Fans verlieren die Geduld: J.K. Rowlings Enthüllungen sorgen für Shitstorm

Kristina Kielblock  

Bald erscheint die neue Blu-ray und DVD zu „Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen“ auch in Deutschland. In einem Extra-Video auf der Blu-ray gibt J.K. Rowling in einem Interview tiefere Einsichten. Einige haben die Fans so verärgert, dass es einen Shitstorm in den Sozialen Medien verursachte.

Die zentrale Frage, die Fans immer wieder an J.K. Rowling haben, ist, warum sie ihre Offenheit und ihr diverses Denken nicht einfach gleich in die Bücher hineingeschrieben hat, statt es nach und nach in Interviews zu ergänzen.

Der implizite Vorwurf ist klar: Wer keine schwulen Charaktere, LGBT-Communities oder Schwarze in die Geschichten explizit hineinschreibt, muss sich nicht fürchten, dass die Bücher vom Mainstream abgelehnt werden.

Dieses YouTube-Video bringt die Sache sehr humorvoll auf den Punkt. Die Rowling-Darstellung ist Oscar verdächtig!

Verliert J.K. Rowling ihre Glaubwürdigkeit?

Die Debatte ist alt, aber entsprechend mürbe reagieren auch die Fans auf jede neue Enthüllung. Auf der aktuellen Blu-ray von „Grindelwalds Verbrechen“ geht es in einem Interview wieder einmal um die Beziehung von Dumbledore und Grindelwald. Dass die beiden schwul sind, ist schon lange bekannt. In dem Interview betont die Autorin ein weiteres Mal, wie intensiv und innig das Verhältnis der beiden Männer war, leidenschaftlich und auf Liebe basierend.

Fakt ist aber, dass dies nicht wirklich in den Büchern zum Tragen kommt, sondern ein Ergänzung im Nachhinein ist. Die große Hoffnung der Fans, das Harry-Potter-Prequel könnte nun die homosexuelle Paarbeziehung auf emotionaler und sexueller Ebene expliziter machen, wurden enttäuscht.

Rowling wird dennoch nicht müde, ihr Universum im Nachhinein divers zu gestalten. Dass sie inzwischen massiv an Glaubwürdigkeit verloren hat, beweisen resignierte Posts wie diese:

Tatsächlich bestätigt die Autorin die Existenz von homosexuellen Charakteren überall, nur nicht in ihren Filmen und Büchern. Wie enttäuschend dies auf Fans gewirkt hat, tritt in einem weiteren Post deutlich zutage:

„Der traurigste Tod in der Harry-Potter-Serie war der meines Respekts für J.K. Rowling.“

Dass das Handeln der Autorin auch eine politische Dimension hat, stellt dieser Beitrag deutlich heraus. Rowling hat den Moment verpasst und es nicht geschafft, ihren Fehler wieder auszubügeln, dass die Homosexualität Dumbledores nicht Teil des Kanons ist. Auf diese Weise trägt sie dazu bei, dass queere Beziehungen und queere Charaktere auf Sex in den Medien-Kommentaren reduziert ist. Das letzte, was benötigt wird.

Laut CNN wollte sich die Autorin zum jüngsten Aufruhr in der Community nicht äußern, wir sind uns aber sicher, dass sie bald auf die erneuten Vorwürfe reagieren wird.

Auf der Grindelwald-Blu-ray sind aber auch Hinweise der Autorin in den Extras enthalten, die nicht zum Ärger anregen, wie dass sie schon vor Jahren Hinweise auf Naginis menschliche Existenz versteckt hat.

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