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Paddington 2: Der beste aller Bären-Buddys! Trailer, Kritik & Infos zum zweiten Teil

Kristina Kielblock |

Ihr habt noch nie etwas vom Paddington Bär gehört? Dann ist bald die Gelegenheit, euch mit dem charmanten Peru-Flüchtling bekannt zu machen. Alle anderen werden ohnehin nicht auf sein neues Abenteuer verzichten wollen.

Paddington 2” ist der Nachfolgefilm zu „Paddington“, der 2014 erschienen ist. Mit diesem Werk hat es der Bär im blauen Dufflecoat erstmals auf die große Leinwand geschafft und spielte in Großbritannien sagenhafte 5,1 Millionen Pfund ein. In Deutschland gingen damals über zwei Millionen Zuschauer ins Kino, vielleicht auch, weil Elyas M’Barek die deutsche Stimme von Paddington gesprochen hat. Der zweite Film, der am 23. November in den deutschen Kinos startet, dürfte den guten Bewertungen des ersten in nichts nachstehen. Den Machern ist es ein weiteres Mal gelungen, die liebenswerten Besonderheiten von Paddingtons Persönlichkeit kongenial filmisch umzusetzen. Dazu kommt ein wirklich witziger Bösewicht, dargeboten von Hugh Grant, der damit in die Fußstapfen von Nicole Kidman tritt, die im ersten Film die bösartige Millicent Clyde spielte.

Hier seht ihr den Trailer zu Paddington 2

Paddington 2: Ein echter Familienfilm

Wie schon beim ersten Film ist es gelungen, etwas zu erschaffen, dass für Menschen von 0 bis 101 Jahren ein echtes Vergnügen darstellt. Das ist sicherlich auch der Nähe zum Geist der literarischen Vorlage geschuldet, denn als Michael Bond 1958 seine erste Paddington-Geschichte erschuf, hatte er gar nicht im Sinn, sich damit explizit an Kinder zu richten. In der zweiten Verfilmung ist es erneut gelungen, ein ausgezeichnetes Gleichgewicht zwischen Spannung, Slapstick, feiner Komik und anrührender Geschichte herzustellen.

Diese 10 Szenen haben in Kinderfilmen nichts verloren!

Alle brauchen einen Nachbarn wie Paddington

Kleine Kinder werden nicht überfordert, denn sobald etwas Aufregendes oder Trauriges passiert, wird es kurz darauf aufgelöst. Erwachsene werden sich aber kaum langweilen, denn das temporeiche Abenteuer steckt voller amüsanter Dialoge und Begebenheiten. Davon abgesehen ist dieser Film wahrhaftig eine Einstimmung auf das Fest der Liebe, denn neben einer spannenden Geschichte erzählt der Film auch von der Liebe in all ihren Facetten. Paddington ist auf der Suche nach dem Guten in den Menschen und deshalb findet er auch immer etwas. Wie Tante Lucy ihn lehrte: „Wenn jeder freundlich und höflich wäre, wäre die Welt in Ordnung“. 95 Minuten mit Paddington geben uns ein Gefühl dafür, wie schön die Welt sein könnte, wenn sich die Menschen mehr auf ihre Gemeinsamkeiten, denn auf ihre Gegensätze fokussieren würden und wie einfach es sein kann, mit Freundlichkeit und guter Orangenmarmelade auch unter harten Kriminellen (Brendan Gleeson) im Gefängnis Freunde zu gewinnen, die einen in der Not nicht im Stich lassen.

Hugh Grant ist mehr als überzeugend

Paddington hätte keinen besseren Gegenspieler im Kampf um das Pop-Up-Buch aus Mr. Grubers Laden bekommen können. Dieses Buch will er Tante Lucy zum Geburtstag schenken, aber dann wird es aus dem Laden entwendet, wobei Paddington zu Unrecht beschuldigt wird, es gestohlen zu haben. Der abgehalfterte Schauspieler Phoenix Buchanan aus der Nachbarschaft, einst eine West-End-Legende, verkauft Hundefutter in Werbespots und sein Interesse an dem Buch hat einen ganz anderen Hintergrund. Sein Talent in verschiedene Rollen zu schlüpfen, ist ihm sehr dienlich bei seinen kriminellen Machenschaften. Das Nonnenkostüm ist eins seiner Highlights und die Selbstverliebtheit mit der er die Dinge angeht, ist ein steter Quell der Freude für das Publikum.

Eine Hommage an Michael Bond

Im Sommer diesen Jahres ist der Autor Michael Bond verstorben. Die Nachricht von seinem Tod erreichte das Team am letzten Drehtag. Bond wurde 91, seine letzte Paddington-Geschichte erschien erst im April 2017. Sein Vermächtnis wird ewig währen, denn auch wenn zunehmend Superhelden die Kinderzimmer kapern, Paddington wird sich mit seiner Superkraft Freundlichkeit auch die nächsten Jahrzehnte in den Herzen kommender Generationen kuscheln. Im Zuge der Veröffentlichung des zweiten Kinofilms gibt es auch wieder neue Auflagen seiner Geschichten, ein Streifzug durch den Buchhandel kann wunderbare Weihnachtsgeschenke zur Folge haben. Insgesamt hat Bond 150 Bücher geschrieben, ein gutes Dutzend sind Bände über Paddington. Zu seinem Tod schrieb der Autor und Filmemacher Stephen Fry auf Twitter: „Es macht mich sehr traurig, von seinem Hinscheiden zu hören. Er war freundlich, ehrwürdig, charmant und liebenswürdig — genauso wie der unsterbliche Bär, den wir ihm verdanken.”

Paddington im Stream

Wer nicht genug von dem höflichen Bären bekommt, der einst als illegaler Einwanderer aus dem „dunkelsten Peru” nach London kam, kann die Bücher von Michael Bond sowohl klassisch als auch digital erwerben. Den letzten Film seht ihr im Stream bei den üblichen Anbietern wie iTunes und Amazon. Aus der Flatrate bei Netflix ist er leider verschwunden. Die TV-Serien konnten wir aktuell bei keinem legalen Anbieter finden, allerdings verfügt YouTube über einen großen Schatz von Folgen, sowohl der Zeichentrickserie als auch der charmanten älteren Variante mit Puppen.