Rush Hour 3

  1. Ø 4
   2007
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Filmhandlung und Hintergrund

Rush Hour 3: Dritter Auftritt des Copduos Carter & Lee, das die Actionkomödie aus Hollywood auch auf französischem Territorium überzeugend vertritt.

In Paris herrscht Krieg. Ein Arm der chinesischen Triaden verwandelt die Stadt der Liebe in einen Moloch der Gewalt, mit schon einem Dutzend toter Gesetzeshüter. Letzte Hoffnung sind Chefinspektor Lee (Jackie Chan) und sein Kollege Carter (Chris Tucker) vom LAPD. Die Ankunft vermasselt ihnen schon ein reichlich verquerer Flic (Regie-Ikone Roman Polanski). Danach erweisen sich französische Taxis als gefährliche Geschwindigkeitsgeschosse, und Gangster jeden Härtegrads (Vinnie Jones und Max von Sydow) warten schon auf das Duo.

Mit Herz und Faust verabreicht das bekannteste Buddy-Gespann des Jahrzehnts seine geballte Dosis Fun und Action. Zum dritten Mal läuft das unveränderte Erfolgsteam unter der Regie von Brett Ratner zu Hochform auf: Chan in der Disziplin der Martial Arts, Tucker beim Sprücheklopfen.

Nachdem die Triaden in New York vergeblich versuchten, den chinesischen Botschafter unmittelbar vor einer brisanten Enthüllung zu ermorden, folgen Hongkong-Cop Lee und L.A.P.D.-Detective Carter den Spuren der Täter bis nach Paris. Dort treffen sie auf kulturelle Diskrepanzen, die Killerkommandos der Triaden, aber auch auf den schönen Revuestar Geneviève, die das größte Geheimnis der China-Mafia verbirgt.

Der zum Verkehrsdienst verdonnerte Cop Carter kann seinem ehemaligen Partner Lee aus Hongkong bei einer Verfolgungsjagd hilfreich zur Seite stehen. Und schon sind die beiden wieder ein Team, um die Entführung von Lees Nichte durch die Triaden aufzuklären. Der actionreiche Weg führt die beiden nach Paris, wo sie wenig freundlich von den Polizeikollegen und einem Taxifahrer begrüßt werden, und zum Waisenhaus-Blutsbruder Lees, der Gangster geworden ist.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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  • „Wertvoll”

    Allerhand atemberaubenden, akrobatischen Schabernack treiben Jackie Chan und Chris Tucker als ungleiches Polizistenpaar, beim großen Finale auf dem Eifelturm sogar mit der französischen Staatsflagge. Paris ist Schauplatz der auch im dritten Teil noch witzigen Serie. Aus kulturellen Gegensätzen wird mancher parodistische Funke geschlagen. Von allen modernen Action-Helden hält Jackie Chan am treuesten das Erbe von Buster Keaton hoch. Handgemachtes überwiegt, nicht seelenlose Special Effects.

    Jurybegründung:

    Jackie Chan und Chris Tucker sind auch in der dritten Fortsetzung von Rush Hour noch witzig. Dabei ist der Plot nicht viel mehr als ein Erzählstrang, an dem entlang abwechselnd Action-Szenen und komische Situationen aufgereiht werden.

    Die Gewalt wird dabei durch eine tänzerische Eleganz aufgehoben, und Jackie Chan ist wieder ein Held in der Tradition von Buster Keaton, der nicht gewinnt, weil er viel austeilt, sondern weil er viel einstecken kann. Chris Tucker gibt das sympathische Großmaul, dessen hemmungsloser Hedonismus immer noch sehr gewinnend ist.

    Bei der Reise der beiden nach und durch Paris werden fröhlich alle Klischees durchgespielt, wobei die Anspielungen zwar immer offensichtlich, aber nie plump oder zotig sind. Regisseur Brett Ratner gelingt es sogar, eine Szene mit einem Raum voller nackter Revue-Tänzerinnen absolut jugendfrei zu inszenieren.

    Natürlich darf auch ein spektakuläres Finale auf dem Eifelturm nicht fehlen, bei dem allerhand atemberaubend akrobatischer Schabernack mit der Trikolore getrieben wird. Ein Pariser Taxifahrer entpuppt sich als anti-amerikanischer Fan von amerikanischen Action-Filmen, und ihm gönnen die Filmemacher dann auch den alles rettenden letzten Schuss.

    Roman Polanski hat einen kleinen, aber fiesen Gastauftritt, und auch sonst ist der Film gefüllt mit amüsanten Details wie etwa dem Straßensänger, der vor einem Café einen Song von den Beach Boys singt.

    "Rush Hour 3" ist eine routinierte, in manchen Momenten fröhlich inspirierte Action-Komödie, die sich selber nie ernst nimmt und auch das Genre persifliert.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Chris Tucker und Jackie Chan das Erfolgsduo geht bereits das dritte Mal als Carter und Lee auf Verbrecherjagd. Die Mischung zwischen Klamauk und Körperbeherrschung scheint ein Erfolgsrezept. Diese gegensätzlichen Männer sind es auch, die der recht herkömmlich daherkommende Actionstory, die sowieso mehr Beiwerk als Protagonist ist, die nötige Würze geben, die diese Serie von anderen unterscheidet.

    Tuckers schriller und lautstarker Humor ist der ruhigen, fast schüchternen Art Chans gegenübergestellt. So ist es auch Ersterer, der zumeist im Vordergrund agiert und somit auffällt. Tuckers Körpersprache ist tatsächlich komisch, Carters Witze manchmal nicht. Seine ständigen sexuellen Anspielungen ringen einem oft nicht mehr ab als ein müdes Lächeln. Während sein großes Interesse an Frauen zu der Figur des Carter gehört wie gegrilltes Hühnchen zu Süßkartoffelbrei, so gehen teilweise oft grenzwertig sexistische Witze auf sein Konto.

    Dennoch fühlt man sich in „Rush Hour 3“ gut unterhalten, wenn man nicht so sehr über den oft hanebüchenen Plot nachdenkt. Immer wieder wird dem essentiellen Platz eingeräumt: Martial Arts-Kampfszenen, Verfolgungsjagden und sonstigen gewagten Manövern. Dieses Mal geht es auf, bzw. am Eifelturm zur Sache. Die Martial Arts Szenen sind vor allem durch ihre komischen Momente bezeichnend. So stoßen die Beiden ganz zu Beginn ihrer Recherche in einer Kampfkunstschule auf einen 2,36 Meter Mann, der sich Scherze mit ihnen erlaubt und sie durch die Gegend schmeißt wie eine Katze zwei Mäuse.

    Wirklich lustig sind auch die Szenen, in denen Carter und Lee mit ihrem französischen Taxifahrer George herumfahren. Der weigert sich am Anfang Carter zu fahren, denn er hasst Amerikaner, die töten ständig jemanden und führen Krieg, sagt er. Zunehmend gerät er jedoch in den Sog der die beiden Wundercops umgibt und will am Ende auch töten. Yvan Attal spielt diese Figur mit einem typisch französischen Humor und so werden neben den französisch-amerikanischen politischen Beziehungen auch noch die Unterschiede in der Filmemacherkunst auf die Schippe genommen. Allerdings siegt am Ende eindeutig die amerikanische, denn George kommt tatsächlich zum Zug und darf einmal den amerikanischen Superhelden mimen.

    Fazit: Actionkomödie mit Martial Arts-Elementen mit dem Erfolgsduo Chris Tucker und Jackie Chan, die dem Film die nötige Würze geben die dem Plot alleine fehlen würde.
  • Auf ihrer dritten Action-Comedy-Tour überprüfen Jackie Chan und Chris Tucker die Hierarchie der chinesischen Triaden und die Gastfreundschaft der Franzosen.

    Knackig, kurzweilig, krisensicher präsentiert sich Brett Ratners Beitrag zum diesjährigen Trilogiefieber, zeigt sich weitgehend resistent gegen die Verschleißerscheinungen des Action und Komik verbindenden Kumpelkinos. Drehbuchautor Jeff Nathanson, wie Regisseur Ratner ein Veteran der Reihe, bleibt dem Erfolgskonzept treu, Party über Plot zu setzen.

    So bestimmt Chris Tucker gleich im Eingangsbild den Ton, wenn er als zum Ampeldienst degradierter Ex-Detective Carter mit Prince im Ohr den Verkehrsfluss sabotiert. Carters alter Kampfgefährte, Hongkong-Cop Lee (Jackie Chan) spielt gleichzeitig Bodyguard für den chinesischen Botschafter, der fast einem Anschlag zum Opfer fällt, als er vor dem internationalen Strafgerichtshof die Identität des legendären Triadenbosses Shy Shen lüften will. Eine durch das Attentat ausgelöste Verfolgungsjagd mit riskantem Freeway-Crossing und eine anschließende Kollision mit den Triaden in einem Krankenhaus zeigen die Perfektion in Timing, Schnitt, Dynamik und Actionkreativität, die „Rush Hour 3“ nicht nur auf amerikanischen Boden bietet. Die Spur Shy Shens führt schließlich nach Paris. Dort versucht ein französischer Flic (kleiner Auftritt von Roman Polanski) mit Telefonbuchschlägen und Rektaluntersuchung die Kollegen zur Rückkehr zu bewegen, ohne die Ermittlungen des Teams langfristig behindern zu können. Chan hat es in der Folge mit einem zur dunklen Seite gewechselten Jugendfreund und dessen Messer werfenden Killerin zu tun, Tucker versucht im Casino sofort sein Glück bei einem verführerischen Dekolleté, hinter dem sich der vom französischen Top-Model Noémie Lenoir verkörperte Schlüssel zum Geheimnis von Shy Shen verbirgt.

    Abgeschlossen wird der selbstbewusst komplikations- und inhaltsreduzierte Fall auf den Stahlträgern des Eiffelturms, wo einen Tick zu lang, aber in überzeugender Harmonie von Realdreh und Effektbearbeitung geprügelt, geturnt und sogar geflogen wird. Wie schon in den Vorgängern übernimmt Tucker mit Worttiraden in Sopranhöhe und in gleicher Stimmlage vorgetragenen Hitcovern (etwa Roberta Flacks „The Closer I Get To You“) den komischen Part des Flirtprofis und Kulturtrampels, während Chan auch mit reduzierter Agilität die Actionsequenzen stemmt. Heimlicher selbstironischer Humorhit aber ist Yvan Attals Taxifahrer, in dem sich Ratners Republikanerkritik spiegelt, wenn der anfangs amerikafeindliche Franzose am Ende durch seinen ersten letalen Abschuss zum echten Amerikaner wird. kob.

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