Stefan Raab Poster

Stefan Raab: Streit vor Gericht geht in die nächste Runde

Marek Bang |

Stefan Raab ist vieles in einer Person. Er ist sowohl das ehemalige Gesicht von Pro 7 als auch ein begnadeter Musiker und ein extrem zäher Sportsmann mit Mut zum schweißtreibenden Kraftakt. Nach seinem Rückzug ins Privatleben könnte man ihn auch als einen der wenigen Entertainer bezeichnen, die es vermochten, sich rechtzeitig von ihren einstigen Erfolgs-Shows zu verabschieden. Vieles hat der gelernte Metzger aus Köln also richtig gemacht, jetzt droht ihm dennoch Ärger.

Er war immer schon viel mehr als nur der Moderator von „TV Total“. Zahlreiche weitere Formate ließ sich der mittlerweile 51 Jahre alte Stefan Raab scheinbar mühelos einfallen und bereicherte die deutsche TV-Landschaft damit wie kaum ein zweiter seiner Zunft. Doch der gute Mann ist auch abseits der laufenden Kameras geschäftig. Viele Fans wissen vielleicht gar nicht, dass der Moderator auch an der Erfindung eines Duschkopfes beteiligt ist. In seiner Eigenschaft als Vermieter und Hausbesitzer droht ihm nun allerdings Ärger.

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Stefan Raab wird von Mieterin verklagt: Gütliche Einigung scheitert

Wie die Bildzeitung bereits im Juli berichtete, wird Stefan Raab nun von seiner Mieterin namens Raquel Martinez verklagt. Es geht um eine defekte Lüftungsanlage in der  Tapas-Bar „Patio Chico“, die sich in einem von Stefan Raabs Häusern in Köln befindet. So sei die Anlage veraltet und marode und würde in diesem Zustand nicht mehr den Vorschriften entsprechen.

Laut der Klägerin weigert sich Stefan Raab in seiner Eigenschaft als Hauseigentümer allerdings, diese Reparaturen durchführen zu lassen und die Kosten zu tragen. Deshalb folgt jetzt die Klage, zumal mittlerweile auch die Gesundheit der Mitarbeiter der Bar in Gefahr sei, da durch die mangelnde Lüftung die vom Gaskocher erzeugten Gase nicht mehr vernünftig aus der Küche abzögen. Das Lokal kann unter diesen Bedingungen nicht weitergeführt werden, die Einnahmen bleiben für Raquel Martinez  entsprechend aus, weshalb sie eine Entschädigung fordert.

Kehrt Stefan Raab 2017 zurück?

Jetzt gibt es Neuigkeiten zum Stand der Verhandlung, wie der Spiegel berichtet. So hat der zuständige Richter Martin Blaschczok in einer Verhandlung vorgeschlagen, das Mietverhältnis zu beenden. Außerdem sollte Stefan Raab die Klägerin mit 17.000 Euro entschädigen, da er laut Gericht für den Schaden verantwortlich gemacht werden könne. Die Mieterin lehnte diesen Vorschlag der gütigen Einigung jedoch als unzureichend ab, sodass am 27. Oktober 2017 ein Urteil gesprochen werden muss.