Skyfall (2012)

Nicht mehr im Kino.
Userwertung (6)
  1. Ø 4.5
Kritikerwertung (1)
  1. Ø 3.5

Filmhandlung und Hintergrund

Skyfall: James Bond muss den kompletten MI-6 samt Chefin M verteidigen. Daniel Craigs dritter 007-Auftritt bringt Tüftler Q zurück, dazu britischen Humor und Selbstironie!

Der britische Geheimdienst, der MI6, ist in arger Bedrängnis: Von den schwer-bewachten Festplatten der MI6-Computer wurde die Liste mit den Namen aller Undercover-Agenten, die die verschiedensten Terror-Organisationen untergraben haben, gestohlen. Der Geheimagent James Bond (Daniel Craig) wird auf die Wiederbeschaffung der Daten angesetzt und macht, nach einigen Rückschlägen, den Dieb schließlich in Shanghai ausfindig. Dass dieser jedoch nur die Spitze des Eisbergs war, merkt Bond schnell, als ihm die mysteriöse Sévérine (Bérénice Marlohe) von ihrem Auftraggeber erzählt. Gemeinsam begeben sich die beiden auf eine verlassene Insel, wo sie schließlich auf Raoul Silva (Javier Bardem) treffen. Dieser offenbart seine wahren Pläne und bringt damit besonders das Oberhaupt des MI6, M (Judi Dench), in Bedrängnis. Bond muss schnell handeln  und sich entscheiden, welche Leben es zu schützen gilt. Nach “Casino Royale” und “Ein Quantum Trost” schlüpfte Daniel Craig zum dritten Mal in die Rolle des wohl berühmtesten Geheimagenten der Filmgeschichte. Obwohl er einst aussagte, danach keinen weiteren Auftritt als James Bond haben zu wollen, unterschrieb er Ende 2012 doch nochmal für zwei weitere Bond-Filme. Die Rolle des Bösewichts Raoul Silva ging nicht von ungefähr an Javier Bardem. Der Oscar-ausgezeichnete Spanier war selbst einmal für die Rolle des James Bond im Gespräch, lehnte aber selbst das Angebot ab. Für den Bond-typischen Titelsong sorgte die Sängerin Adele, die mit dem Tonus von “Skyfall” an die alten Lieder anknüpfen wollte. Für den Song wurde sie 2013 mit dem Oscar ausgezeichnet. Regisseur Sam Mendes, der mit “James Bond 007: Skyfall” seinen ersten Bond-Film drehte, wurde für den Nachfolger \”Spectre\” wieder verpflichtet.

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

So werten die User Ø
(6)
5
 
5 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
1 Stimme
1
 
0 Stimmen
So werten die Kritiker (1 Stimmen)
5
 
0 Stimmen
4
 
1 Stimme
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

    Ein reifer Bond-Film, ein fast andächtiges Jubiläum: Dank Skyfall ist es um die Craig-Ära nun wahrlich gut bestellt.
  • Nach mehrjähriger Zwangspause markiert James Bond giftig und kämpferisch sein angestammtes Entertainmentrevier.

    Manche hatten den öffentlichsten Geheimagenten der Welt wieder einmal schon für tot erklärt, als das finanzielle Drama um MGM die Produktion von “Skyfall” verzögerte. Doch in der Wiederauferstehung liegt seine Generalkompetenz, wie Bond selbst in seinem 23. Abenteuer bemerkt, das das Alte mit dem Neuen zu harmonisieren versucht. Der Titel beschreibt Bonds größten Absturz, der ihn zu Beginn näher als je zuvor den Hauch des Todes spüren lässt. Aber er steht auch für eine Rückkehr zu seinen biografischen Wurzeln, die in Schottland für ein explosives Finale sorgt.

    Im gut 15-minütigen Prolog liefert sich die Doppelnull eine dynamische Verfolgungsjagd durch die Straßen und über die Dächer Istanbuls, bis diese auf einem rasenden, eine gewaltige Brücke querenden Zug dramatisch endet. Eine Kugel seiner noch unerfahrenen Kollegin Eve (Naomie Harris) fegt Bond vom Dach des Zugs in die Tiefe, während der Mann, den er verfolgte, entkommen kann. Bonds tiefster Fall ist dabei keine Finte, die einen Gegner im Hintergrund täuschen soll, sondern der vom kompletten Geheimdienst wahrgenommene tragische Kollateralschaden eines Feuerbefehls von M. Die Entscheidungen der Geheimdienstchefin treiben nicht nur Bond in den Tod, dem die vergleichsweise nüchtern präsentierte Wiederauferstehung im Bett einer Unbekannten folgt, sondern auch den mysteriösen Silva (Javier Bardem) an, der Rache am MI 6 und M nehmen will.

    Einfacher als in den Vorgängerfilmen ist der Plot angelegt, bei dem es augenscheinlich um Terrorismus, tatsächlich aber um das Verhältnis zwischen Bond und M und angesichts deren Bedrohung um aktiven “Mutterschutz” geht. Die Dialoge sind smart, knackig und nur selten von Onlinerzwang getrübt. Hier zeigt sich am deutlichsten der Theaterhintergrund von Regisseur Sam Mendes (“American Beauty”) und Ko-Autor John Logan. In den Actionsequenzen unterstreicht “Skyfall” seinen Anspruch, die Bodenhaftung nicht zu verlieren, auch wenn gerade der Freiflug der Imagination Bond bisher ausmachte. Das Fantastische, das Verspielte, bleibt weitgehend ausgeblendet, das Erotische auch, selbst wenn sich Bond mit Eve die feurigsten Flirtduelle liefert. Auch das Exotische wirkt reduziert, wenn sich der Film auf seinen Zentralschauplatz London fokussiert. Nichtsdestotrotz ist “Skyfall” dank Kameramann Roger Deakins einer der bestfotografierten Bondmissionen überhaupt und steht angesichts erwarteter Zuschauermillionen gleichermaßen für Franchisekonsolidierung wie auch – in der Figurenkonstellation – für einen Neuanfang. kob.

Darsteller und Crew

News und Stories

Videos und Bilder

Kommentare