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Das Ende von "Breaking Bad" wurde bereits in Staffel 2 verraten

Für viele gilt “Breaking Bad” als eine – vielleicht sogar die – beste Serie aller Zeiten. Der dramatische Werdegang von Walter White, der vom Pantoffelhelden zum skrupellosen Drogenbaron wurde, hat damals Millionen vor den Fernseher gebannt und auch heute nichts von seiner einstigen Wirkung verloren. Doch wusstet ihr, dass sich ein entscheidender Hinweis auf das Ende der Serie bereits in der zweiten Staffel befindet?

Breaking Bad” kann wahrlich als Rarität der Serienlandschaft angesehen werden. Nur fünf Staffeln umfasst die Crime-Serie und obwohl sie zunehmend erfolgreicher wurde, widerstanden die Verantwortlichen der Versuchung, diese Anzahl unnötig zu strecken. Und im Vergleich zu sonstigen Serienenden, die gerne mal kontrovers sind, fand der Großteil der Zuschauer das Ende von “Breaking Bad” gelungen.

Wenn ihr die gesamte Serie erneut oder zum ersten Mal schauen wollt, könnt ihr dies bei  und , sowie Netflix tun. Wenn ihr “Breaking Bad” noch nicht kennt, solltet ihr jetzt mit dem Lesen aufhören, da wir zunächst noch einmal das gesamte Ende zusammenfassen.

Das Finale von “Breaking Bad” – Zusammenfassung

Walter White (Bryan Cranston) hat es zurück nach Albuquerque geschafft, wo er sich zugleich daran machte, seine Ziele in die Tat umzusetzen. Zunächst sorgt er mit einem cleveren Trick dafür, dass seine Familie sein Geld erhält, ohne zu wissen, dass es von ihm kommt. Er verabschiedet sich von seiner Frau Skyler (Anna Gunn) und seiner Tochter; wobei er zugibt, dass er seine kriminelle Laufbahn aus egoistischen Motiven verfolgt hat, um sich lebendig zu fühlen. Von seinem Sohn, Walter Jr. (RJ Mitte), nimmt er jedoch nicht persönlich Abschied, da dieser ihn hasst. Stattdessen beobachtet er ihn ein letztes Mal – unentdeckt aus der Ferne.

Nachdem Walter seine ehemalige Geschäftspartnerin Lydia (Laura Fraser) mit der Rizin-Kapsel vergiftet hat, die er in seinem alten Haus versteckt hielt, wendet er sich dem großen Showdown mit Todd (Jesse Plemons) und den Nazis zu. Zu dem Zusammentreffen fährt er mit seinem Auto vor, in dessen Kofferraum sich ein Maschinengewehr befindet. Dieses hat der erneut krebskranke Walter auf eine Vorrichtung montiert, die er per Fernbedienung aktivieren kann.

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Sobald er sich mit seinen Widersachern in einem Raum befindet und der von den Nazis gefangengehaltene Jesse (Aaron Paul) ebenfalls hereingebracht wird, tut Walter so, als er würde er mit diesem kämpfen. Dabei reißt er Jesse zu Boden und aktiviert seine Geheimwaffe, was dazu führt, dass alle Anwesenden niedergeschossen werden. Lediglich Jesse überlebt den Vorfall unverletzt, da Walt eine Kugel für ihn abgefangen hat. Jesse fährt daraufhin in die Freiheit, während Walter White sich in das Methlabor der Nazis begibt und blutend zwischen den Chemikalien zusammenbricht.

Jesse bekommt endlich seinen Roboter

Das Ende von “Breaking Bad” konnte sich wahrlich sehen lassen. Walter White gibt zu, aus egoistischen Motiven gehandelt zu haben; Jesse, der sich in den letzten Staffeln zum Publikumsliebling entwickelte, kann hoffentlich die traumatischen Erlebnisse hinter sich lassen und noch dazu räumt Walt mit allen Bösen der Geschichte auf – einschließlich sich selbst. Dass er durch eine selbstgebaute Waffe sein Ende findet, kann als Metapher für seine gesamte Entwicklung gesehen werden, doch viel erstaunlicher ist, dass dieser Teil des Finales bereits in Staffel 2 erwähnt wurde.

In der neunten Folge der zweiten Staffel, “4 Tage Auszeit”, fahren Walt und Jesse in die Wüste, um dort Meth zu kochen. Dabei haben sie allerdings ein Problem mit ihrer Batterie und sind in der Einöde gestrandet. In ihrer Hilflosigkeit spielen sie einige Optionen durch, die ihnen bleiben. Jesse schlägt vor, den Campingwagen umzubauen oder einen Roboter oder eine Batterie zu basteln. Walt wird durch seine Ideen tatsächlich angeregt und baut die Batterie, die sie aus der misslichen Lage befreit. Zunächst kam es jedoch zu folgender, lustiger Szene.

Damals hat Jesse seinen Roboter zwar nicht bekommen, doch beim großen Finale hat Walt mit seiner ferngesteuerten Waffe genau eine solche technische Apparatur geschaffen und rettet damit seinen einstigen Komplizen. Eine wahrlich nette Anekdote, die in das Ende noch einen schönen Touch hineinbringt. Allerdings war es wohl mehr Zufall, als eine lange geplante Verbindung.

Vince Gilligans abgedrehte Ideen für ein alternatives Ende von “Breaking Bad”

Es hätte nämlich auch ganz anders kommen können. Wie Serien-Schöpfer Vince Gilligan in einem Interview mit Entertainment Weekley erzählte, hätte es auch ganz anders kommen können. Die Szene, in der Walter White das Maschinengewehr kauft, wurde bereits 16 Episoden vor dem Ende gezeigt, obwohl die Macher zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten, wohin sie damit gehen würden. Es gab auch Pläne, dass Walter Jesse aus einem Gefängnis befreit und mit dem Gewehr sämtliche Wärter über den Haufen ballert.

Dies war dann aber selbst für “Breaking Bad”-Verhältnisse zu düster, immerhin hätte der Protagonist damit eine Reihe Unschuldiger kaltblütig ermordet und mit dieser letzten Entwicklung wollte man den Werdegang von Walter White nicht beenden. Aus den gleichen Gründen nahm man auch Abstand von der Option, dass er stattdessen einen Gefängnisbus niederschießt.

Bei dem Jonglieren mit Ideen waren die Schreiber an einem Punkt sogar fest davon überzeugt, Saul Goodman (Bob Odenkirk) sterben zu lassen. Dies wurde aber genauso verworfen, wie die Möglichkeit, dass am Ende alle Charaktere in einer gewaltigen Schießerei sterben. Wobei es letztlich fast dazu gekommen ist und nur wenige die Geschichte lebend verlassen haben.

 

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