mexico City auf dem Gewissen hat. Auf eigene Faust reist er nach Rom auf der Jagd nach einem Attentäter und trifft dessen Witwe (Monica Bellucci). In Österreich wiederum wird er konfrontiert mit der Tochter seines ehemaligen Widersachers Dr. Madeleine Swann (Lea Seydoux). Hier folgt Spectre der Tendenz des letzten Bonds, denn Swann ist mehr Gefährtin als Bond Girl (trotz luftigen Abendkleides). Bond wagt sogar ein nicht nur persönliches Risiko, sondern eines, dass der gesamten Serie schaden könnte: Er verliebt sich... Das wundert umso sehr, da Daniel Craig seinen Bond so vorstellt, als ob er allerhöchstens einen Martini lieben könnte. Man könnte nun Vergleiche anstellen, dass Craig immerhin ein echter Schauspieler sei und der Figur mehr Leben einhauchen würde als seine Vorgänger. Dabei sind wir aber mittendrin im Dilemma, dass es mittlerweile mehr Spass macht, Bond zu vergleichen und analysieren, als ihn zu sehen. mehr auf cinegeek.de
  • Eins wird schön illustriert: Wie man Potenzial verschwenden kann.
  • „Die Hauptsache ist, dass man weiß, worüber man schreibt, und nie sein Publikum unterschätzt.“ Das sagte der Autor Ian Fleming ( * 28. Mai 1908 in London; † 12. August 1964), der Erfinder des James Bond. Und er wusste genau, worüber er schrieb.
    Arbeitete er doch selber als Spion für England, und vermarktete seine Erlebnisse während des Zweiten Weltkrieges in seiner Romanfigur James Bond. Fleming verfasste bis zu seinem Tod zwölf Bond-Romane und neun Kurzgeschichten, die in 23 Sprachen übersetzt wurden.
    Nachdem alle Bond-Romane Flemings verfilmt oder zumindest Teile oder der Titel übernommen worden waren, schrieben andere Autoren die Vorlagen für die Drehbücher. Von verschiedenen Schriftstellern existieren zudem weitere Romane zur Figur.
    Seit 1962, dem ersten James Bond (Dr. No) ist es jetzt der vierundzwanzigste Film dieser erfolgreichsten Filmserie. Der neue Bond schließt fast an den 23zigsten „Skyfall“ an. Ohne allerdings die Dynamik zu erreichen.
    Eine mysteriöse Nachricht aus der Vergangenheit schickt James Bond (DANIEL CRAIG) ohne Befugnis auf eine Mission nach Mexico City und schließlich nach Rom, wo er Lucia Sciarra (MONICA BELLUCCI) trifft. Sie ist die schöne und unantastbare Witwe eines berühmt-berüchtigten Kriminellen.
    Bond unterwandert ein geheimes Treffen und deckt die Existenz der zwielichtigen Organisation auf, die man unter dem Namen SPECTRE kennt. Derweil stellt der neue Chef des Centre for National Security Max Denbigh (ANDREW SCOTT) in London Bonds Tätigkeit infrage und ebenso die Relevanz des MI6 unter der Führung von M (RALPH FIENNES).
    Heimlich bittet Bond Moneypenny (NAOMIE HARRIS) und Q (BEN WISHAW), ihm dabei zu helfen, Madeleine Swann (LEA SEYDOUX) aufzuspüren. Sie ist die Tochter seiner alten Nemesis Mr. White (JESPER CHRISTENSEN) und wahrscheinlich die einzige Person, die im Besitz eines Hinweises ist, mit dem sich das undurchdringbare Netz um SPECTRE entwirren lässt.
    Als Tochter eines Killers ist sie außerdem dazu in der Lage, Bond wirklich zu verstehen. Etwas, das die meisten anderen Menschen nicht können. Während Bond immer tiefer in das Herz von SPECTRE vordringt, findet er heraus, dass es eine überraschende Verbindung gibt, zwischen ihm selbst und dem Feind, den er sucht, gespielt von CHRISTOPH WALTZ.
    Wie bei Bond üblich ist die Openersequenz schon reichlich Augenfutter. Bond zerlegt gleich einmal wieder halbe Stadtteile und bekämpft in einem harten Ritt, in einem Hubschrauber, den ersten Bösewicht der ein Stadion in die Luft jagen will. Der restliche Film verliert dann aber reichlich an Spannung.
    Die üblichen Autojagden und Verfolgungsszenen hat man in letzter Zeit schon in anderen Filmen besser gesehen. Auch der sonst so ironisch coole britische Humor kommt zu kurz, dafür legt der Film mit seiner Länge kräftig zu.
    148 Minuten – zwar ein Muss für Bondianer, aber insgesamt doch kein Volltreffer.
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