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Resistance

  

Resistance: Matthias Schweighöfer und Jesse Eisenberg treffen in einem Biopic über den Pantomime Marcel Marceau, der sich 1942 dem Widerstand anschloss, aufeinander.

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Filmhandlung und Hintergrund

Matthias Schweighöfer und Jesse Eisenberg treffen in einem Biopic über den Pantomime Marcel Marceau, der sich 1942 dem Widerstand anschloss, aufeinander.

Marcel Marceau (Jesse Eisenberg), der Sohn eines jüdischen Metzgers, entdeckt seine Leidenschaft zum Schauspiel, als er zum ersten Mal einen Charlie-Chaplin-Film sieht. Der junge Marceau, geboren Mangel, will die Kunst der Stille zu seinem Handwerk machen. Doch als Frankreich im Zweiten Weltkrieg besetzt wird, muss die jüdische Familie vor den Deutschen fliehen. Marcel jedoch beschließt, sich den Besatzern zu widersetzen.

Als Marcel die Widerstandskämpferin Emma (Clémence Poésy) kennenlernt, beschließt er, ihrem Beispiel zu folgen. Im Jahr 1942 wird auch Marcel Marceau zum Teil der französischen Resistance. Gemeinsam mit Emma gelingt es ihm, Kinder jüdischer Familien außer Landes und in die Schweiz zu bringen. Der SS-Offizier Klaus Barbie (Matthias Schweighöfer) hat derweil von Hitler persönlich den Auftrag erhalten, die Resistance mit allen Mitteln zu zerstören.

„Resistance“ — Hintergründe

Der Pantomime und Schauspieler Marcel Marceau ist eine der außergewöhnlichsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Marceau wurde als Kind einer jüdischen Familie 1923 in Straßburg geboren. Gemeinsam mit seinem Bruder Simon schloss er sich dem Widerstand an und kämpfte später als Angehöriger der französischen Armee, bevor er in der Nachkriegszeit seine Karriere mit der weltberühmten Figur des tragikomischen Clowns „Monsieur Bip“ begründete.

Im Biopic des Regisseurs Jonathan Jakubowicz („Hands of Stone“) wird die Hauptrolle von Jesse Eisenberg („Justice League“) übernommen. Berührungsängste mit dem Thema muss Eisenberg nicht haben, seine Mutter arbeitete als professioneller Clown. Eisenberg wiederum steht Clémence Poésy (bekannt als Fleur Delacour aus der „Harry Potter“-Filmreihe) als Widerstandskämpferin Emma gegenüber. Die Rolle des SS-Offiziers Klaus Barbie wiederum geht an Matthias Schweighöfer („Vielmachglas“), der als Gründer der Firma Pantaleon Films an der Produktion von „Resistance“ beteiligt ist.

„Resistance“ — Kinostart

Die Dreharbeiten zum Filmen fanden bereits 2018 und 2019 in Prag, Nürnberg, Fürth und weiteren Teilen Bayerns statt, wo das französische Limoges der 1940er-Jahre nachgebildet wurde. In den USA und in Großbritannien wurde der Film bereits im Frühjahr und Sommer 2020 online veröffentlicht, der deutsche Kinostart musste erneut verschoben werden: Wann „Resistance“ in den Kinos erscheint, ist aktuell unklar. Von der FSK wurde der Film mit einer Altersfreigabe ab 12 Jahren eingestuft, nichtsdestotrotz ist der Film aufgrund der gezeigten Gräueltaten nichts für schwache Nerven.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Wertvoll”

      FBW-Pressetext:

      In einer Mischung aus Biopic, Drama und Kriegsfilm erzählt RÉSISTANCE - WIDERSTAND die Geschichte des berühmten Pantomimen Marcel Marceau, der sich im Zweiten Weltkrieg der französischen Resistance anschloss, um jüdische Kinder vor der Ermordung durch die Nazis zu retten. Ein mitreißender Film, der in einem großen erzählerischen Bogen eindringlich seine Geschichte darstellt und durch die intensive Leistung seiner Hauptdarsteller*innen lange im Gedächtnis bleibt.

      Die französisch-amerikanische Koproduktion erzählt in einem großen dramaturgischen Bogen nicht nur einen wichtigen Ausschnitt aus dem Leben Marcel Marceaus, sondern zeigt die Helden der Resistance, die sich gegen den Faschismus stellten und es geschafft haben, viele jüdische Kinder zu retten. Jesse Eisenberg spielt Marcel Marceau als einen Mann, der mit großer Unschuld und Naivität in die Ereignisse eintritt, um an seiner großen Aufgabe, die zu einer Herzensangelegenheit wird, zu wachsen. Er lässt dabei die ganze Sensibilität des Mannes und Künstlers Marceau deutlich werden, und auch die Bühnenauftritte sind bis ins Detail zarte Nachempfindungen des Originals. Matthias Schweighöfer, auch Koproduzent des Films, verkörpert den Nazi-Kommandanten Klaus Barbie eindringlich und beängstigend nah. Regisseur Jonathan Jakubowicz inszeniert zusammen mit seinem Kameramann Miguel Littin-Menz bedrückend spannende Sequenzen, in denen die Angst der im Untergrund Lebenden vor der Entdeckung durch die Nazis körperlich spürbar wird. Die wichtige Geschichte der Resistance wird sensibel und nachvollziehbar dargestellt und es vermittelt sich auf bewegende Weise die Botschaft des Films, dass jeder Einzelne etwas tun kann. Um als Teil einer Bewegung die Welt zum Besseren zu verändern. Auf diese Weise verbeugt sich RÉSISTANCE - WIDERSTAND nicht nur vor dem großen Marcel Marceau, sondern auch vor all den Menschen, die unermüdlich dafür gekämpft haben, dass Unschuldige überleben.

      FBW-Jury-Begründung:

      9. November 1938: Das Mädchen Elsbeth wird Zeugin der brutalen Ermordung ihrer jüdischen Eltern durch Nazi-SS-Horden in der sogenannten „Reichskristallnacht“. Szenenwechsel: Auf der Grenzbrücke zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich, zwischen Kehl und Straßburg, erwarten Mitarbeiter der jüdischen Welt-Hilfsorganisation 123 jüdische Kinder, Waisen, deren Eltern durch die Nazis ermordet wurden. Sigmund, der Sohn des Straßburger Fleischerei-Inhabers Charles Marceau überredet seinen Bruder Marcel, der sein Leben der Kunst verschrieben hat, bei der Sicherung der Kinder in einem Schloss zu helfen. Nach dem Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen 1939 reagiert Frankreich in den Grenzregionen zu Deutschland und lässt die Bevölkerung Straßburgs in den Süden Frankreichs evakuieren. Marcel, sein Bruder und die beiden Schwestern Emma und Mila betreuen dabei die Verlegung der jüdischen Kinder. Aus der ursprünglichen Schutzgruppe für die Kinder wird dann nach der Besetzung Frankreichs durch die deutschen Truppen ein Teil der Résistance im Vichy-Frankreich. Als dieser Teil des Landes von Obersturmführer Klaus Barbie besetzt und mit Terror überzogen wird, gilt es für die Freunde, die Kinder in die Schweiz zu bringen.
      Zeitlich, geographisch und durch viele unterschiedliche Locations spannt diese große Filmproduktion einen weiten Bogen und bietet neben der zentralen Handlung und ihren Nebengeschichten auch einen guten Überblick über eine Zeit, die durch Weltkrieg und Schrecken der NS-Diktatur erschüttert wurde. Eindrucksvoll ist die gute Besetzung der Hauptrollen und ihr Spiel auf hohem Niveau: Jesse Eisenberg überzeugt nicht nur mit seinem darstellerischen Vermögen, sondern auch mit seinen künstlerischen Auftritten und seinen zauberhaften Pantomimen. Félix Moati als sein Bruder Alain und Karl Markovics als ihr beider Vater wissen genau so zu überzeugen, wie auch Clémence Poésy und Vica Kerekes als Schwestern und gleichzeitig Freundinnen in spe der beiden Brüder. Darstellerisches Highlight ist aber Matthias Schweighöfer als Klaus Barbie, der zwischen dämonischen Zügen und freundlichst lächelnder Mimik perfekt zu wechseln versteht. Das inhaltliche reiche Drehbuch verschafft dem Film eine gute Dramaturgie, der so seinen Spannungsbogen nie verliert. Eindrucksvoll inszenierte Szenen werden zu Spannungshöhepunkten, zum Beispiel, wenn sich Klaus Barbie im Dialog mit Marcel befindet und Emma dahinter in der Zugtoilette versteckt ist, oder sich die Kinder vor der SS in einem Baum vor der Schweizer Grenze verstecken. Diese Szenen wechseln ab mit Szenen voller Schrecken, wenn Klaus Barbie gegen homosexuelle SS-Leute wütet oder in einem Schwimmbad persönlich Mitglieder der Résistance hinrichtet oder die Schwestern Mila und Emma foltert. Als Gegensatz dazu findet der Film immer wieder Platz für berührende Szenen mit den Kindern und Marcel als ihrem seelisch heiteren Beistand. Ein besonderes Lob verdienen auch die gute Kameraführung, die stilsichere musikalische Begleitung, die Ausstattung und die gute Auswahl der Locations.

      Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
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