„Willkommen in Marwen“ im Kino

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Filmhandlung und Hintergrund

„Forrest Gump“-Regisseur Robert Zemeckis verfilmt die wahre Geschichte des Künstlers Mark Hogancamp, der ein Puppendorf baut, um ein Trauma zu verarbeiten.

Im April 2000 endet für Mark Hogancamp (Steve Carell) ein Leben und ein neues beginnt. Als Hogencamp vor seiner Stammkneipe von fünf Angreifern brutal niedergeschlagen und fast totgeprügelt wird, verliert er sein Gedächtnis. Alles ist verschwunden — die sechs Jahre in der Navy, die gescheiterte Ehe, alles. Hogancamp überlebt mit Mühe und Not. Nach dem Unfall hat er jedoch nicht nur sein vorheriges Leben vergessen, er leidet auch an einer Posttraumatischen Belastungsstörung, die ihn zwingt, den Angriff immer und immer wieder zu erleben.

Als Hogancamp im Hobby-Shop von Roberta (Merritt Wever) eine Actionfigur entdeckt, erfindet er ein Alter Ego. Cap’n Hogie ist ein Teufelskerl, ein Kampfpilot im Zweiten Weltkrieg, dessen Flugzeug in Belgien abgeschossen wird. In seinem Vorgarten baut Hogancamp ein Puppendorf — die fiktive belgische Kleinstadt Marwen, in der sein Alter Ego Abenteuer erlebt. Diese Welt bevölkert Hogancamp mit Personen aus seinem Umfeld. Vor allem mit starken Frauen wie der Sozialarbeiterin Julie (Janelle Monáe), der Barkeeperin Carlala (Eiza González), der russischen Haushaltshilfe Anna (Gwendoline Christie) und seiner schönen Nachbarin Nicol (Leslie Mann), die ihn als Barbie-Figuren vor den Nazi-Angreifern beschützen.

Die wahre Geschichte von Marwencol

Die Geschichte des Künstlers Mark Hogancamp ist absolut außergewöhnlich. Als Hogancamp im Jahr 2000 niedergeschlagen wird, weil er in einer Bar zugegeben hat, gerne High Heels zu tragen, verliert er sein gesamtes Gedächtnis. Es dauert Monate, wieder das Laufen, Sprechen, Essen zu lernen. Weil die Versicherung seine Therapiekosten jedoch nicht trägt, wird Hogancamp frühzeitig entlassen und muss sich seinem schweren Trauma allein stellen.

Hogancamp wird einige Jahre später berühmt, als Fotos von ihm in Kunstzeitschriften und Galerien veröffentlicht werden. Um sein Trauma zu verarbeiten, hat er ein Puppendorf in seinem Vorgarten aufgebaut und mit den Alter Egos seiner selbst und realer Figuren aus seinem Umfeld bevölkert – allesamt als Action-Figuren oder Barbies, die von Hogancamp in ein Zweiter-Weltkriegs-Setting versetzt wurden. Die detailliert ausstaffierten Szenen hat Hogancamp fotografiert. Seine Bilder wirken, als wären sie aus einem Tarantino-Film genommen, in dem starke Amazonen ihre Rache an Nazi-Schergen nehmen. Über die Kunst von Mark Hogancamp ist bereits die preisgekrönte Dokumentation „Marwencol“ erschienen.

„Willkommen in Marwen“ — Besetzung

Oscarpreisträger und „Forrest Gump“-Regisseur Robert Zemeckis verfilmt diese wahre Geschichte als eine Mischung aus Charakterstudie und CGI-Actionfilm. Dabei schlüpft Steve Carell („Battle of the Sexes“) in die Hauptrolle des traumatisierten Mark Hogancamp. Der Künstler ist umgeben von starken Frauen, die von herausragenden Schauspielerinnen wie Leslie Mann („How to Be Single“), Janelle Monáe („Moonlight“) oder Merritt Wever („Birdman“) verkörpert werden. Einen besonderen Auftritt hat außerdem Diane Kruger („Aus dem Nichts“).

Das „wahre“ Geschichte wird durch die fiktiven Abenteuer des Kampfpiloten Cap’n Hogie akzentuiert. Cap’n Hogie ist Mark Hogancamps Alter Ego, eine Action-Figur, die im Film durch CGI-Effekte zum Leben erweckt wird. Die Frauenfiguren stehen Cap’n Hogie ebenfalls als CGI-animierte Puppen zur Seite und helfen ihm tatkräftig, den Kampf gegen die Nazis zu gewinnen. Obwohl hier nur Actionfiguren gegeneinander kämpfen — es geht darum, Hogancamps Trauma zu besiegen.

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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