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The Dead Don't Die

   Kinostart: 13.06.2019

The Dead Don't Die: Zombie-Komödie über zwei Polizisten (Billy Murray & Adam Driver), die mit vereinten Kräften versuchen, ihre Stadt vor den Untoten zu bewahren.

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Filmhandlung und Hintergrund

Zombie-Komödie über zwei Polizisten (Billy Murray & Adam Driver), die mit vereinten Kräften versuchen, ihre Stadt vor den Untoten zu bewahren.

Das ruhige Leben in der idyllischen Kleinstadt Centerville gerät überraschend aus den Fugen, als die örtliche Polizei zu einem Fall in ein abgelegenes Diner gerufen wird. Den Beamten Ronald (Adam Driver), seinem Vater Cliff (Bill Murray) und ihrer Kollegin (Chloë Sevigny) bietet sich ein Bild des Grauens, die Opfer wurden furchtbar zugerichtet.

Die anfängliche Unklarheit über die Täter wird schnell zur bösen Gewissheit: Centerville wird von blutrünstigen Zombies heimgesucht! Die Gräber der Stadt leeren sich zusehends und es kommt immer häufiger zu Angriffen auf Centervilles Anwohner. Interessanterweise scheinen die Zombies jedoch nicht ausschließlich ihren Hunger auf frisches Menschenfleisch stillen zu wollen, sondern gehen auch nach dem Ableben ihren Lieblingsaktivitäten nach, spielen Tennis oder starren auf ihre Smartphone-Bildschirme.

Dennoch handelt es sich um eine ernstzunehmende Bedrohung. Die drei Dorfpolizisten schließen sich mit der eigentümlichen schottischen Bestatterin von Centerville zusammen und versuchen, ihre Stadt von der Zombie-Invasion zu befreien.

Im Trailer könnt ihr das kuriose Polizisten-Gespann in Aktion sehen:

„The Dead Don’t Die“ – Hintergründe

Für seine Horror-Komödie hat Independent-Regisseur Jim Jarmusch („Paterson“, „Only Lovers Left Alive“) eine hochkarätige Besetzung um sich versammelt. Neben Adam Driver und Bill Murray als Vater-Sohn-Polizisten-Gespann Ronald und Cliff sehen wir Tilda Swinton als eigenwillige Bestatterin und Chloë Sevigny als Polizistin; in weiteren Rollen Danny GloverSteve BuscemiSelena Gomez und die Musiker Iggy Pop und RZA.

„The Dead Don’t Die“ verspricht abgedrehten Zombie-Spaß und schlägt mit seinem trockenen Humor in eine ähnliche Kerbe wie „Zombieland“.

„The Dead Don’t Die“ – Kinostart

Die unterhaltsame Zombie-Komödie startet am 13. Juni 2019 in den deutschen Kinos und hat eine FSK-Altersfreigabe ab 16 Jahren.

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Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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114 Bewertungen
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Kritikerrezensionen

  • „Wertvoll”

      THE DEAD DON’T DIE von Jim Jarmusch erzählt auf lakonisch-augenzwinkernde Art die Geschichte des verschlafenen Städtchens Centerville, in dem eines Nachts die Toten erwachen und als Zombies durch die Gegend streifen.

      Einsiedler-Bob lebt im Wald. Von dort aus beobachtet er das eher gemächliche Treiben im kleinen Städtchen Centerville, in dem das Leben wie ein schöner ruhiger Fluss ist. Doch was Bob seit geraumer Zeit durch sein Fernglas mitansehen muss, gefällt ihm gar nicht. Denn irgendwie wird es gar nicht mehr richtig dunkel. Die Tiere nehmen Reißaus. Und auch die Toten geben keine Ruhe mehr. Nachts kommen sie aus ihren Gräbern und verlangen nach dem, was sie auch als Lebende gerne mochten. Ein Tässchen Kaffee, ein Gläschen Chardonnay, kostenloses WLAN. Und natürlich Menschenfleisch. Viel Menschenfleisch. Die lokale Polizei ist nach ersten Attacken alarmiert. Und gewappnet, weil jeder, der schon mal einen Zombiefilm gesehen hat, natürlich weiß, was zu tun ist. Und so besorgen sich die braven Bürger von Centerville geeignete Waffen, um die Zombies zu vernichten. Oder zumindest in dem Versuch, sich zu wehren, ihr Bestes zu geben. Denn wie bemerkt einer der Polizisten so treffend: „Dies hier wird kein gutes Ende nehmen“. Mit THE DEAD DON’T DIE wagt Regisseur Jim Jarmusch seinen ersten Ausflug in das Horror-Subgenre des Zombiefilms und verarbeitet die Thematik, ganz in seinem eigenen Stil, mit lakonischem Humor und einer guten Portion Gesellschafts- und Zeitkritik. Schon die erste Sequenz setzt die Stimmung. Langsame, pointierte Dialoge, die sich um scheinbar nichts drehen und in ihren wiederholenden Aussagen die Stimmung des verschlafenen Städtchens spiegeln. Großartig wirkt auch das unaufgeregte Spiel der Darsteller, allen voran Bill Murray, Adam Driver, Chloe Sevigny, Steve Buscemi und Tilda Swinton. Allesamt verkörpern sie Gestalten und Archetypen, die so ineinander greifen, als würden sie tatsächlich in eben jenem Centerville leben, das es gar nicht gibt und doch als Symbol für die typisch amerikanische Kleinstadt von heute gelten kann. Einschließlich einer irrationalen Angst vor dem Fremden und einer ohnmächtigen Hilflosigkeit gegenüber bedrohlichen Geistern, die man selber geweckt hat. Mit einem passenden stimmungsvollen Soundtrack - angeführt von dem ohrwurmsetzenden Titelsong -, einem klugen Kamerakonzept mit Blick für das kongeniale Setting, und einer perfekten Maske erschafft Jim Jarmusch einen höchst amüsanten, selbstreflexiven und augenzwinkernden Mix aus Horrorfilm und Komödie. Und eine ganz eigenständige Interpretation des Genres Zombiefilm.

      Jurybegründung:

      Im neuen Film von Jim Jarmusch wendet sich der Regisseur mit dem Zombiefilm einem Horrorfilm-Subgenre zu, dessen Popularität zuletzt immens gewachsen ist. In THE DEAD DON’T DIE parodiert er dieses Subgenre nicht nur, sondern weidet dessen Potenzial zur Gesellschaftskritik genüsslicher aus als es je zuvor geschehen ist. Bereits der Urvater des modernen Zombiefilms, George A. Romero, hatte seine Filmreihe dazu genutzt, drastische und explizite Bilder mit einer sehr deutlichen Kritik auf Meinungsbildung und Konsum zu verknüpfen. Folgerichtig beginnt Jarmuschs Film denn auch wie einst DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN auf einem Friedhof - wie THE DEAD DON’T DIE überhaupt vor Zitaten und Anspielungen aus der internationalen Horrorfilmgeschichte nur so strotzt. Was also bei Romero & Co. als Kritik an der Konsumgesellschaft formuliert wird, wandelt sich bei Jarmusch nur noch zu blankem Spott. Gier, Rassismus, Nationalismus, Fracking - die gesamte Palette Trump’scher (Un-)Tugenden stellt bei Jarmusch die überdeutliche Metaebene dar. Konzeptionell tritt zudem an mehreren Stellen das Bemühen nach Brechung der filmischen Illusion zu Tage, meist schlicht durch Benennung der eigenen Dreharbeiten, am Ende gar durch eine der absurdesten Wendungen der jüngeren Filmgeschichte.

      All diese Elemente der Verfremdung und Überspitzung summieren sich zu einem äußerst unterhaltsamen und intelligenten Spaß, der durch die liebevoll erzählten Figuren und ihre aberwitzigen Dialoge noch potenziert wird. Selten ist so wenig Hysterie und so viel entspannte Haltung angesichts blutrünstiger Zombies in einem Film gezeigt worden wie hier vom herausragenden und sehr prominenten Ensemble. Gerade subtil ist diese Art und Weise der Umsetzung freilich nicht - doch wer ein auch von Effekten geprägtes Subgenre anspielungsreich persiflieren möchte, muss auch mit dem dicken Pinsel arbeiten dürfen. Da das Gesamtpaket als solches in sich absolut stimmig ausgefallen und zudem die deutsche Bearbeitung und Synchronisation ausdrücklich gelungen ist, erteilt die Jury mit Überzeugung das Prädikat „besonders wertvoll“.

      Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
    1. The Dead Don't Die: Zombie-Komödie über zwei Polizisten (Billy Murray & Adam Driver), die mit vereinten Kräften versuchen, ihre Stadt vor den Untoten zu bewahren.

      Lakonische Zombiekomödie mit der Independentveteran Jim Jarmusch das 72. Festival de Cannes eröffnete.

      Sollte es Jim Jarmuschs Absicht gewesen sein, sich mit „The Dead Don’t Die“ an die Zombiewelle im Sog von „The Walking Dead“ anzuhängen, dann höchstens mit einem überaus wissenden lakonischen Augenzwinkern. Von der nihilistischen Brutalität der Erfolgsserie ist hier jedenfalls nichts zu sehen, dafür aber viel von Jarmuschs Deadpan-Humor, der selbst die ernstesten Arbeiten des New Yorker Palme-d’Or-Gewinners (für „Stranger Than Paradise„, 1984; außerdem Großer Preis der Jury 2005 für „Broken Flowers„) schmückt wie ein Lächeln, das um den Mund eines traurigen Clowns spielt. Weniger „The Walking Dead“ - oder eben auch der Jux „Zombieland“, in dem Bill Murray, Hauptdarsteller von „The Dead Don’t Die“, einen Gastauftritt als er selbst hat - ist Jarmuschs zwölfter Spielfilm eher eine Hommage an George A Romeros „Die Nacht der lebenden Toten“ aus dem Jahr 1968. Wenn man „Stranger Than Paradise“ als Urknall des modernen amerikanischen Independentfilms betrachtet, so war Romeros Schwarzweiß-Film von 1968 zumindest eine der Blaupausen dafür. Nun nimmt Jarmusch noch direkter Bezug darauf, lässt Tote aus ihren Gräbern aufstehen, über die Mainstreet taumeln und die etwas schräge, aber doch ganz harmonische Welt der Kleinstadt Centerville aus den Fugen geraten.

      Die Polizei um den rührigen Cliff Robertson und seinen umtriebigen, von Adam Driver gespielten Deputy Ronny Peterson hat es hier bislang schlimmstenfalls mit Hühnerdiebstahl zu tun gehabt und sieht sich nun mit einer Invasion Untoter konfrontiert, der man nur mit einer Maßnahme Einhalt gebieten kann: Man muss den Kopf töten - kill the head! Aber nicht von ungefähr orakelt Ronny gleich zu Beginn: Das wird kein gutes Ende nehmen. Und während die Einwohner, darunter eine enigmatische Totengräberin aus Schottland, ein rassistischer Bauer mit „Make America White Again“-Hut und ein paar Hipster-Kids aus der Großstadt, auf ihre Weise mal mehr, mal weniger ungelenk mit der Bedrohung umgehen, spielt der Titelsong von Countrysänger Sturgill Simpson und stimmt auf das Ende der Welt, wie wir sie kennen, ein: Wenn die Toten nicht sterben, haben die Lebenden keine Chance. Auch weil, wie Ronny alias Adam Driver seinem Chef erklärt, das genau so im Drehbuch steht, das er in Gänze gelesen habe. Das Zwinkern in Richtung Publikum ist ein zündender Gag, hat aber auch eine tiefere Bedeutung: Wie „Die Nacht der lebenden Toten“ ein Kommentar George Romeros zu Amerika während des Vietnamkriegs war, ist „The Dead Don’t Die“, diese zurückgelehnte Kontemplation einer Zombie-Apokalypse, nun der erste explizite Kommentar eines führenden amerikanischen Filmemacher zum Amerika Donald Trumps: Es ist nicht der beste Film von Jarmusch, aber auf seine ganz schräge eigene Weise dringlichste. ts.

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