Filmhandlung und Hintergrund

Schwarzhumoriger Horrorthriller nach dem Zehn-Kleine-Negerlein-Prinzip.

Ein echtes Bonbon wartet auf die mit keinerlei moralischen Skrupeln gesegneten Verkaufsprofis eines Rüstungskonzerns: Zum Dank für ihre Leistungen dürfen sie ein Motivationswochenende in einem speziell dafür ausgestatteten Camp in Osteuropa erleben. Pech bloß, dass ihr Camp bereits belegt ist von einer hartgesottenen Söldnerhorde, die nichts von sonnenbankgegerbten Yuppies hält. Prompt kommt es zwischen Städtern und Militärpsychos zum Kampf auf Leben und Tod.

Ganz im Stile des neuen Sado-Horrors à la „Hostel„, „Wolf Creek“ und „Wilderness“ ist auch dieses Hinterwaldgemetzel für Hartgesottene von „Creep„-Regisseur Christopher Smith.

Die Geschäftsleitung eines Rüstungskonzerns hat sich für seine Mitarbeiter etwas besonderes ausgedacht: ein Motivations-Wochenende in einer Firmen-Lodge im tiefsten Osteuropa. Schon die Anreise im Bus läuft schief, doch es kommt - natürlich - noch schlimmer. Die Immobilie mitten im finstersten Wald entpuppt sich als das Quartier durchgeknallter Kriegssöldner, die nicht begeistert vom unangemeldeten Besuch der Weicheier aus dem Westen und mit allen unfairen Mitteln Jagd auf die bleiche Beute machen.

Team-building Exercise nennt sich neudeutsch das Wochenende im ungarischen Outback, das der Rüstungskonzern Palisade Defense seiner Europaabteilung anbietet. Doch als ein gefällter Baumstamm dem Reisebus den Weg blockiert, muss sich die Truppe zu Fuß zu ihrer heruntergekommenen Unterkunft aufmachen. Das Gebäude inmitten des riesigen Waldstücks dient inzwischen jedoch einer Gruppe untergetauchter Söldner als Basis, die nun den Schreibtischtätern eine Lektion darin erteilt, wie Krieg wirklich aussieht.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Severance: Schwarzhumoriger Horrorthriller nach dem Zehn-Kleine-Negerlein-Prinzip.

    Kein Genre hat in letzter Zeit eine ähnliche Renaissance erlebt wie der Horror-Film. Auf dieser Welle könnte „Severance“, das zweite Werk des Briten Christopher Smith, zu einem ähnlich durchschlagenden Erfolg surfen wie zuletzt „Saw II“ oder „Hostel“, auch wenn seine Wurzeln eher im komischen Horror-Fach à la „Shaun of the Dead“ zu finden sind.

    Smith, der in seinem Erstling „Creep“ Franka Potente als Scream-Queen durchs Londoner U-Bahn-Netz hetzte, setzt auf das altbewährte Zehn-Kleine-Negerlein-Prinzip. Sein mit reichlich schwarzem Humor durchsetztes Drehbuch, das er mit James Moran zusammen schrieb, erschreckt eher durch das Ausbleiben neuer Ideen und das Aufgreifen verbreiteter Klischees (wie „der brutale Osteuropäer“), als mit echten Schocker-Neuheiten. Allerdings liebt er seine Horror-Topoi, stylt sie genüsslich neu und nimmt sie gleichzeitig aufs Korn, indem er sie ironisch verfremdet. Sauber durchinszeniert, mit gezielt gesetzten Lacheffekten, spielt Smith souverän auf der bekannten Klaviatur der Zuschauerängste. Und würzt mit einer Prise Zeitkritik: Die Protagonisten, junge Verkaufs-Profis um Abteilungsleiter Richard, gehören einem internationalen Rüstungskonzern an. Sie erfinden und verhökern Waffen an alle, die sie haben wollen und bezahlen können. Als Incentive für die verdienten Mitarbeiter hat sich die Geschäftsleitung etwas besonderes ausgedacht: ein Motivations-Wochenende in einer Firmen-Lodge im tiefsten Osteuropa. Schon die Anreise im Bus läuft schief und lässt das Schlimmste befürchten, doch es kommt - natürlich - noch schlimmer. Die Immobilie mitten im finstersten Wald, der „Blair Witch“ das Fürchten gelehrt hätte, entpuppt sich als heruntergekommene Ostblock-Absteige ohne Essensvorräte oder Handy-Empfang. Das 6-er Team - vier Männer, zwei Frauen - steht vor der Meuterei. Nach einer schrecklichen Nacht erscheinen die Alptraum-Visionen des eloquenten Harris realistisch: Man ist in das Quartier durchgeknallter Kriegssöldner eingedrungen, in deren Keller sich grauenhafte Dinge ereignet haben. Und immer noch ereignen, wie der strebsame Gordon am eigenen Leib erfahren muss. Denn die comicartig abstrahierten Kampfmaschinen sind nicht begeistert vom unangemeldeten Besuch der Weicheier aus dem Westen und machen mit allen unfairen Mitteln Jagd auf die bleiche Beute. Dass dabei Fußangeln gelegt und Fallen gestellt, Beine gleich mehrfach abgetrennt, geschlitzt und geschossen wird, versteht sich von selbst. Als die Flüchtenden endlich ihren Bus erreichen, dessen Fahrer ebenfalls der wilden Horde anheim gefallen ist, scheint es einen kurzen Moment, als könnten sie dem Inferno entkommen. Doch das ist selbstverständlich erst der Auftakt eines Splatter-Showdown, an dessen Ende nur die Besten überleben: die taffe Blondine, der coole Junkie und zwei kampferprobte Ost-Nutten. Als Weltpremiere eröffnete der augenzwinkernde Brit-Schocker kürzlich das Fantasy-Filmfest, in Locarno und Toronto ist die Horrorkomödie demnächst Teil des Festivalprogramms. boe.

News und Stories

  • Fakten und Hintergründe zum Film "Severance"

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    Kino.de Redaktion  
  • Splendid: "Severance" im April

    Splendid hat für den 27. April Christopher Smiths „Severance“ angekündigt. Der mit schwarzem Humor getränkte britische Horrorfilm wird als Special Edition mit zwei DVDs erscheinen. Das Bonusmaterial liest sich sehr umfangreich und umfasst u.a. einen Audiokommentar, Deleted Scenes, ein Making of sowie weitere Featurettes. Ab sofort bestellbar:

    Ehemalige BEM-Accounts  

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