Die Tribute von Panem - The Hunger Games (2012)

Originaltitel: The Hunger Games
Die Tribute von Panem - The Hunger Games Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 4
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 4.3

Filmhandlung und Hintergrund

Die Tribute von Panem - The Hunger Games: Fantasy-Kult zu den Endzeit-Romanen von Suzanne Collins, in denen die junge Katniss in blutigen Spielen ihren Distrikt vertritt. Mit Jennifer Lawrence und Josh Hutcherson.

Als ihre kleine Schwester als Kämpferin für die diesjährigen Hungerspiele ausgewählt wird, nimmt die 17-jährige Katniss Everdeen ihre Stelle ein, um den zwölften Distrikt gemeinsam mit dem Bäckersohn Peeta zu vertreten. Alle zwölf Distrikte müssen jeweils zwei Kämpfer stellen, die in einer Arena bis zu ihrem Tod kämpfen – alles wird live übertragen. Katniss erweist sich schnell als geschickte Überlebenskämpferin. Als sie sich in Peeta zu verlieben beginnt, muss sie einen Weg finden, die brutalen Spielregeln auszuhebeln.

Nordamerika nach einem verheerenden Krieg. Als ihre kleine Schwester für die von Diktator Snow alljährlich ausgerichteten Kampfspiele ausgewählt wird, nimmt die 17-jährige Katniss Everdeen ihre Stelle ein, um den zwölften Distrikt gemeinsam mit dem Bäckersohn Peeta zu vertreten. In einer Arena müssen sie bis zum Tod kämpfen – und alles wird live übertragen. Katniss erweist sich schnell als geschickte Überlebenskünstlerin. Als sie sich in Peeta zu verlieben beginnt, sucht sie einen Weg, die brutalen Spielregeln auszuhebeln.

Die 17-jährige Katniss Everdeen wird auserwählt, bei blutigen Kämpfen ihren Distrikt zu vertreten. Erster Teil der Adaption der Erfolgstrilogie von Suzanne Collins, die Versatzstücke von “Running Man” und “Battle Royale” publikumsträchtig aufgreift.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (8)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Brutales, schonungsloses und spannendes Science-Fiction-Drama.
  • Im lang erwarteten Blockbuster beginnt das erste große Abenteuer einer Fantasy-Trilogie.

    Panem et circenses, Brot und Spiele: Suzanne Collins Weltbestseller verlegte den Unterhaltungskampf auf Leben und Tod in eine nicht allzu ferne Zukunft und erfand damit die größte Jugendbuch-Hitserie seit “Harry Potter” und den “Bis(s)”-Romanen. Die lang erwartete, erste Kino-Adaption des packenden ersten Teils zieht wie die Vorlage von Beginn an in ihren Bann, stellt Nordamerika als pessimistische Prophezeiung dar:ein von Naturkatastrophen und Kriegen verheertes Land, aus dessen Trümmern sich eine Diktatur, der Staat Panem erhoben hat, der vom Kapitol aus sein Volk mit eiserner Hand unterdrückt. Im eingezäunten Leben der 24 Distrikte dominiert der Hunger und junge Menschen wie die 16-jährige Katniss (Jennifer Lawrence aus “X-Men”) gehen große Risiken ein, wenn sie für ihre Familie heimlich außerhalb ihrer Gehege jagen. Willkommen in einer scheinbar friedlichen Welt, hinter der ein aggressiver Überwachungsstaat steht, bei dem zwei Liebende keine fünf Meilen weit kommen würden. Die zynische Menschenverachtung gipfelt in den alljährlichen Hungerspielen, für die Katniss’ kleine Schwester Prim ausgewählt wird – als Blutopfer, der Tribut an eine Regierung, die Kinder aus später Rache mordet und es als perfektes TV-Spektakel verkauft. Um Prim zu retten, meldet sich Katniss an ihrer Stelle und muss gegen den Jungen kämpfen, der sie liebt, ihren Freund Peeta (Josh Hutcherson). Hinter dem Appell an Mut und Ehre steckt eiskaltes Kalkül, das sich in einer Jagd mit steinzeitlichen Waffen ausdrückt. Die jugendlichen Todgeweihten stehen wie Romeo & Julia vor der Mission, Hass und Gewalt zu besiegen.
  • Mit Jugendbüchern ist das so eine Sache, immer wieder gern als Vorlage für Hollywood Adaptionen genutzt, geht dieses Unterfangen mal mehr, mal weniger erfolgreich aus. Die Paradebeispiele "Harry Potter" von Joanne K. Rowling und Stephenie Meyers "Twilight" haben vorgemacht, wie das Ganze idealer Weise vonstatten gehen soll. Nachdem die "Harry Potter"-Filmreihe sich letztes Jahr mit "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2" verabschiedet hat und auch die "Twilight"-Saga ihrem finalen Teil entgegen steuert, ist nun genügend Platz für ein neues Imperium: "Die Tribute von Panem".

    Gary Ross´ ("Pleasantville", "Seabiscuit") Verfilmung, die auf den erfolgreichen Romanen von Suzanne Collins basiert, brach in den USA schon vor Kinostart alle Vorverkaufsrekorde und wird bereits als würdiger Nachfolger der "Twilight"-Saga gehandelt. Und das zu Recht. Der Film überzeugt nicht nur durch seine beklemmende Atmosphäre und die emotionale Tiefe, sondern wird der Vorlage darüber hinaus auch noch gerecht.

    Alles beginnt mit Gary Ross Vision von Panem, dem Land, das aus der Asche Nordamerikas entstanden und in dem Freiheit ein Fremdwort ist. Distrikt 12, in dem Katniss zu Hause ist, gibt sich trist und grau, frei von jeglicher Farbe. Lediglich abseits des Stacheldrahtzauns, in den Wäldern, in denen Katniss auf Jagd geht, gibt es einen Hauch von Freiheit. Ihre Welt ist geprägt von Angst und Unterdrückung, von Regeln, die gegen jegliche Art von freier Meinung sind. Die 12 Distrikte gleichen eher Arbeitslagern als Städten und die Augen des Kapitols sind überall. Während die Bewohner der Distrikte in erschreckender Armut leben, strotzt das Kapital nur so vor Reichtum und Prasserei. Hier regieren Überdruss und Entertainment-Sucht und die alljährlichen Hunger Spiele sollen das verwöhnte Volk bei Laune halten. Fernab von der utopisch-heilen Welt, mit der Ross sich in "Pleasantville" auseinandersetze, flickern hier Bilder über die Leinwand, die eine apokalyptische Zukunft erahnen lassen. Der Regisseur lässt sich Zeit dabei, dem Zuschauer diese Welt nahe zu bringen und so beginnt der Film mit einer erdrückenden Atmosphäre, an der sich im Laufe der nächsten zwei Stunden auch nicht viel ändern wird.

    "Die Tribute von Panem - The Hunger Games" ist ein Science-Fiction-Film, der viele schon dagewesene Elemente wiederspiegelt, von den Zukunftsvisionen George Orwells bis hin zu Stephen King, es aber dennoch schafft, ein eigenständiges Werk zu sein. Parallelen zur heutigen Welt und der Faszination mit Reality TV-Shows sind erkennbar und erwünscht, die Autorin äußert sich zu solchen Themen gerne sozialkritisch. Allem voran ist "Die Tribute von Panem" aber ein Werk, das sich nicht nur der Vision einer dystopischen Zukunft widmet, sondern sich auch explizit damit auseinandersetzt, was diese Welt mit den Menschen macht.

    Was das Buch und den Film über weite Strecken trägt ist die außerordentlich starke Hauptfigur: Katniss Everdeen. Hier kann sich Bella Swan warm anziehen, denn neben Katniss sieht die stets hilfsbedürftige "Twilight"-Heldin ganz schön alt aus. Katniss ist unabhängig und selbständig, stark, selbstlos und loyal. Die Feministenfront wirds freuen, wurde Bella doch lautstark als schlechtes Vorbild für junge Mädchen beklagt. Jennifer Lawrence, die für ihre nicht ganz unähnliche Rolle in "Winter`s Bone" (2010) eine Oscar-Nominierung erhielt, meistert den Spagat zwischen Härte und Verletzbarkeit perfekt. Katniss kann zwar jagen und ihre Familie ernähren, in einer Arena voller Menschen Gleichaltrige zu töten ist dann aber noch mal etwas ganz anderes. Da kommt es schonmal vor, dass zwei Teenies sich mit großen Augen gegenüberstehen und dann in entgegengesetzte Richtungen verschwinden, weil sie sich nicht dazu durchringen können, einander umzubringen. Ganz anders die Karrieros, jene Tribute, die in ihren Distrikten förmlich auf die Hunger Spiele gedrillt und zum Töten abgerichtet wurden. Wer allerdings das große Blutbad erwartet, dem sei gesagt, dass die Kamera nie länger draufhält als unbedingt nötig. Anstelle von Blut und Gemetzel stehen wacklige Handkameraaufnahmen, die die Geschehnisse erschreckend realistisch wirken lassen. Auf zuviel explizite Gewalt wurde wohl nicht zuletzt der Jugendfreigabe zuliebe verzichtet, die den Film einem größeren Publikum zugänglich machen soll.

    "Die Tribute von Panem - The Hunger Games" ist trotzdem alles andere als leichte Kost, ein Großteil der Gewalt wird hier eher psychisch und unterschwellig als unbedingt physisch dargestellt. Die Leichtigkeit, mit der der Tod der Tribute im Kapitol zu bloßer Unterhaltung degradiert wird, ist die pure Perversion hinter dem Ganzen. Cesar Flickerman (Stanley Tucci) der die Jugendlichen fröhlich interviewt, die dann aber guten Gewissens dem Tode entgegen schickt. President Snow (Donald Sutherland), der seinen Rosengarten liebt, sein Volk aber mit entspannter Brutalität regiert.

    Zwar wird einigen der Nebencharaktere im Vergleich zum Buch nicht die nötige Aufmerksamkeit gewidmet, das ist bei einem Projekt diesen Ausmaßes aber entschuldbar. Nebendarsteller wie Elizabeth Banks als die überdrehte Effie Trinket oder Lenny Kravitz als Katniss liebenswerter Stylist Cinna staffieren den Film trotz weniger Szenen gut aus. Es kommt jedoch nicht überraschend, dass der Film vor allem wegen zwei Dingen funktioniert: Jennifer Lawrences überzeugende Leistung und die gut umgesetzte Atmosphäre Panems, die durch enge Zusammenarbeit von Regisseur Gary Ross und Buchautorin Suzanne Collins entstand.

    Trotz aller Verzweiflung, oder vielleicht gerade deswegen, kommt auch Panem nicht ganz ohne Liebesgeschichte aus. Diese bleibt aber subtil, im Hintergrund und weitestgehend unerforscht. Dadurch schafft es Ross, fern vom typischen Jugenddrama zu bleiben, was durchaus angenehm ist. Katniss und Peeta verbindet das gemeinsame Schicksal der Hunger Spiele und Katniss bester Freund Gale, der in Distrikt 12 zurückgeblieben ist, sieht das gar nicht gerne. Eine sich anbahnende Dreiecksbeziehung zwischen Katniss, Peeta und Gale wird jedoch eher angedeutet als dargestellt.

    "Die Tribute von Panem - The Hunger Games" ist keinesfalls eine einfache Jugendgeschichte und schon gar keine Love Story. Hier geht es um wesentlich mehr, um die Ehre und die Würde des Menschen und um eine Welt, die diese untergräbt und in der nur noch die Hoffnung stärker ist als die Angst.

    Fazit: "Die Tribute von Panem - The Hunger Games" ist eine durchaus gelungene Adaption der Buchvorlage von Suzanne Collins, die schon bald Kultstatus erreicht haben dürfte.
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