Filmhandlung und Hintergrund

Thriller über einen normalen Familienvater, der immer dann zum Serienmörder wird, wenn sein Alter Ego erwacht.

Der erfolgreiche Geschäftsmann Earl Brooks (Kevin Costner) ist gerade zum Philanthrop des Jahres gekürt worden und gilt als vorbildlicher Familienmensch, der seiner Frau Emma (Marg Helgenberger) und Tochter Jane (Danielle Panabaker) liebevoll verbunden ist. Niemand ahnt, dass nachts sein verborgenes Alter Ego Marshall (William Hurt) das blutige Zepter übernimmt - als gewiefter Serienmörder. Just als Polizistin Atwood (Demi Moore) seine Spur aufnimmt, knipst ihn ein Fotograf (Dane Cook) auf frischer Tat und erpresst ihn.

Nach 15 Jahren Pause meldet sich Bruce A. Evans („Kuffs„) wieder auf der Leinwand zurück und beschreitet mit einem Serienkiller-Thriller ganz und gar genreuntypische Wege. Die originelle „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“-Version strotzt nur so vor großen Namen.

Earl Brooks ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, ein liebender Vater und liebevoller Ehemann. Was niemand weiß: Er ist auch ein gewiefter Serienmörder - wann immer sein verborgenes Alter Ego Marshall zum Vorschein kommt. Bei seinem jüngsten Mord wird Mr. Brooks von einem Amateurfotografen beobachtet, der Jagd auf ihn macht - wie auch die hartnäckige Polizistin Tracy Atwood. Mr. Brooks muss alle Kräfte mobilisieren, um sicherzustellen, dass seine Frau und seine Tochter niemals erfahren, was wirklich in ihm vorgeht.

Earl Brooks ist erfolgreicher Geschäftsmann, liebender Vater und liebevoller Ehemann. Aber er ist auch ein Serienmörder - wann immer sein verborgenes Alter Ego Marshall zum Vorschein kommt. Bei seinem jüngsten Mord wird Mr. Brooks von einem Amateurfotografen beobachtet, der fortan von ihm in Sachen kaltblütigem Mord ausgebildet werden will. Weil auch die hartnäckige Polizistin Tracy Atwood sich an seine Fersen heftet, muss Mr. Brooks alle Kräfte mobilisieren, um sich aus diversen Bredouillen herauszuwinden.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Wertvoll”

      Kevin Costner als verblüffend glaubwürdiger Serienmörder. Seine zerrissene, innere Seite - immer mit Vernunft, Anstand und Moral im Widerstreit - erhält als dramaturgischer Kniff vom ebenfalls eindrucksvollen William Hurt filmische Gestalt. Zwei Seelen und viele absurde Situationen, die der Film allesamt meistert. Eine variantenreiche Kriminalgeschichte, die auch für Kenner des Genres etliche Überraschungen bereithält.

      Jurybegründung:

      Kevin Costner spielt verblüffend glaubwürdig einen Serienmörder - gerade weil die Fassade eines perfekten Amerikaners seinem Image viel eher entspricht. Keiner vermutet hinter dem erfolgreichen Geschäftsmann und zufrieden wirkenden Familienmenschen einen von seiner Sucht zum Töten getriebenen Menschen.

      Um sein kompliziertes Innenleben filmisch darzustellen, hat ihm der Regisseur und Drehbuchautor Bruce A. Evans einen imaginären, von William Hurt verkörperten Doppelgänger an die Seite gestellt, durch den seine inneren Konflikte zwischen Gewissen und Mordlust deutlich werden. So wird das immerwährende Streitgespräch, das sich im Kopf von Mr. Brooks abspielt, nach außen gewendet und kann vom Zuschauer nachempfunden werden.

      Es spricht für das dramaturgische Geschick des Filmemachers und die beeindruckende schauspielerische Leistung von Costner und Hurt, dass dieser erzählerische Trick so gut funktioniert. Schnell verzweigt sich der Plot in eine Vielzahl von immer absurder werdenden Nebensträngen, aber auch hierbei folgt der Zuschauer dem Film willig und mit wachsender Faszination, weil Evans seine Spuren so gewitzt und fantasievoll legt.

      Kenner den Genres können meist ein Stück weit vorausahnen, was geschehen wird, aber dann kommt es doch etwas anders, und der Plot bekommt einen weiteren, noch wilderen Dreh. Bruce A. Evans gelingt es, sein Publikum bis zur letzten Szene permanent zu überraschen. Das Timing ist rasant, die Besetzung (bis hin zu Demi Moore in ihrer besten Rolle seit langem) ist inspiriert und der Film hat einen zugleich kalt und bedrohlich düster wirkenden Neo-Noir Look. Dies ist einer der smartesten Thriller der letzten Zeit.

      Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
    1. Mr. Brooks - Der Mörder in dir: Thriller über einen normalen Familienvater, der immer dann zum Serienmörder wird, wenn sein Alter Ego erwacht.

      Originell konzipierter Psychothriller, in dem Kevin Costner als methodischer Serienkiller mit personifiziertem Antigewissen brilliert.

      Bereits 1993 erhielt Costner viel Lob für seine Darstellung eines Schwerverbrechers in Clint Eastwoods Drama „Perfect World“. Nicht zuletzt, da dies eine Abkehr von seinen üblichen Heldenrollen bedeutete. 14 Jahre später steht dem Oscarpreisträger („Der mit dem Wolf tanzt“) ein Ausflug in die mörderischen Abgründe der menschlichen Seele erneut gut ins mittlerweile etwas zerfurchtes Gesicht. Unter der film-noir-inspirierten Regie von Bruce Evans (machte sich neben seinem Debüt „Kuffs“ vorrangig einen Namen für die Skripts von „Stand By Me“ und „Starman“) mimt Costner den angesehenen Geschäftsmann und liebevollen Familienvater Earl Brooks. Doch dieser wohlsituierte „Mann des Jahres“ hat ein dunkles Geheimnis: Er ist mordsüchtig. Für eine gute Weile hat er seine Sucht mit Treffen bei den Anonymen Alkoholikern (nur einer von mehreren subtilen Anflügen schwarzen Humors) unter Kontrolle gehalten, doch dann stachelt ihn sein Alter Ego Marshall (ein exzellent trockener William Hurt) auf, ein lüsternes Pärchen in seiner Wohnung zu erschießen. Dabei geht Brooks äußerst penibel und präzise vor, allerdings hat er nicht damit gerechnet, dass ihn ein voyeuristischer Hobbyfotograf vom Gebäude gegenüber in flagranti ablichtet. Doch anstatt zur Polizei zu gehen, erpresst ihn der sich Mr. Smith (Dane Cook) nennende Knipser, ihn bei seiner nächsten Tat mitzunehmen. Dies stellt sich nicht als einziges Problem für Brooks heraus. So ist ihm die taffe Detektivin Tracy Atwood (Demi Moore) auf den Fersen, und an der Heimfront deutet sich an, dass seine junge Tochter womöglich Papas mörderische Gene geerbt haben könnte. Doch ein cleverer Psychopath wie Brooks lässt sich nicht so ohne Weiteres aus der Bahn werfen.

      Das „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“-Motiv gibt Hauptdarsteller Costner Gelegenheit, mit einer nuancierten Performance aufzuwarten, die das Gefühlsspektrum von rührender väterlicher Besorgtheit über feinsinnigen Humor bis hin zu kaltblütigem Kalkül abdeckt. Großartige Unterstützung erhält er von Hurt, aber unerwarteterweise auch von Standup-Komiker Cook („Employee of the Month“), dem als degeneriertem Sensationslüstling der moralische schwarze Peter zugeschoben wird. Moores Figur wird mit einem unkonventionellen Subplot versehen, da sie Millionärin ist, die mit ihrem goldgräberischen jüngeren Mann eine bittere Scheidung ausficht. Das Gros der typischen Testosteronszenen mit Shootouts und Autoverfolgungsjagd wird in weiterer Rollenumkehr ebenfalls von Moore absolviert. Zuschauer, die kleine Details wie diese zu schätzen wissen, werden an dem cleveren, aber auch völlig übersteigerten moralischen Schattenspiel ihre Freude haben. Sie werden auch gern hören, dass Costner dies als ersten Teil einer geplanten Trilogie angekündigt hat. ara.

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