Harry Potter und der Halbblutprinz (2009)

Originaltitel: Harry Potter and the Half-Blood Prince
Harry Potter und der Halbblutprinz Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (0)
  1. Ø 0
Kritikerwertung (3)
  1. Ø 2.5

Filmhandlung und Hintergrund

Harry Potter und der Halbblutprinz: Sechstes Kinoabenteuer des Jungmagiers, der die Liebe und Lord Voldemorts Geheimnis für ein ewiges Leben entdeckt.

Der Zauber der Liebe beherrscht das sechste Schuljahr von Harry und seinen besten Freunden Hermine und Ron. Hormone und ein Liebestrank des neuen Professors Horace Slughorn sorgen für Gefühlsverwirrung, während sich die Anhänger Voldemorts mit Unterstützung von Severus Snape zu Attacken auf die jungen Helden und ihren größten magischen Verbündeten formieren. Als Harry und Professor Dumbledore das Geheimnis für Voldemorts ewiges Leben entdecken, hat der dunkle Lord bereits den Tod nach Hogwarts entsandt.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (8)

Kritiken und Bewertungen

So werten die User (0)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen
So werten die Kritiker (3 Stimmen)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
1 Stimme
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

  • „Wertvoll”

    Erneut befindet sich Harry Potter zwischen den Fronten der Magierwelt und muss einmal mehr über sich hinauswachsen. Doch wer ist eigentlich dieser mysteriöse Halbblutprinz? Der sechste Teil der Sage um den Zauberlehrling besinnt sich wieder auf die erzählerischen Stärken, wenn es um Freundschaft, Liebe und um die Entscheidung zwischen Gut und Böse geht. Dabei stellt das Fantasyabenteuer die vertrauten Charaktere, die dem Zuschauer über Jahre hinweg ans Herz gewachsen sind, mit ihren persönlichen Geschichten, ihren mal dramatischen, mal romantischen Verwicklungen in den Vordergrund. Raffiniert inszenierte Spannungsmomente und sensationelle Effekte sorgen für kribbelnden Nervenkitzel und viel filmischen Zauber. Ein Muss des Kinosommers!

    Jurybegründung:

    Mit einer grandiosen Eröffnungssequenz beginnt der sechste Teil der Harry-Potter-Serie einen Action-Reigen, der die Vorläuferteile nach Ansicht eines Teils der FBW-Jury noch übertrifft. Insgesamt nah an der Buchvorlage, erlaubt sich das Drehbuch zum neuen Teil die eine oder andere Ausmalung von Andeutungen und Kürzungen der Buchvorlage, was sicher notwendig ist, um das 400 Seiten starke Buch bei höchstmöglicher Verdichtung auf 2 1/2 Stunden Laufzeit zu straffen.

    Das jugendliche Schauspielerensemble ist erkennbar gereift und transportiert glaubwürdig die dunklen Seiten der Geschichte, wie auch den Humor und vor allem Dingen die aufkeimenden sexuellen Avancen an das jeweils andere Geschlecht. Herausragend ist aber auch die erwachsene Schauspielerriege in alter Shakespearetradition: Michael Gambon als Professor Dumbledore und Alan Rickman als Professor Snape, den man getrost auf die Liste der nächsten Oscarnominierungen setzen kann.

    Harry Potter und der Halbblutprinz ist konventionelles, großes Kino mit allen klassischen Stilelementen, technisch brillant, ästhetisch streng und spielerisch mit enormen Ausstattungsaufwand umgesetzt. Verborgene Welten eröffnen sich durch Dumbledores 'Memories', in Reagenzgläsern verflüssigte, gasförmige Erinnerungen mit denen er seinen Schüler und quasi Ziehsohn Harry Potter auf Zeitreisen zurück in die Vergangenheit mitnimmt, um ihn für den großen Showdown, der im siebten Band der Buchvorlage noch folgt, vorzubereiten. Wunderbar umgesetzt ist die Jagd nach einer fehlenden bzw. manipulierten Erinnerung, die unbedingt gebraucht wird, um das Ausmaß der bevorstehenden Bedrohung einschätzen zu können. Hier wird mit Professor Slughorn eine neue Figur in die Geschichte eingeführt, dargestellt von Altmeister Jim Broadbent, der seine schauspielerische Klasse einmal mehr unter Beweis stellt. Der Verweis auf die kommende Fortsetzung ist so deutlich, dass es für diese Information keiner Schriftzeichen bedarf.

    Kritiker werden dem Film möglicherweise vorwerfen einige wenige Szenen wie auch Figuren ersatzlos gestrichen zu haben. Die gegenläufige Kritik, die sich auch in der Jury-Diskussion widergespiegelte, bezieht sich auf die starke Komprimierung des Stoffs, die häufig keine Erklärung mehr zulässt und damit für einen Potter-Neuling nicht immer nachvollziehbar ist. Für Uneingeweihte kann es so vereinzelt zu gefühlten Längen in der Erzählung kommen.

    Betont werden auch in diesem Teil wieder die wichtigen Aspekte der Geschichte geprägt von tiefem Humanismus und Mitgefühl, aber auch von Naivität und politischer Tragweite, die jedem Geschichts- und Politikunterricht würdig erscheint. Die gelungene Komprimierung des Erzählstoffs beweist aber auch, dass die bisher erzählten Geschichtsteile in den Büchern, wie in den Filmen schlicht notwendiger Bestandteil der Gesamtkonzeption ist.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Schon erstaunlich: Obwohl ein kleiner Zauberlehrling im Zentrum der Handlung steht, entbehrt „Der Halbblutprinz“ jeglicher Kinomagie.
  • Der zweite Sommerstart des magischen Helden hat uns Muggel eine enorme Wartezeit abverlangt. Wo wir bereits alljährlich einen Extraplatz am weihnachtlichen Gabentisch reserviert hatten und im fünften Teil “Harry Potter und der Orden des Phoenix” den Juli als Bescherung einplanen durften, mussten wir uns nun in Geduld üben, ehe die Zauberschule Hogwarts zum sechsten Mal ihre traditionsreichen Tore öffnet. Dafür passiert hinter den wundersamen Pforten Aufregenderes denn je. Der stolze Prachtbau ist nicht mehr die uneinnehmbare Festung, auf die sich bisher alle Jahrgänge verlassen konnten. Die Angst geht um und droht eine Tragödie zu beschwören. Denn die Todesser, Lord Voldemorts finstere Verbündete, treiben ihr Unwesen und verbreiten in J. K. Rowlings magischer Welt Aufruhr und Gewalt.

    Deshalb gelten die strengsten Sicherheitsvorkehrungen in Hogwarts, um das sechste Schuljahr des mittlerweile endgültig rehabilitierten Harry Potter (Daniel Radcliffe), Hermine Granger (Emma Watson), Ron Weasley (Rupert Grint) und ihren Mitschülern zu garantieren. Albus Dumbledores Sorgen sind berechtigt, denn unter den Slytherins könnte sich so mancher Todesser eingeschlichen haben. Deshalb verschafft der weise Rektor im Privatunterricht Harry Zugang zu Voldemorts Geschichte, der wie er einst in dem Gemäuer ausgebildet wurde. Außerdem schöpft Harry Hilfe aus seinem Zaubertrankbuch, das früher einem Halbblutprinzen gehörte und von diesem mit nützlichen Anmerkungen versehen wurde. Doch ob die Bannsprüche wirklich helfen und wer dieser ominöse Vorbesitzer ist, kann Harry erst enträtseln, als es schon fast zu spät ist.

    Sonderliche Unterstützung wird ihm nämlich von seinen Freunden nicht zuteil: Ihre Hormone spielen verrückt. Statt auf die tatsächlichen Gefahren zu achten, verstricken sich die Pubertierenden in verwirrende Liebesaffären. Lavender umschmeichelt den linkischen Ron, auf den es aber auch Romilda abgesehen hat. Weshalb Hermine vor Eifersucht kocht. Harry selbst seufzt Ginny (Bonnie Wright) hinterher, von der Dean ebenfalls fasziniert ist. So jongliert der Nachwuchsmagier mit dem verschärften Schulstress, der bezaubernden Ginny und zugleich Voldemorts tödlichem Zorn, der auf das ganze Land überzugreifen scheint: Muggel verschwinden spurlos, rätselhafte Tode häufen sich.

    Turbulente Zeiten sind angebrochen, in denen beide Seiten mit zahlreichen Finessen taktieren, um die finale Konfrontation für sich entscheiden zu können. David Yates sorgt nach dem fünften Teil wieder für einen schwindelerregend ideenreichen Blockbuster-Traum inmitten der Welt der Wunder, wo verschlungene Romanzen und tödliche Bedrohungen für ein phantastische Erlebnis sorgen.

    Thorsten Krüger.

Darsteller und Crew

News und Stories

Kommentare