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Sløborn

  

Sløborn: Christian Alvarts beklemmend aktuelle Serie um eine tödliche Virenseuche nimmt einen langen Anlauf, hat dann aber Kinoqualität.

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Filmhandlung und Hintergrund

Christian Alvarts beklemmend aktuelle Serie um eine tödliche Virenseuche nimmt einen langen Anlauf, hat dann aber Kinoqualität.

Die idyllische deutsche Nordseeinsel Sløborn liegt nur 30 Minuten vor der Küste Schleswig-Holsteins, nahe der Grenze zu Dänemark. Als ein Boot mit zwei toten Amerikanern steuerlos das Ufer erreicht, wird sich das Leben auf der Insel für alle Bewohner*innen binnen kürzester Zeit katastrophal ändern.

Schülerin Evelin (Emily Kusche) hat aktuell jedoch andere Sorgen. Ihre Eltern Richard (Wotan Wilke Möhring) und Helena (Annika Kuhl) sind inmitten einer unausgesprochenen Trennungsphase, die sehr zum Leidwesen von Evelin und ihren drei Brüdern stattfindet. Zu allem Übel ist sie von ihrem Vertrauenslehrer Herrn Gruber (Marc Benjamin) schwanger. Ihr Mitschüler Herm (Adrian Grünewald) wird seit jeher Opfer von Mobbing-Attacken. Als er filmt, wie drei seiner gleichaltrigen Peiniger auf das herrenlose Schiff gehen, fühlt er sich erstmals erstarkt. Nichtsahnend, dass dadurch eine Kette verheerender Ereignisse ausgelöst wird.

Die zwei Menschen sind an den Folgen der Taubengrippe gestorben, ein neues Virus, das binnen weniger Tage den Tod herbeiführt und für das es keine Heilung gibt. Während im asiatischen und südamerikanischen Raum bereits der Notstand gilt, ist das Virus noch nicht in den westlichen Ländern angekommen - bis jetzt. Als der erste Infizierte stirbt, verschlimmert sich die Lage zusehends. Die Krankenhäuser sind überlastet, weitere Personen sterben, jeden kann es jederzeit treffen. Die Bewohner*innen in Sløborn müssen für sich selbst entscheiden, ob sie den Ansagen der Behörden Folge leistet.

Die dramatische Katastrophenserie „Sløborn“ im Trailer

„Sløborn“ – Hintergründe

Lang bevor die Pandemie wegen des Coronavirus die Welt 2020 verändert hat, wurde die Katastrophenserie „Sløborn“ ins Leben gerufen. Bereits 2018 begann die Arbeit, 2019 wurde auf der Nordsee-Insel Norderney und im polnischen Badeort Sopot gedreht. Regisseur, Schöpfer und Kameramann Christian Alvart erzählt jedoch von einem fataleren Virus, das weitaus schneller das Leben der Infizierten nimmt. Der Notstand ist drastischer. Es geht um die Fragen, wie Menschen mit der Ungewissheit der Infizierung und der Gewissheit, dass ihnen alles genommen wird, leben.

Neben der jungen Hauptdarstellerin Emily Kusche sind Wotan Wilke Möhring, Laura Tonke, Alexander Scheer, Roland Møller, Annika Kuhl und die Jungstars Aaron Hilmer und Lea van Acken zu sehen. Am 23. und 24. Juli 2020 wurden die acht Folgen der ZDF-Original beim Schwesternsender ZDF neo ausgestrahlt.

Sløborn im Stream

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Sløborn: Christian Alvarts beklemmend aktuelle Serie um eine tödliche Virenseuche nimmt einen langen Anlauf, hat dann aber Kinoqualität.

    Christian Alvarts beklemmend aktuelle Serie um eine tödliche Virenseuche nimmt einen langen Anlauf, hat dann aber Kinoqualität.

    Als das ZDF im Sommer 2019 den Drehstart von „Sløborn“ mitteilte, war noch von einer „Katastrophenserie“ die Rede. Das Etikett weckt Erwartungen, die eine deutsche TV-Produktion im Grunde nicht erfüllen kann; im klassischen Katastrophenfilm werden Städte durch Erdbeben verwüstet und Küstenregionen von Tsunamis überrollt. Das ZDF hat das Genre-Etikett daher um einen wichtigen Zusatz ergänzt: „Sløborn“ wird nun als „Drama- und Katastrophenserie“ angekündigt, denn bevor Christian Alvart zur Sache kommt, erzählt er erst mal ganz andere Geschichten. Zentrale Figur ist die 15jährige Evelin (Emily Kusche), deren Dasein auf der beschaulichen Nordseeinsel Sløborn kräftig in Unordnung gerät: Ihre Eltern (Wotan Wilke Möhring, Annika Kuhl) wollen sich trennen, sie hat eine Beziehung mit dem Vertrauenslehrer (Marc Benjamin) und ist zu allem Überfluss auch noch schwanger. Als ein Segelschiff strandet, bricht das Grauen über die Menschen herein: Das Boot hat die tödliche Taubengrippe an Bord.

    Christian Alvart ist keiner jener Regisseure, die einst mit Kunstanspruch begonnen haben und heute im Fernseh-Mainstream Kompromisse schließen müssen; er hat mit „Antikörper“ (2005) und erst recht mit den internationalen Produktionen „Fall 39“ und „Pandorum“ (2009) konsequentes Genrekino gedreht und ist dieser Linie auch mit den „Tatort“-Thrillern für Til Schweiger treu geblieben. Alvart weiß, wie man ein Publikum packt, und dass er auch Serie kann, hat er mit „Dogs of Berlin“ (2018, Netflix) bewiesen. „Sløborn“ kann die entsprechend hohen Erwartungen allerdings nur bedingt erfüllen, weil sich die ersten Folgen in unnötig ausführlich geschilderten Nebensträngen verzetteln; selbst wenn Alexander Scheer seine Rolle als verkokster neuer Stern am deutschen Literaturhimmel bis an die Grenze der Karikatur auskostet. Emily Kusche, schon in Alvarts Thriller „Steig.Nicht.Aus!“ (2018) als Filmtochter von Möhring besetzt, macht ihre Sache als Identifikationsfigur der Serie ebenfalls herausragend gut.

    Selbstverständlich konnte der Autor und Regisseur nicht ahnen, dass die Realität seine Geschichte überholen würde; umso verblüffender sind die vielen Parallelen zur Corona-Pandemie. Ähnlich interessant wie bei der Sky-Serie „8 Tage“ ist auch die Kombination der Genres Endzeit-Thriller und Familiendrama, zumal Alvart und seine Koautoren die erwachsenen Figuren sehr differenziert konzipiert haben. Anfangs sorgt allerdings allein die herausragend gute Musik (Christoph Schauer, Max Filges) für eine „Da kommt was auf uns zu“-Stimmung. Richtig los geht’s im Grunde erst ab Folge sechs, und ab Folge sieben grassiert der pure Horror. Jetzt wird die Serie zum Hochspannungs-Thriller und erreicht nicht nur wegen des nun großen Aufwands die Qualität großer Kinoproduktionen.
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