Marvin Kren Poster

„Freud“: Netflix-Serie von Marvin Kren („4 Blocks“) zeigt Abgründe der Seele

Kristina Kielblock  

Es wird düster und abgründig: „Freud“ ist das neue TV-Serienprojekt von Marvin Kren, der mit „4 Blocks“ einen großen Erfolg feierte. Netflix hat sich die Serie geschnappt und die Produktion soll bald starten.

Die neue deutsch-österreichische Produktion „Freud“ ist das nächste Regieprojekt von Filmemacher Marvin Kren. Dieser hat sogar eine persönliche Verbindung zu dem Vater der Psychoanalyse, denn er ist im selben Wiener Bezirk aufgewachsen, in dem Freud 100 Jahre zuvor praktiziert hat.

Netflix erstes Original aus Österreich

Das neue Regie-Projekt von Kren hat eine Heimat bei Netflix gefunden. Das Casting soll schon im Gange sein, die eigentliche Produktion dann im Herbst starten. Es steht also zu hoffen, dass die neue Serie spätestens im zweiten Quartal 2019 beim Anbieter online zu sehen ist. Wem die grundsätzliche Plot-Idee zusagt, kann probieren, ob er an der Netflix-Produktion „The Alienist“ Spaß hat. Auch dort ermittelt ein Psychologe (Daniel Brühl) Ende des 19. Jahrhunderts, um einen Serienmörder zu stellen.

„Freud“: Psychoanalytiker jagt einen Serienkiller

  • In acht einstündigen Folgen erzählt die Crime-Serie vom jungen Sigmund Freud, dessen Theorien im Wien des 19. Jahrhunderts vor allem auf Gegenwehr bei den Kollegen stoßen.
  • Auf der Jagd nach einem mysteriösen Serienmörder im Jahre 1886 verbündet sich der junge Psychologe mit dem ungarischen Kommissar und Kriegsveteran László Kiss sowie dem Medium Fleur Salomé. Ihre Ermittlungen führen sie durch die dunkelsten Gassen von Wien und legen die tiefen Abgründe der menschlichen Seele frei.
  • Die Produzenten Moritz Polter (Bavaria) und Heinrich Ambrosch (Satel Film) setzen darauf, dass Regisseur Kren seine „furiose Handschrift und erzählerische Kraft“ ebenso überzeugend in der Inszenierung von „Freud“ einsetzt, wie es bei „4 Blocks“ – wahrscheinlich die beste deutsche Serienproduktion jemals – der Fall war. Das Drehbuch liefern Stefan Brunner („Tatort“) und Benjamin Hessler. Marvin Kren selbst kann sich mit dem Projekt gut identifizieren:

Ich bin sozusagen unter der Originalcoach von Sigmund Freud groß geworden – sprich: aufgewachsen im selben Bezirk in Wien, in dem er seine Praxis hatte. Der Unterschied: Als ich geboren wurde, hatte die Welt schon fast 100 Jahre von Sigmund Freuds bahnbrechenden Erkenntnissen profitiert. Wir modernen Menschen leben in postfreudianischen Zeiten. Sich eine Welt vorzustellen, in der das ‚Selbst‘ noch ein blinder Fleck auf der Landkarte der Erkenntnis war – die Zeit vor Sigmund Freud also – macht für mich den ungeheuren Reiz und die Herausforderung dieser Serie aus. Ich möchte mit ‚Freud‘ eintauchen in die finsteren Gassen Wiens vor der Jahrhundertwende, und darin das Spiegelbild des Labyrinths der menschlichen Seele entdecken, das ihn zu seinem Lebenswerk inspiriert hat. Abgründig, schillernd und gefährlich!

Welcher Film-Serienmörder steckt in dir?

 

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