Im Zeichen der Libelle (2002)

Originaltitel: Dragonfly
Im Zeichen der Libelle Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Im Zeichen der Libelle: Übernatürlicher Thriller über einen Doktor, der davon überzeugt ist, dass seine verstorbene Frau aus dem Jenseits Kontakt zu ihm aufnehmen will.

Seit Dr. Darrows (Kevin Costner) Frau Emily (Susanna Thompson) gestorben ist, häufen sich seltsame Zeichen und scheinbar unerklärliche Vorgänge in seiner Umgebung – übernatürliches Treiben oder schleichender Wahnsinn?

Liebe, die über den Tod hinausgeht, ist das morbid-schöne Thema dieser romantischen Love-Story-Antwort auf “The Sixth Sense” von “Patch Adams”-Regisseur Tom Shadyac.

Nach dem Tod seiner Frau Emily im venezolanischen Dschungel kommt Dr. Joe Darrow nicht mehr auf die Beine. Emily war Zeit ihres Lebens fasziniert von Libellen – und nun tauchen immer wieder Dinge in Joes Leben auf, die mit Libellen zu tun haben. Immer mehr verstärkt sich für Joe der Eindruck, Emily könne aus dem Jenseits Kontakt mit ihm aufnehmen wollen. Oder dreht er einfach nur durch?

Als Dr. Joe Darrow, abgebrühter Chef der Notaufnahme des Chicago Memorial Hospital, seine geliebte Frau Emily bei einem humanitären Einsatz in Venezuela verliert, verfällt der ansonsten von Pragmatik durchdrungene Mediziner tiefen Depressionen. Der innere Abschied von Emily gelingt dem verbitterten Arzt umso weniger, als sich in seinem Umfeld die Anzeichen häufen, dass die so schmerzlich Vermisste versucht, via geheimnisvoller Zeichen, jugendlicher Medien und verschlungener Symbole mit ihm in Kontakt zu treten…

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Kritikerrezensionen

  • Kevin Costner scheint sein Rollenfach gefunden zu haben, das des trauernden Witwers. Versuchte er in “Message in a Bottle” noch via Flaschenpost mit der verstorbenen Gattin Kontakt aufzunehmen, schickt nun “Im Zeichen der Libelle” die verunglückte Ehefrau ihrerseits verschlüsselte Nachrichten aus dem Jenseits. Wie “Postman” Costner diese Zeichen allmählich dechiffriert, davon erzählt Tom Shadyac in seinem routiniert inszenierten Mystery-Thriller, der auffällige Parallelen zu Mark Pellingtons “The Mothman Prophecies” aufweist.

    Nach zweijähriger Leinwandabstinenz, Kevin Costner war zuletzt im Part des Präsidentenberaters in “Thirteen Days” zu sehen, versucht der mit “Waterworld” gestrandete Superstar nun als Arzt an den Ruhm früherer Tage anzuknüpfen. Von Beruf wegen nur auf Fakten vertrauend, sieht sich der Hyper-Realist plötzlich mit der Frage konfrontiert, ob nicht doch Kräfte existieren, die jenseits allem Messbaren liegen. Krebskranke Kinder, die merkwürdige, bedeutungsschwangere Strichmännchen zu Papier bringen, dienen ihm als Mittler zwischen den Lebenden und den Toten und lehren ihn gleichzeitig eine positive Sicht der Dinge.

    Doch von Anfang an: Regisseur Tom Shadyac, dank Komödienhits wie “Der verrückte Professor” oder der haarsträubenden Tierdetektiv-Story “Ace Ventura” in Hollywood ein wohlgelittener Mann, versucht sich hier an einem Mystery-Thriller, der ganz offensichtlich an jüngeren, erfolgreichen Vertreter dieses Genres wie “The Sixth Sense” und “Unbreakable – Unzerbrechlich” angelehnt ist. Für die weibliche Klientel haben die Autoren, darunter der parapsychologisch erfahrene David Seltzer (“Das Omen”, “Die Prophezeiung”), eine Lovestory miteingewoben, in der die unerschütterliche Macht der Liebe die Grenzen zwischen Leben und Tod zu überbrücken vermag.

    Im Leben von Dr. Joe Darrow, dem abgebrühten Chef der Notaufnahme des Chicago Memorial Hospital, gibt es keinen Platz für sentimentale oder gar esoterische Anwandlungen. Die tagtägliche Konfrontation mit dem Tod bewahrt ihn dennoch nicht vor dem Fall in die Depression, als seine geliebte Frau Emily (durch ihren Gastauftritt in “Chicago Hope” ebenfalls krankenhauserfahren: Susanna Thompson) bei einem humanitären Einsatz in Venezuela (die Urwaldszenen wurden auf Kauai gedreht) ums Leben kommt. Der innere Abschied von Emily gelingt dem verbitterten Mediziner umso weniger, als sich in seinem Umfeld die Anzeichen häufen, dass die Vermisste versucht, via geheimnisvoller Zeichen und verschlungener Symbole mit ihm in Kontakt zu treten.

    In dem bis in die Nebenrollen stark besetzten Werk – zu erwähnen etwa die Oscar-Preisträgerinnen Kathy Bates (“Misery”) als Joes resolute Nachbarin und Linda Hunt (“Ein Jahr in der Hölle”) als Ordensschwester mit Sinn fürs Übersinnliche – fällt Costner mit seiner intensiven Darstellung des gebrochenen Hinterbliebenen angenehm auf. Man leidet mit dem wandlungsfähigen Mimen. Die soliden schauspielerischen Leistungen helfen denn auch über so manch handwerkliche und logische Schwäche des Drehbuchs hinweg – was treibt eine hochschwangere Frau im venezolanischen Dschungel? – und machen die oft allzu aufdringliche Symbolik vergessen. Die leitmotivische Libelle des Titels etwa, das Lieblingstier Emilys, wird so häufig bemüht, dass man sich als Zuschauer manchmal eine Fliegenklatsche wünscht, um sich des Insekts zu entledigen.

    Trotzdem hat die übersinnliche, von Dean Semler (“Der mit dem Wolf tanzt”) wunderschön fotografierte Liebesgeschichte an der Kinokasse dank Kevin Costner gute Chancen. Womit Regisseur Shaydacs Leistung nicht geschmälert werden soll, hat er doch mit “Patch Adams” bewiesen, dass er sich mit Herzschmerz-Angelegenheiten auskennt. Also: Taschentücher bereithalten! geh.

Darsteller und Crew

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