Rückkehr der Störche

  1. Ø 4
   2007
Rückkehr der Störche Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Rückkehr der Störche: Romantisches Drama aus dem wilden Osten der EU: Sehenswertes Regiedebüt von Martin Repka.

Als Stewardess Vanda die Kündigung bekommt, flieht sie aus Frankfurt nach Runina in der Slowakei, in die Heimat ihrer Großmutter. Hier wartet sie auf einen Liebesbeweis ihres Freundes. Bis dahin tröstet sie sich mit dem Hallodri des Dorfes. „Karpaten-Belmondo“ Miro ist aber nicht bloß Schürzenjäger, sondern auch Menschenfänger: Er hilft, Flüchtlinge aus Osteuropa über die EU-Grenze zu schmuggeln. Als Vanda einen folgenschweren Fehler macht, bekommt Miro Ärger mit der russischen Mafia.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Gelungenes Erstlingswerk von Martin Repka, das Traditionen der tschechoslowakischen Erzählkultur aufscheinen lässt.

    Am Ende ist der Storch, der zu Beginn noch einsam seine Runden zog, nicht mehr allein. Auch das Liebespaar hat wieder zueinander gefunden. Zuvor aber musste David (Florian Stetter) weit über seinen Schatten springen; genauer gesagt bis an die östliche Grenze der Europäischen Union, ins slowakische Runina. Dorthin ist Freundin Vanda (Katharina Lorenz) aus Frankfurt geflohen, um ihr Leben neu zu ordnen. Runina ist die Heimat ihrer Großmutter (Marita Breuer): Maria ist Jahrzehnte nach ihrer Vertreibung zurückgekehrt, zumal ihr Jugendfreund Viktor (Radek Brzobohaty) 58 Jahre auf sie gewartet hat. Das ist der Liebesbeweis, von dem Vanda träumt, und bis sie ihn bekommt, tröstet sie sich mit dem Hallodri des Dorfes: Miro (Lukás Latinák), der „Karpaten-Belmondo“, ist ein Schürzenjäger und Menschenfänger; er hilft, Flüchtlinge aus Osteuropa über die EU-Grenze zu schmuggeln. Als er sich, um Vanda zu schützen, mit der russischen Mafia anlegen muss, wird aus der bis dahin eher unbeschwerten slowakischen Sommergeschichte ein Drama mit tödlichem Ausgang.

    „Die Rückkehr der Störche“ ist das Debüt von Martin Repka. Der gebürtige Frankfurter hat sein Regiestudium in der slowakischen Hauptstadt Bratislava absolviert. Bestimmte Traditionen der tschechoslowakischen Erzählkultur sind auch seinem Erstlingswerk anzumerken: die spürbare Zuneigung zu überschaubaren ländlichen Strukturen, die ungezwungene Freizügigkeit, die Liebe zu den einfachen Menschen und erst recht zu den skurrilen Nebenfiguren. Davon profitiert vor allem Karol Csino als großmäuliger Taugenichts, der erst versucht, David übers Ohr zu hauen, ihn dann aber mit zu seiner fröhlichen Roma-Sippe nimmt und sich schließlich sogar mit einheimischen Faschisten anlegt, um dem „Dojtschen“ zu helfen. Und so kommt es, dass David am Ende seiner Reise ans Ende der Welt im selben Gefängnis landet, in dem auch Vanda als vermeintliche Schlepperin einsitzt.

    Repka, der das Buch gemeinsam mit Eugen Gindl geschrieben hat, erzählt die Geschichte in sommerlich ruhigen, langen Einstellungen. Mit der Flüchtlingsproblematik endet der idyllische Teil, nun beginnt die Dramatisierung der episodisch erzählten Handlung. Neben Florian Stetter und Katharina Lorenz, die ihre Figuren sehr lebensnah, natürlich und daher äußerst glaubwürdig verkörpern, lebt der Film vor allem von den ausgezeichneten slowakischen Darstellern. tpg.

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