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The Trial of the Chicago 7

The Trial of the Chicago 7: Biopic von Aaron Sorkin über die Gerichtsverhandlung nach den 68er-Aufständen

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Filmhandlung und Hintergrund

Biopic von Aaron Sorkin über die Gerichtsverhandlung nach den 68er-Aufständen

1968: Protestierende ziehen in den Straßen von Chicago entlang, rufen ihren Slogan „Die ganze Welt schaut zu“ in die Kameras hinaus ins Live-Fernsehen, während die demokratischen Delegierten ihren Präsidentschaftskandidaten wählen sollen. Wollen die Protestierenden nur das Ende des Vietnamkriegs heraufbeschwören, eskalieren die Proteste auf den Straßen. Mit Tränengas werden die Demonstrant*innen um Abbie Hoffman (Sacha Baron Cohen), Tom Hayden (Eddie Redmayne) und ihren Verbündeten von den Polizist*innen zurückgeschlagen, Hunderte werden festgenommen, genauso Hunderte müssen ärztlich versorgt werden. Im folgenden Jahr sorgt der Gerichtsfall der Chicago 7 für weitere Schlagzeilen.

Die Chicago 7 sind Hoffman, Hayden, David Dellinger (John Carroll Lynch), Rennie Davis (Alex Sharp), John Froines (Danny Flaherty), Jerry Rubin (Jeremy Strong) und Lee Weiner (Noah Robbins), die der Verschwörung und der Anstiftung zu Volksunruhen angeklagt werden. Das Schicksal des vermeintlich achten im Bunde, Bobby Seale (Yahya Abdul Mateen II), wird in einer anderen Verhandlung beschlossen.

Der konservative Richter Julius Hoffman (Frank Langella) führt durch die monatelangen Verhandlungen, während sich die Bürgerrechtsanwälte William Kunstler (Mark Rylance) und Leonard Weinglass (Ben Shenkman) für die Protestierenden stark machen. Auf Seiten der Anklage kämpfen Richard Schultz (Joseph Gordon Levitt) und Tom Foran (J.C. MacKenzie) für den Schuldspruch basierend auf dem jüngst erlassenen Bundesgesetz, Artikel X des Civil Rights Act of 1968. Demnach wird die Anstiftung und die Teilnahme bei Randalen strafrechtlich verfolgt.

Im Teaser-Trailer wird die Gerichtsverhandlung der Chicago 7 gezeigt

„The Trial of the Chicago 7“ – Wahre Hintergründe

1968 markiert ein Jahr der Unruhen und Aufstände. Nach dem Mord an Martin Luther King Jr. im April 1968 und dem Attentat an Robert „Bobby“ F. Kennedy im Juni 1968 sind die Gemüter erhitzt. Bürgerrechtler*innen forderten mehr als nur einen friedlichen Protest bei der Democratic National Convention im August 1968. Während 100.000 mit friedlichen Absichten in den Straßen von Chicago marschieren, mobilisieren sich knapp 10.000 Demonstrierende, um für Unruhen zu sorgen.

Unter den Festnahmen sind die als „Chicago 7“ bekannten Bürgerrechtler, denen ein Jahr später der Prozess gemacht wird. Ihnen wird vorgeworfen die Unruhen bewusst angezettelt zu haben und dafür die Bundesstaat-Grenze überquert zu haben. Der monatelange Prozess wurde von Richter Julius Hoffman geführt, der seine Antipathie gegen die Verteidigung und ihre Anwälte von Beginn an klar machte. Im Urteil wurden die sieben Angeklagten schuldig gesprochen und Haftstrafen bis zu vier Jahren verhangen. Im Berufungsverfahren 1972 wurden die Verurteilungen aufgehoben, da festgestellt wurde, dass der Richter voreingenommen geurteilt hat.

„The Trial of the Chicago 7“ – Besetzung, Netflix-Start

Bereits 2007 schrieb Drehbuchautor Aaron Sorkin das Skript über den Prozess gegen die Chicago 7. Als Regisseur sollte niemand Geringeres als Steven Spielberg engagiert werden, doch der Streik der Writers Guild of America legte das Projekt auf Eis. Erst 2018 nahm es wieder Fahrt auf, als Sorkin selbst als Regisseur verpflichtet wurde.

Mit einer hochkarätigen Besetzung rund um Sacha Baron Cohen und den Oscar-Preisträgern Eddie Redmayne sowie Mark Rylance wird der geschichtsträchtige Prozess auf die Leinwand gebannt. Weitere markante Rollen übernehmen Joseph Gordon-Levitt als Strafrechtler, sowie Michael Keaton als Ramsey Clark, der den Justizminister der Jahre 1967-1969 mimt.

War ursprünglich eine Kinoauswertung geplant, verkaufte das Studio Paramount Pictures die Filmrechte an Streaming-Anbieter Netflix. Grund ist die anhaltende Corona-Pandemie. Am 16. Oktober 2020 erscheint „The Trial of the Chicago 7“ auf Netflix.

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