Spiel ohne Regeln

  1. Ø 4.5
   2005
Trailer abspielen
Spiel ohne Regeln Poster
Trailer abspielen
Alle Bilder und Videos zu Spiel ohne Regeln

Filmhandlung und Hintergrund

Spiel ohne Regeln: Familienfreundliche Variante von Robert Aldrich harter Gefängnis-Football-Dramedy.

Vor Jahren verlor Ex-Profi Paul „Wrecking“ Crewe (Adam Sandler) betrügerisch ein Football-Spiel. Und weil er jetzt den Wagen seiner Freundin, ein paar Polizeiautos sowie die eigene Bewährung demoliert hat, wandert er direkt ins Gefängnis des sportbegeisterten Direktors Hazen (James Cromwell). Der möchte, dass Crewe für seine halbprofessionell kickenden Sado-Wächter ein Sparringsteam aus Häftlingen trainiert. Bei denen ist Crewe zwar nicht sehr beliebt, doch weckt die Aussicht, legal Wärterknochen brechen zu dürfen, bald einiges Interesse.

Prominenz aus Sport- und Wrestlingarena ließ sich für dieses Remake eines Robert-Aldrich-Klassikers aus dem Jahr 1974 („Die härteste Meile„) nicht lange bitten. Chris Rock stiehlt sogar Adam Sandler die Show, und auch Burt Reynolds ist wieder mit von der Partie.

Der ehemalige NFL-Footballstar Paul „Wrecking“ Crewe landet im texanischen Staatsgefängnis. Direktor Hazen verlangt, dass sein neuer Starinsasse ein Häftlingsteam zusammenstellt, an dem sich die halbprofessionelle Mannschaft der Gefängniswärter warmspielen kann. Doch aus dem Team von Verlierern wird bald ein ernst zu nehmender Gegner.

Ex-Footballstar Paul „Wrecking“ Crewe sitzt nach Verletzung der Bewährungsauflagen und einem Unfall unter Alkoholeinfluss mächtig in der Klemme – und bald darauf im texanischen Staatsgefängnis. Dessen Direktor Hazen wittert seine Chance und lässt Paul ein Häftlingsteam zusammenstellen, an dem sich die halbprofessionelle Crew seiner sadistischen Wärter sportlich austoben kann. Doch Hazen hat sich gründlich verrechnet, trainiert Paul trotz anfänglicher Antipathie seine Knast-Loser doch schon bald zu ernstzunehmenden Gegnern.

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

So werten die User Ø
(2)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme
So werten die Kritiker (2 Stimmen)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • The Longest Yard ist ein Remake von dem gleichnamigen Film, der in den siebziger Jahren im Kino lief. Damals war noch Burt Reynolds derjenige der in dem Trikot von Paul Crewe auflief, nun erlebt er in dem Remake eine Wiederbelebung, die nur Legenden zuteil wird. Der Film, bei dem Robert Aldrich Regie führte, war damals ein echter Erfolg, dessen Ruf noch lange nachhallte.

    Doch wo das Original noch begeistern konnte, würfelt die Neuauflage nur bekannte Elemente zusammen, die eigentlich niemanden mehr vom Hocker reißen können.

    Dennoch ist es erstaunlich, dass selbst die am häufigsten zitierten Klischees noch Lacher einfahren können. So hat man während des Filmes oft seinen Spaß, auch wenn man sich danach fragt, was genau denn eigentlich so lustig war.

    Adam Sandler, nicht gerade einer der talentiertesten Schauspieler der amerikanischen Nation, ist in diesem Film aber erstaunlich gut aufgehoben. In einem Werk, in dem es nicht auf schauspielerische Werte ankommt, fällt der Darsteller nicht so unschön auf, wie es bei den meisten anderen Filmen der Fall ist. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass sein Gesicht die meiste Zeit mit einem Footballhelm verdeckt wird, und so wirkt selbst die am wenigsten zu emotionalen Zügen fähige Mimik, wie ein wahres Wunderwerk an Schauspielkunst. Eine Taktik, die auch bei den anderen Darstellern des Filmes sehr gut aufgeht. Wobei man ja nicht verleugnen sollte, dass die Filmemacher einige echte Charakterköpfe in den Film gecastet haben. Nichtsdestotrotz gibt es hier kaum etwas was anspruchsvoll oder gar der Bannung auf die Leinwand würde wäre.

    Am Erstaunlichsten, und vielleicht auch Aussagekräftigsten in Hinblick auf ihre Karriere, ist Courteney Cox Arquettes Auftritt am Anfang des Filmes, nicht einmal fünf Minuten auf der Leinwand zu sehen, ist ihre Aufgabe klar definiert. In einem knappen sexy Kleid ihren gestählten Body vorzuführen, und sich bitte immer möglichst so zu bücken, dass man ihr gut ins Dekoltée schauen kann.

    Aber ist gibt auch Dinge, die durchaus positiv aufgefallen sind. Für jemanden, dem American Football nicht so ganz geläufig sind, ist dieser Film eine wahre Erfrischung. Anstatt der so in Mode gekommenen schnellen und irritierenden Schnitte, wenn es um den Sport geht, verweilt die Kamera hier zuweilen länger auf den Darstellern, was zur Folge hat, dass die Regeln ein wenig klarer werden. Welch ein Gewinn für den Film... zumal wir ja nicht ins Kino gehen um eine Sportart besser zu verstehen, da kann man sich auch Lehrfilme anschauen.

    Um es kurz zu fassen, der Film ist ein echter Schlag ins Wasser. Und um auch noch gleich eine Warnung auszusprechen, die Tatsache, dass man über ihn dennoch lachen kann und sogar zeitweilig unterhalten wird, kann zu erheblichen Zweifeln an der eigenen Intelligenz führen.

    Fazit: Aber wirklich nur für Adam Sandler Fans, alle anderen werden sich über kurz oder lang in diesem Film verloren fühlen.
  • War es für (den hier erneut in einer tragenden Nebenrolle mitwirkenden) Originalstar Burt Reynolds anno 1974 „Die härteste Meile“, die es in der hart gesottenen Robert-Aldrich-Footballdramedy zu bewältigen galt, schlägt sich Adam Sandler beim Remake in derselben Rolle gewohnt lässig-lustig im „Spiel ohne Regeln“ durch. Inszeniert wurde das Update von Sandler-Dauerkollaborateur Peter Segal („50 erste Dates“, „Die Wutprobe“), der seine Ode an den Underdog mit einigem Respekt für die Vorlage mit mehr familienfreundlichem Humor inszeniert. Am US-Boxoffice führte dieser abgeänderte Spielplan zu einem kommerziellen Touchdown und dem bislang besten Opening in Sandlers Karriere.

    Der Anfang ist das Ende – und zwar das Ende einer einst strahlenden Karriere. Knapp wird gezeigt, wie der ehemalige NFL-Footballstar Paul „Wrecking“ Crewe im Suff von Cops verfolgt den Bentley seiner Freundin demoliert. Damit wird seine Bewährung wegen Spielbetrugs (er hatte absichtlich Punkte verloren) aufgehoben und er landet in einem texanischen Staatsgefängnis unter Direktor Hazen (James Cromwell). Der verlangt, dass sein neuer Starinsasse ein Häftlingsteam zusammenstellt, an dem sich die halbprofessionelle Mannschaft der Gefängniswärter warmspielen kann. Die Wärter (zum Teil von schrankgroßen ehemaligen Football- und Wrestling-Stars wie Brian Bosworth und Steve Austin gespielt) sind ein hundsgemeiner Haufen sadistischer Rednecks, was gleich zu Anfang mit einer brutalen Abreibung, die Crewe von Captain Knauer (William Fichtner) verpasst bekommt, demonstriert wird. Auch bei seinen Mitgefangenen stößt Crewe auf null Sympathie und ist wegen seiner früheren „unamerikanischen“ Mogelei ein geächteter Außenseiter. Lediglich der gewiefte Hausmeister (Chris Rock, Sandlers früherer „Saturday Night Live“-Kollege) freundet sich mit Paul an und hilft ihm beim mühseligen Unterfangen.

    Zunächst tritt nur der übliche Trupp von Verlierern (vom bierbäuchigen Fettwanst zum unsportlichen Möchtegernspieler) an. Ein Lichtblick ist der blitzschnelle Meggert (Rapper Nelly in seinem ordentlichen Filmdebüt). Seine Demütigung durch die rassistischen Wärter führt schließlich dazu, dass die Gang der superathletischen Schwarzen bei der Mannschaft einsteigt und so eine echte Chance besteht, den verhassten Gegnern die verdiente Abreibung zu erteilen. So wird der große Spieltag (dazu steigert sich der Stadionrock-Hymnen-lastige Soundtrack zur Frenetik) zum kathartischen Spektakel, bei dem sich das ewig unterdrückte und machtlose dreckige Dutzend der Häftlinge wenigsten einmal gegenüber den unfairen Autoritätsfiguren behaupten können.

    Drehbuchautor Tracy Kennan Wynn modernisierte das Originalskript von Sheldon Turner mit gängigen Popkulturreferenzen und tilgte weitgehend die Unflätigkeiten der ursprünglichen Dialoge (das einzige „Fuck“ des Films bleibt Chris Rock vorbehalten). Originalgetreu übernommen wurden hingegen einige Szenen, manche Kameraeinstellungen und ein tragischer Plottwist, der seine Wirkung nicht verfehlt. Die ernsten Känge werden von Albernheiten (verschiedene bizarre Macken und sexuelleVorlieben der Sträflinge, eine Schlammschlacht in Zeitlupe) aufgewogen. Insgesamt dominiert ein überraschend liberaler Ton, da der Film seine Spitzen und Witze gleichmäßig verteilt und Minderheiten zwar für Gags herhalten müssen (dann aber homogen in die Gruppe der Underdogs eingegliedert werden), die eigentliche Zielscheibe des Spotts aber Establishment, Autoritäten und Gefängniswärter sind. Zudem ist Sandler in seiner Rolle des gefallenen Helden, der sich rehabilitieren will, angenehm sympathisch. Reynolds mimt diesmal einen ehemaligen Footballspieler und Coach, während Ed Lauter, der in der ersten Version Captain Knauer spielte, diesmal amüsant auf der anderen Seite der Gefängnisstäbe zu sehen ist. Ein schlagkräftiges Plädoyer für Jux und Dollerei, in dem ein gesellschaftskritisches Herz für die Außenseiter der Gesellschaft pocht. ara.

News und Stories

Kommentare