Pandorum Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Pandorum: Unheimlicher Science-Fiction-Thriller über zwei Astronauten, die auf einem Raumschiff auf unbekannte Wesen treffen.

Die Astronauten Payton und Bower erwachen aus einem Tiefschlaf und finden sich an Bord eines riesigen Raumschiffs wieder. Ihre Erinnerung ist komplett ausgelöscht: Weder wissen sie, wie lange sie geschlafen haben, noch, warum sie hier sind. Doch ihnen bleibt nicht viel Zeit zum Überlegen, denn das Energiesystem des Raumschiffs steht kurz vor dem Zusammenbruch. Per Funk lotst Payton Bower durch enge Luftschächte zum Reaktor, damit er diesen reparieren kann. Schnell wird klar, dass die beiden nicht allein sind und sich in großer Gefahr befinden.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der deutsche Regisseur Christian Alvart hat ein Raumschiff der fernen Zukunft zu einem düsteren Schauplatz von Schrecken und Horror ausgestaltet. Die deutsch-amerikanische Koproduktion basiert auf einem ausgeklügelten Drehbuch von Travis Milloy, in das Alvart seine eigenen Ideen für einen Sci-Fi-Thriller einfließen ließ. Das komplexe Endzeit-Szenario wird nur bruchstückhaft und Schritt für Schritt offenbart. Häufige Schnitte und sehr kurze Einstellungen sorgen dafür, dass der Horror die Zuschauer ebenso schutzlos überfällt wie die Crewmitglieder.

    Dennis Quaid als Payton und Ben Foster als Bower unterhalten sich schon bald nach ihrem unsanften Aufwachen aus dem Hyperschlaf auf Fachchinesisch: Es fallen Wörter wie Reset, kalibrieren, Energieschocks, die zeigen, dass die Männer trotz Gedächtnisverlust noch wissen, was hier zu tun ist. Als Zuschauer hat man eine längere Orientierungsphase vor sich, denn der eigenwillige Regiestil von Alvart zieht einen in ein Labyrinth nur kurz zu sehender Bilder, aus denen wie in der Geisterbahn immer wieder das nackte Grauen aufblitzt. Die mörderischen Monster sehen aus wie verunstaltete Menschen. Es gibt auch Slasherszenen und fantasiereichen Grusel in dem Halbdunkel des gigantischen Raumschiffs. Von Blutstropfen und blauen Lichtern abgesehen, wirkt der Film beinahe wie eine Schwarz-Weiß-Produktion.

    Endlos ist das System der Gänge und Schächte in dem Raumschiff aus Stahl, das aussieht wie eine Konstruktion aus dem frühen Industriezeitalter. Der Boden hat Gitter, die schweren Türen sind wie für Tresorräume gebaut. Je länger Bower und seine beiden unterwegs getroffenen Begleiter unterwegs sind, desto mehr beherrscht dieses alte, wuchtige Labyrinth die Atmosphäre, weil es fast aussichtslos erscheint, seine aufgelassenen Räume alle zu erkunden.

    Ebenso über diese Atmosphäre des Suchens in Ruinen vermittelt sich die Tiefe der Geschichte. Bower, Payton und die anderen Überlebenden sollten ursprünglich dafür sorgen, dass die Menschheit fortbesteht, indem sie auf einem fernen, erdähnlichen Planten siedelt und ihn mit mitgebrachtem Erbgut von Pflanzen und Tieren kultiviert. Doch dann geschahen Zwischenfälle und die gefürchtete Krankheit Pandorum erwischte in der Grenzenlosigkeit des Alls das eine oder andere Crewmitglied. Cam Gigandet als der von Payton gefundene, völlig verängstigte Gallo gibt eine beeindruckende Vorstellung der möglichen Symptome.

    Es gibt Wandzeichnungen, die den Malereien früher Kulturen ähneln und die von dem Schrecken erzählen, der hier stattfand. Diese eigentümliche Verknüpfung von archaischen Motiven mit einer Mission zur Besiedelung des Alls spiegelt die geistige Orientierungslosigkeit, die die Figuren befällt. Die einzige Frau an Bord, gespielt von Antje Traue, trägt eine schwarze, ärmellose Weste und sieht aus wie eine verwilderte, autonome Dschungelkämpferin. Alvart möchte „Pandorum“ zu einer Trilogie ausbauen: Die vielen nur angerissenen Aspekte dieser schwergewichtigen Fantasie ließen das zu.

    Fazit: Düsterer, komplizierter Sci-Fi-Thriller mit Monstern und Geisteskrankheit an Bord eines überdimensionalen Raumschiffs.
  • Überlebenskampf in einem apokalyptischen Raumschiff – Mit einem beklemmenden Szenario setzt “Pandorum” die neue Science-Fiction-Renaissance fort.

    Es wirkt wie Zufall: Erst vor wenigen Wochen wurde die Rückkehr einer Franchise bekannt gegeben, die den Science-Fiction-Horrorfilm prägte wie keine andere. Doch während Ridley Scott seine Aliens wieder auferstehen lassen will, setzt der junge deutsche Regisseur Christian in dem Genre längst neue Akzente. Natürlich greift die Grundkonstellation seines “Pandorum” auf die Klassiker zurück: In den Weiten des Weltalls findet sich eine kleine Raumschiffbesatzung an Bord ihres Vehikels mit einer tödlichen Bedrohung konfrontiert. Und zwangsläufig führt dies zu aufreibenden Verfolgungsjagden durch düstere Schächte und Korridore. Dennoch beschreitet “Pandorum” gleichzeitig ganz neue Wege. Das zeigt allein die Ausgangssituation: Zwei Astronauten wachen ohne Erinnerung auf ihrem Schiff auf, in der Annahme sie seien die einzigen an Bord. Doch das erweist sich bald als Irrtum, und als sie das Rätsel ihrer Mission zu lösen beginnen, stoßen sie nicht nur auf Schicksalsgefährten, sondern mysteriöse Mutantenkrieger; dabei entdecken sie eine Bedrohung, die das Überleben der gesamten Menschheit gefährdet.

    Alvart, der nach eigenem Bekunden seit seiner Jugend so einen Film machen wollte, inszeniert sein großes Hollywood-Debüt nicht im glatt polierten Digitallook, sondern jagt seine Protagonisten durch reale Sets in düsteren Verfallsdesign. Kitschig blinkende Konsolen und klinisch reine Interieurs haben hier keinen Platz. Diese Ästhetik schafft eine Authentizität, die sich – auf anderer Ebene – auch in den Besetzungsentscheidungen spiegelt. Die Hauptfiguren werden gespielt von zwei hoch verdienten Charakterdarstellern – Dennis Quaid (“The Day After Tomorrow”) und Ben Foster (“Todeszug nach Yuma”). Zugleich hatte Alvart den Mut, völlig unbekannte Namen wie die Deutsche Antje Traue (“Kleinruppin forever”) in Schlüsselrollen zu besetzen.

    Trotz der klassischen Vorbilder verweigert sich der Regisseur eindeutigen Genre-Festlegungen: “Ein ‘Rosemarys Baby’ ist auch nicht einfach ein Horrorfilm. Was diese Filme alle auszeichnet, ist ‘Suspense’.” Und daher überzeugt “Pandorum” auch nicht durch blutige Effekte, sondern durch Spannung und klaustrophobische Atmosphäre, ist Thriller, Horror, Psychogramm und Zukunftsvision gleichermaßen. Ob sich daraus eine Kino-Marke wie “Alien” entwickelt, bleibt noch abzuwarten. Doch eines steht jetzt schon fest: Alvart hat sich damit die Türen in Hollywood ganz weit aufgestoßen. Und vielleicht klopft einmal Ridley Scott an, um “Pandorum 2 oder 3″ zu inszenieren.

    Rüdiger Sturm.
  • Konventioneller Science Fiction-Thriller, dessen gute inhaltliche Ansätze gegen zu viele Genre-Zitate und oberflächliches Spannungskino verlieren.
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