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Endlich auf Netflix: Diese Hip-Hop-Serie der „4 Blocks“-Macher schickt euch zurück in die 90er

Endlich auf Netflix: Diese Hip-Hop-Serie der „4 Blocks“-Macher schickt euch zurück in die 90er
© Turner Broadcasting System Europe Limited - a WarnerMedia Company / W&B Television GmbH / Gordon Timpen

Die „4 Blocks“-Produzenten melden sich mit einer neuen Serie zurück. Was „Almost Fly“ auszeichnet und warum die Hip-Hop-lastige Coming-of-Age-Serie so sehenswert, lest ihr hier.

Almost Fly

Almost Fly

Noch bevor die Fanta Vier oder Fettes Brot den deutschen Sprechgesang in den 1990er-Jahren salonfähig machten, versuchte sich die fiktive Provinzband „Atomic Trinity“ an Hip-Hop und Rap. Doch wie so oft ist der Weg zu Ruhm und Erfolg steinig. Das liegt nicht nur an mangelnden Englisch-Kenntnissen, sondern auch an schlecht ausgestatteten Plattenläden und elterlichem Karrieredruck. Für die Zuschauer*innen von „Almost Fly“ ist es aber vor allem eine kurzweilige Reise in die (womöglich eigene) Vergangenheit, die die Probleme des Heranwachsens genauso entwaffnend ehrlich, ungeschönt und humorvoll beschreibt, wie die Transformation von drei jugendlichen Außenseitern zu authentischen Deutschrappern. Nachdem die Serie bereits im vergangenen Sommer bei Sky und WOW zu sehen war, können jetzt endlich auch Netflix-Abonnent*innen für „Almost Fly“ einschalten.

Noch unschlüssig, ob ihr „Almost Fly“ begutachten sollt? Dann hilft vielleicht ein Blick in den Trailer:

Mit Deutschrap dem Provinzleben entfliehen

Die drei Protagonisten Walter (Samuel Benito), Ben (Andrew Porfitz) und Nik (Simon Fabian) sind auf den ersten Blick drei jugendliche Nerds, wie sie im Buche stehen. Ein Konzert auf dem Gelände der nahegelegenen US-Kaserne reißt sie mit voller Wucht aus ihrem tristen Alltag, denn die Hip-Hop-Beats gehen ihnen nicht nur in die Beine, sondern direkt bis ins Mark. Und warum eigentlich nicht selbst rappen, Mädchen beeindrucken und die Bühnen der Welt erobern? Das erste Ziel ist – noch bevor sie überhaupt einen Bandnamen haben – schnell klar: das Schulfest.

Selbst Musik machen stellt sich dann aber doch als schwieriger heraus, als es bei „Down by Law“ aussah. Immerhin kann der etwas verschrobene Nik mit selbstgebauter Technik punkten und präsentiert seinen Freunden bald die ersten eigenen Beats. Mit eigenen englischen Texten tun sich „W“ und Ben allerdings gewaltig schwer. Und so viel sei an dieser Stelle verraten: Trotz fresher Outfits und eigens gebastelten Videoclips läuft der Schulauftritt nicht ganz nach Plan. Aber noch ist nicht aller Tage Abend und die Serie nimmt jetzt erst richtig Fahrt auf.

Glaubwürdige Charaktere und coole Hip-Hop-Beats

Regisseur Florian Gaag („Wholetrain“) gelingt mit authentischen Charakteren, guter Story und Feingefühl für den Zeit- und Subkulturgeist ein echtes Unikat auf dem deutschen Serienmarkt. „Almost Fly“ zeichnet eine glaubhafte wie unterhaltsame Skizze der aufkeimenden, provinzialen Hip-Hop-Szene, die sich Anfang der 1990er-Jahre immer weiter ausbreitete und letztendlich die deutschen Charts stürmte. Natürlich spricht „Almost Fly“ musikalisch in erster Linie Oldschool-Hip-Hop-Fans an, aber auch wer mit Bens und Ws Vorbildern Run DMC und LL Cool J erst mal wenig anfangen kann, wird von der vielschichtigen Coming-of-Age-Geschichte der Protagonisten abgeholt. Die sympathisch, teils verschrobenen Charaktere schließt man sofort ins Herz, leidet bei den familiären Konflikten mit ihnen und erfreut sich über jeden noch so kleinen kreativen Fortschritt. „Almost Fly“ wird damit sehr viel mehr als „beinahe cool“, und das nicht nur für Hip-Hop-Fans und 90s-Kids.

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Zurück zum Schulauftritt, denn der hat letztendlich auch sein Gutes: Breakerin D*Nice oder auch Denise (Paula Hartmann), die neue Mitschülerin aus der DDR. Sie hilft den Jungs, wieder in die Spur zu kommen und vor allem ihren eigenen Stil zu finden. Doch nicht nur bei W baut sich derweil zu Hause ein Gewitter auf, auch Ben und Nik decken unschöne Familiengeheimnisse auf, die die Zukunft der Band auf die Zerreißprobe stellen. Wer wissen will, ob „Crazy Walt“, „MC Ben-C“ und „Quick Nik“ mit ihrer weiblichen Unterstützung D*Nice noch die Kurve bekommen, kann ab sofort alle Folgen „Almost Fly“ bei Netflix streamen.

Auch in unserem Quiz wird es musikalisch:

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