Street Kings

  1. Ø 4
   2008
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Filmhandlung und Hintergrund

Street Kings: Im Revier von "Training Day" und "Dark Blue" angesiedelter Actionthriller mit Keanu Reeves als Cop, der der Gerechtigkeit bevorzugt mit abgefeuerter Waffe dient.

Der altgediente LAPD-Cop Tom Ludlow (Keanu Reeves) setzt alles daran, die Mörder seines früheren Partners, Detective Terrance Washington (Terry Crews), zu finden. Nur mit Mühe hält ihn sein Vorgesetzter, Captain Wander (Forest Whitaker), davon ab, die Grenzen des Rechts zu überschreiten, worauf der interne Ermittler Captain Biggs (Hugh Laurie) nur wartet. Nachwuchscop Diskant (Chris Evans) steht ihm bei, als er quer durch Los Angeles fahndet.

Adrenalinspezialist David Ayer, Drehbuchautor von „Training Day“ und „S.W.A.T.„, sowie die Buchvorlage von James Ellroy bürgen für einen packenden und starbesetzten Polizeithriller, in dem ein deprimierter Keanu Reeves nach Gerechtigkeit im korrupten Moloch von Los Angeles sucht.

Detective Ludlow bringt Resultate, selten aber Überlebende vom Einsatz zurück. Als Gangsterkiller ist er längst im Visier der polizeiinternen Überwachung, wird aber von seinem Chef und den anderen Mitgliedern seiner Spezialeinheit geschützt. Als er jedoch die Killer eines Kollegen jagt, gerät in einen Zweifrontenkrieg, in dem die Feinde nicht nur Gang-Tattoos, sondern auch Polizeimarken tragen.

Detective Ludlow bringt Resultate, selten aber Überlebende vom Einsatz zurück. Als Gangsterkiller ist er längst im Visier der polizeiinternen Überwachung, wird aber von seinem Chef geschützt. Nachdem sein Ex-Partner als Spitzel enttarnt wird, sieht Ludlow rot, und gerät in eine Schießerei mit Ladendieben, die dem Maulwurf das Leben kostet. Dass es sich dabei um eine Hinrichtung handelt, deren Auftraggeber Polizeimarken tragen, lässt Ludlow elektrisiert Jagd auf die Mörder machen, bis sie und die Drahtzieher Gerechtigkeit durch die Kugel erfahren.

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Kritikerrezensionen

  • Regisseur David Ayer und Schriftsteller James Ellroy haben sich für dieses an Gewalttaten reiche Actionspektakel zusammengetan, das die Polizei von Los Angeles in ein düsteres Licht rückt. Tom Ludlow und seine Kollegen benehmen sich wie „Street Kings“ und ballern sich ihren Weg durch den Großstadtdschungel frei, als wären sie einer kühnen Fantasie des Kinderspiels Räuber und Gendarm entsprungen. Der Chef selbst deckt seine illegal agierenden Leute gerne und regelmäßig. Der harte Actionthriller lässt Keanu Reeves in der Hauptrolle zum schießwütigen Rächer mutieren.

    Gleich zu Anfang nimmt sich Tom Ludlow eine Bande von Sexgangstern vor, die zwei Mädchen gefangen halten. Er knallt die Täter in ihrem Haus ab und feuert anschließend mit der Waffe eines Toten in die Wand – damit es so aussieht, als hätte er in Notwehr gehandelt. Der überschwängliche Dank seines Chefs Jack Wander ist ihm sicher: Tom hat mit der Befreiung der Mädchen wieder einmal verlässliche Arbeit geliefert. Wander, emotional gespielt von Forest Whitaker, zieht auch keine Konsequenzen daraus, dass Ludlow permanent angetrunken ist. Doch dann kommt es zu einem überaus blutigen Überfall in einem Laden, bei dem Ludlow den Kollegen sterben sieht, der ihn bei der Inneren Sicherheit angeschwärzt hat.

    Offiziell sitzt der harte Cop jetzt also hinter dem Schreibtisch in der Beschwerdeabteilung, um skurrile Klagen von Bürgern anzuhören, die sich von der Polizei schlecht behandelt fühlen. Aber sein junger Kollege Paul Diskant, gespielt von Chris Evans, sucht dann doch Ludlows Hilfe bei der Suche nach den Polizistenmördern. Ihm kann der abgebrühte, vom Tod seiner Frau vor drei Jahren noch immer getroffene Ludlow zeigen, wie man das unvorschriftsmäßig macht. Und ab geht die Post durch die Ghettos der Stadt. Diskant zu Ludlow im Auto: „Werden wir sie umbringen?“ Antwort: „Nein, wir stellen ihnen ein paar Fragen. Dann bringen wir sie um.“

    Der Thriller arbeitet mit physischem Schrecken: Revolverschüsse knallen richtig laut, und sie sind in der Regel tödlich, wobei das verblutende Opfer oft noch reichlich Gelegenheit hat, vor der Kamera zu zucken. Leichen werden aus der Erde herausgebuddelt, neue Tote fallen in die gleiche Grube. Dermaßen in das mörderische Geschehen involviert, geht einem die düstere Handlung zwangsläufig nahe und Keanu Reeves als Ludlow erscheint einem bald sogar als Sympathieträger, als ein Ausbund an Verlässlichkeit, ja als moralische Instanz.

    Die schwarze Atmosphäre und die drastischen Szenen, die markanten, von Keanu Reeves und Forest Whitaker gespielten Hauptfiguren sowie die multikulturelle, auf das Straßenbild von Los Angeles passende Besetzung sind die stärkeren Aspekte des Films. Die Geschichte jedoch verfolgt lange Zeit rätselhafte Fährten und lässt bewusst vieles im Nebel, nur um am Schluss noch eine Überraschung aus dem Ärmel zu ziehen. Doch diese Auflösung folgt einem konventionellen Muster und ist gar nicht mehr beabsichtigt als raffiniert konstruierter Höhepunkt, der im Nachhinein vieles erklärt.

    Fazit: Keanu Reeves befördert in diesem harten Actionthriller die Kriminellen nicht ins Gefängnis, sondern gleich ins Jenseits.
  • Konsequent harter Actionthriller über selbstherrliche Cops, die in den Straßen von Los Angeles mit der Waffe Recht sprechen.

    In vier von bisher sechs Drehbüchern David Ayers („Training Day“) beherrschen Polizisten den Plot, kollidieren idealistische Standpunkte mit moralischer Kapitulation und folgender Korruption. Diese Fixierung verbindet den im Gangland von L.A. aufgewachsenen Autor mit James Ellroy, dem dunklen Fürsten des desillusionierten Copdramas. Wie schon bei Ayers Skript zu „Dark Blue“ war Ellroy in die Entwicklung von „Street Kings“ involviert, den Ayer nun selbst inszenierte. Mehr noch als im Vorgänger agieren die Cops, die „Street Kings“, im rechtsfreien Raum – selbst das institutseigene Kontrollorgan bedient sich ähnlicher Mittel, wenn auch aus anderen Motiven. Im Fokus des Films steht Detective Ludlow (Keanu Reeves), der abends zuerst nach dem Wecker, dann aber schon nach der Waffe greift. Der Reflex eines „Shooters“, der sich nur an die Kugel, nicht die Vorschriften hält, später im Alleingang eine Wohnung stürmt und die Justiz arbeitslos macht. Am Ende sind zwei verschleppte Mädchen befreit und vier koreanische Gangster in der Pathologie. Während sein Mentor (Forest Whitaker), Chef einer Spezialeinheit, ihn immer wieder deckt, hat ihn di „Internal Affairs“ längst im Visier. Als sein Ex-Partner als deren Spitzel enttarnt wird, sieht Ludlow rot, gerät in eine Schießerei mit Ladendieben, die dem Maulwurf das Leben kostet. Dass es sich dabei um eine Hinrichtung handelt, deren Auftraggeber Polizeimarken tragen, durchschaut Ludlow später als mancher Zuschauer, der das Genre oder die Kultserie „The Shield“ kennt. Eine Intensitätsbremse ist das jedoch nicht, denn elektrisiert jagt Ludlow jetzt die Mörder, bis sie und die Drahtzieher Gerechtigkeit durch die Kugel erfahren und sich am Ende auch die Saubermänner die Hände schmutzig machen. „Street Kings“ ist nicht subtil, lotet die Grauzonen nicht so aus, wie das etwa „Colors – Farben der Gewalt“ gelang. Gewissensprüfung findet nur ansatzweise statt. Die einen töten, um sich zu bereichern, die anderen, um den blockierenden Rechtsstaat zu umgehen. Reeves überzeugt mit überraschender Explosivität als Antiheld einer Geschichte, die ihre bekannten Erzählmuster mit Spannung, packender Action und einem konsequent ernüchternden Ton vergessen lässt. Das Gute existiert, aber überleben kann es in Ayers und Ellroys Universum nicht. kob.

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