Geheime Botschaften, verhüllte Zitate und unglaubliche Prophezeiungen – auch die Macher von Horrorfilmen verstecken in ihren Werken gerne mal ein paar Easter Eggs. Meistens werden diese nur von besonders aufmerksamen Zuschauern gefunden. Wer nämlich nicht ganz genau hinsieht oder das nötige Filmwissen nicht mitbringt, dem entgehen die Hinweise. Wir helfen nach: Hier sind 10 legendäre Easter Eggs aus bekannten Horrorfilmen.

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Das Schweigen der Lämmer und die Motte

Manchmal muss man schon ganz genau hinsehen. Das ikonische Poster zu Jonathan Demmes bis heute unerreichten Thriller „Das Schweigen der Lämmer“ ist zum Beispiel einen zweiten Blick wert. Der dort abgebildete Totenkopfschwärmer, eine Mottenart, wurde nämlich nachträglich grafisch verändert. Er zeigt bei näherer Betrachtung einige nackte Frauenkörper. Genauer gesagt, ist dort ein kleiner Auszug von „In Voluptas Mors“, einer berühmten Fotographie von Philippe Halsman und Salvador Dalí aus dem Jahr 1951 zu sehen.

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Cloverfield und die Dharma Initiative

Aufmerksame Serienfans hatten es gleich erkannt. Der von J.J. Abrams produzierte Found Footage-Film „Cloverfield“ erweckt gezielt den Eindruck, der Zuschauer würde von der US-Regierung unter Verschluss gehaltenes Videomaterial zu Gesicht bekommen. So ist zum Beispiel auf den Titelkarten der Videos eindeutig „US-Verteidigungsministerium“ zu lesen. Daneben ist aber auch ein mehreckiges Logo zu erkennen. Wer die ebenfalls von Abrams produzierte Serie „Lost“ gesehen hat, dem dürfte das Achteck bekannt vorkommen. Es ist das Logo der mysteriösen Forschungsgruppe „Dharma Initiative“.

Der Spoiler aus einer anderen Welt

Dass toxische Trolle unbescholtenen Internetusern mit Spoilern ganz gerne mal den Spaß an Serien und Filmen verderben, das wissen wir nur zu gut. Es geht aber auch anders: John Carpenters Horrorfilm-Klassiker „Das Ding aus einer anderen Welt“ hat sich seinerzeit zum Beispiel kurzerhand selbst gespoilert. Und zwar direkt in den ersten fünf Minuten! Die legendäre Eingangssequenz, in welcher die Besatzung der Norwegischen Forschungsstation einen Hund durch das ewige Eis jagt, verrät nicht weniger als das große Geheimnis des Horrorfilms. Wer den Norwegischen Originalton der Szene übersetzt, der hört folgenden Satz: „Bleibt verdammt nochmal zurück! Das ist kein Hund! Es imitiert nur einen Hund! Es ist kein echter Hund! Bleibt zurück, ihr Idioten!“

 

Predator 2 und der Xenomorph

Predator 2“ hatte viele gute Ansätze und wirkte mit der Verlagerung des Geschehens in den urbanen „Dschungel“ auch bemerkenswert frisch. Leider war der Fortsetzung mit Danny Glover in der Hauptrolle nicht der gleiche Erfolg wie dem Action-Klassiker mit Arnold Schwarzenegger vergönnt. Trotzdem wird „Predator 2“ auch heute noch gern für ein legendäres Easter Eggs zitiert. Wer damals ganz genau hinsah, der konnte nämlich im düsteren Schiff des Predators ein paar besondere Trophäen erkennen. Offenbar waren die intergalaktischen Kopfgeldjäger auf ihren Reisen schon einmal in Kontakt mit den „Xenomorphs“, der Alien-Rasse aus dem „Alien“-Franchise, gekommen. Mehrere Schädel des von H.R. Giger entworfenen Monsters sind hier ausgestellt. Heute teilen sich Predatoren und Aliens in Comics, Romanen und (leider) auch Filmen offiziell ein Universum.

I Am Legend und die Batman V Superman-Prophezeiung

Auch „I Am Legend“ taucht Jahre nach seiner Erstveröffentlichung immer wieder auf. Die Gründe dafür sind mannigfaltig. Sei es aufgrund des alternativen Endes, der schlechten CG-Effekte oder wegen des fragwürdigen Verhältnisses zur Buchvorlage. Doch auch in puncto Easter Eggs hat die dystopische Erzählung über den letzten Mann auf Erden (Will Smith) noch viel Gesprächsstoff zu bieten. So ist in einer Szene etwa ein gewaltiges Werbelogo über den Trümmern New Yorks zu erkennen. Es handelt sich um eine Werbetafel für einen – damals, im Jahr 2007 noch fiktiven – „Batman-Superman“-Film. 2016 kam nun „Batman V Superman“ in die Kinos. Das Logo des ebenfalls von Warner Bros. produzierten Streifens weist erstaunliche Ähnlichkeiten auf. Zufall? Wohl kaum. „I Am Legend“-Produzent Akiva Goldsman war zu diesem Zeitpunkt in ein damals geheimes Projekt involviert, das den dunklen Ritter mit Superman vereinen sollte.

Scream und die teuflische Reporterin

Natürlich gehören auch klassische Cameo-Auftritte in das Easter Egg-Repertoire des Horrorfilms. Ein besonders schöner lässt sich in „Scream“ finden. Hier tritt Linda Blair, das vom Teufel besessene Mädchen aus dem Horror-Klassiker „Der Exorzist“ in einer sehr unscheinbaren Szene als Reporterin auf.

Land of The Dead trifft auf Shaun

Wer „Shaun of the Dead“ gesehen hat, dem dürfte kaum entgangen sein, dass Schauspieler Simon Pegg und Regisseur Edgar Wright große Fans von Zombie-Großvater George A. Romero sind. Der Erfolg ihrer Zombie-Komödie aus dem Jahr 2004 bescherte den beiden dann einen Gastauftritt in Romeros ein Jahr später erschienen „Land of the Dead“.

 

Evil Dead und Sam Raimis Lieblingsauto

Es ist einer der längsten Running-Gags der Filmgeschichte. Horrorveteran und Blockbuster-Regisseur Sam Raimi liebt sein 1973er Oldsmobile Delta 88 Royale und hat es seit „Evil Dead“ fast immer in seinen Filmen auftauchen lassen. Selbst in dem Western „The Quick and the Dead“ tauchen Teile des Oldtimers auf. Und auch in dem Remake seines Horror-Klassikers ist das Gefährt zu sehen.

Silent Hill und das Dorf der Verdammten

„Silent Hill“ gehörte zu einer der besseren Videospielverfilmungen. Dass es der Horrorfilm um das mysteriöse Treiben in einem abgelegenen Dorf in den Bergen ziemlich ernst mit dem Horror meinte, lies sich auch an den eingestreuten Zitaten erkennen. So war etwa die „Midwich Elementary School“ eine direkte Verbeugung vor dem Klassiker „Dorf der Verdammten“.

Halloween und der mysteriöse Herr Loomis

Im Slasher-Klassiker „Halloween“ wird der berühmte Killer Michael Myers von seinem Psychiater gejagt. Donald Pleasance spielte den verbissenen Dr. Sam Loomis in mehreren Filmen der Reihe und war damit ein fester Bestandteil der Geschichte. Der Name des Charakters war dabei als eine direkte Hommage an „Psycho“ gedacht, vom welchem sich „Halloween“ sichtbar hatte inspirieren lassen. Auch hier taucht eine Figur namens Sam Loomis auf.

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Der Nebel und der dunkle Turm

Die Hauptfigur der Stephen King-Verfilmung „Der Nebel“ kann zu Beginn bei der Arbeit beobachtet werden. Der Zuschauer blickt über die Schulter von Thomas Jane und erkennt dort ein Bild, das an einen anderen Roman von King erinnert. Zu sehen ist die Figur des Roland Deschain, dem Protagonisten der „The Dark Tower“-Reihe.

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