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„Krieg“ gegen „Avengers: Endgame“: Quentin Tarantino schießt gegen MCU-Film und „Star Wars 9“

Nino Bozzella |

© Senator

Blockbuster wie „Avengers: Endgame“ und „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ haben das Kinojahr 2019 geprägt. Quentin Tarantino sieht das allerdings anders.

Die Diskussion um „wahres“ Kino wurde von Martin Scorsese letztes Jahr entfacht, der die MCU-Filme kritisierte, da sie nicht das bieten, was Kinos ausmachen würde. Nun geht die Debatte in die zweite Runde, denn Quentin Tarantino („Once Upon a Time in… Hollywood„) hat sich in einem Interview auf Deadline zu der Situation der Blockbuster-Filme letztes Jahr geäußert. Dazu sagte er, dass ein Krieg zwischen Filmen geführt wurde. Der Kultregisseur spielt darauf an, dass Sequels und Franchises wie „Star Wars“ eher im Gegensatz zu kunstvolleren Filmen stehen.

„Egal ob wir über ‚Star Wars‘, Marvel, James Bond oder Godzilla reden. Diese Filme hätten letztes Jahr über die gesamte Welt herrschen können, aber das ist ihnen schlichtweg nicht gelungen“. Der Regisseur erklärt diese Aussage folgendermaßen: „Es kamen viele originelle Filme, die das Kino verlangt hat und das Kino hat sie auch bekommen. Ich bin froh, bei den Oscars nominiert zu sein, mit solch großartigen Filmen“. Tarantino sieht das Kinojahr 2019 eher positiv, denn es war für ihn anscheinend nicht nur das Jahr der Blockbuster, sondern auch das Jahr, indem kleinere Filme auftrumpften.

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Quentin Tarantino: Alle 9 Filme des Kult-Regisseurs im Überblick

Für den exzentrischen Regisseur war 2019 ein wichtiges Jahr für Filme. So kann man aus dem Interview entnehmen, dass beispielsweise „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ kein so großer Erfolg war, wie vom Disney-Studio erhofft. „Während Avengers: Endgame in die Kinos kam, gab es gefühlt kein anderes Thema für einige Monate. Mit ‚Star Wars‘ versuchten man das Gleiche, aber ich denke das ist ihnen nicht gelungen, obwohl die Werbung zum Film allgegenwärtig war.“

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Quentin Tarantino gegenüber Disney negativ äußert. Schon im Jahr 2016  beschwerte sich der Regisseur, dass der Filmkonzern ein Kino dazu gedrängt hat, „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ über die gesamten Weihnachtsferien zu zeigen, anstelle von „The Hateful Eight“. Eventuell tröstet ihn aber der Erfolg von „Once Upon a Time… in Hollywood“, der für zehn Oscars nominiert wurde. Ob sich der Film von Tarantino bei den Oscars durchsetzen wird, könnt ihr bei der Verleihung am 10. Februar erfahren.

Aus der kino.de-Redaktion

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