ARD: Neues Frühstücksfernsehen kann nicht überzeugen

Marek Bang  

Mit dem Frühstücksfernsehen feiern sowohl öffentlich-rechtliche als auch private Sender in der Regel solide bis überdurchschnittliche Erfolge. Ein jetzt bei der ARD gestartetes neues Format kann sich hingegen noch nicht in den Reigen einfinden. Zumindest die Quoten der ersten Woche sind mehr als enttäuschend.

Auf Sat.1 läuft aktuell das Frühstücksfernsehen so erfolgreich, dass es auf den Abend ausgeweitet werden soll. Wir berichteten bereits über Pläne, mit einem ähnlichen Konzept den Feierabend beim Privatsender einläuten zu wollen. Von solchen Erfolgen kann die Konkurrenz der ARD aktuell nur träumen. Wie die Kollegen von Quotenmeter berichten, kann die neue Morgen-Show „Live um Neun“ bislang noch nicht überzeugen, hat aber auch mit starker Konkurrenz zu kämpfen.

Mit einer Unterbrechung am Mittwoch (die ARD berichtete da aus dem Bundestag) lief „Live um Neun“ seit Montag, dem 15. Mai 2018 um jeweils 09:05 Uhr. 50 Minuten lang besprachen Schauspielerin und Sängerin Isabel Varell („Rote Rosen“) und der „logo!“-Moderator Tim Schreder die Neuigkeiten des Tages, die Öffentlichkeit blieb dem Treiben aber weitestgehend fern. Insgesamt verfolgten nur 170 000 Zuschauer die Ausgabe am Donnerstag, was natürlich niemanden zufrieden stellen kann. Der Marktanteil beträgt daher nur schwache 3,4 Prozent bei allen Zuschauern.

Konkurrenz zu stark: Wird „Live um Neun“ gleich wieder abgesetzt?

Während das etablierte ZDF-Format „Volle Kanne“ zeitgleich auf 700 000 Zuschauer kam und einen starken Marktanteil von 14 Prozent verzeichnete, blieb „Live um Neun“ so deutlich hinter den Erwartungen zurück, dass eine schnelle Absetzung nicht unrealistisch erscheint. Die Kollegen von Quotenmeter stellen sich daher schon die Frage, wie lange die Sendung im Programm bleiben kann.

Klartext: Diese Schauspiel-Kollegen können sich im echten Leben nicht ausstehen!

Noch gibt es keine Ankündigung der ARD bezüglich einer möglichen Absetzung, sollten sich die Quoten nicht bessern, wäre sie aber nur konsequent. Zwei Asse hat der Sender aber noch im Ärmel. Neben Isabel Varell und Tim Schreder sollen in Zukunft auch die Paarungen Birgit Lechtermann und Marc Weide sowie Heinrich Schafmeister und Alina Stiegler im Wechsel die Moderation übernehmen. Vielleicht läuft es dann ja besser.

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