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Monster: Schockierend intensives Psychodrama über die Umstände, die die Prostituierte Aileen Wuornos in den Achtzigern zur Serienkillerin machten.

Ende der 80er blickt die amerikanische Prostituierte Aileen Wuornos (Charlize Theron) in den ganz persönlichen Depri-Abgrund, als zwei Ereignisse ihr kaputtes Leben verändern – wenn auch nicht gerade zum Besseren. In der etwas undurchsichtigen Selby (Christina Ricci) findet sie erstmalig so etwas wie eine Freundin. Und als sie in Notwehr einen sadistischen Freier tötet, erkennt sie, dass man mit so etwas davon kommen kann.

Charlize Theron, bekannt und beliebt als glamouröses Babe aus Filmen wie “The Italian Job” und “Reindeer Games”, ist kaum wiederzuerkennen als aufgedunsene, ungeschminkte Bordsteinschwalbe des Todes in dieser einfühlsamen, zu recht für allerhand Auszeichnungen nominierten Chronik einer wahren Begebenheit.

Bereit, ihrem Dasein ein Ende zu setzen, begegnet die Prostituierte Aileen Wuornos der jüngeren lesbischen Selby. In der Hoffnung auf ein normales Leben mit Selby, gerät Aileen bei ihrem eigentlich letzten Job an einen perversen Gewalttäter, den sie in Notwehr tötet. Wieder auf die Straße gezwungen, beginnt sie einen Rachefeldzug gegen ihre Freier.

Aileen Wuornos hat endlich die Schnauze voll vom Anschaffen. Am liebsten würde sie mit ihrer jüngeren, lesbischen Freundin Selby, die sie vor kurzem kennen gelernt hat, ein neues, normales Leben beginnen. Doch ausgerechnet bei ihrem letzten Job gerät Aileen an einen ultrabrutalen Perversen. Um ihr eigenes Leben zu retten, tötet sie den Mann. Während Aileen ihrer Freundin die Tat verheimlicht, geht sie wieder auf die Straße, um das dringend benötigte Geld zu verdienen. Dabei startet sie einen blutigen Rachefeldzug gegen ihre Freier.

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Kritikerrezensionen

  • Ja, sie ist es wirklich. Weiter als Charlize Theron mit ihrer körperlichen Transformation in Patty Jenkins Regiedebüt ist eine Hollywood-Schauspielerin vermutlich noch nicht gegangen, um einer Rolle Glaubwürdigkeit zu verleihen. Nachdem man noch vor kurzem Nicole Kidman für ihren Mut zur Hässlichkeit in “The Hours” bewunderte, sieht man nun verblüfft dabei zu, wie sich das Ex-Model aus “Italian Job” oder “Gottes Werk und Teufels Beitrag” mit ihrer unter die Haut gehenden Performance als Serienkillerin Akzeptanz als Charakterdarstellerin erkämpft.

    Nur noch den Ausdruck “Monster” hatten die Medien in den 80ern für die Prostituierte Aileen Wuornos übrig, die in Florida sieben Männer tötete und 2002 nach zwölf Jahren im Todestrakt hingerichtet wurde. Patty Jenkins’ beachtliches Drehbuch- und Regiedebüt blickt nun – orientiert am Vorbild des amerikanischen Antihelden-Kinos der 70er Jahre und Killer-Chronicles wie Terrence Malicks “Badlands” – auf die Umstände, die zu den Verbrechen führten. Eher als auf diese selbst konzentriert sich die Regisseurin auf das Bild einer an den Rand der Gesellschaft gedrängten Frau von sich selbst. Ohne Buhlen um Sympathien oder Minderung der Brutalität der Taten, gleichzeitig ohne Wuornos aufdringlich schlichtes Wesen bloßzustellen, gelingt Jenkins ein überaus menschliches Porträt, bei dem sie die lesbische Beziehung der Hauptfigur zur undurchschaubaren jüngeren Selby Wall (Christina Ricci) in den Mittelpunkt stellt- womit sich der Vergleich mit dem in dieser Hinsicht emotional überzeugenderen “Boys Don’t Cry” aufdrängt.

    Dass “Monster” vor allem zu den nachhaltigsten Kinoerlebnissen dieser von düsteren Themen dominierten US-Holiday-Season gehört, ist ohne Zweifel Charlize Theron zu verdanken, die den Zuschauer mit ihrer eindringlichen Darbietung zwingt, der Verurteilten direkt ins aufgedunsene, mit einer Zahnprothese entstellte, nackte Gesicht zu blicken. Den schwerfälligen, übergewichtigen Körper stets in angespannter Angriffshaltung und mit grimmig verzerrter, entschlossener Miene macht Theron hinter aller Härte Verletzlichkeit, Traurigkeit und ein Bedürfnis nach Nähe spürbar, das letztlich den tödlichen Stein ins Rollen bringt. Gewillt, ihrem Nuttendasein ein Ende zu setzen, um mit Selby ein “normales” Leben zu führen, gerät Aileen bei ihrem eigentlich letzten Job an einen perversen Gewalttäter, den sie in Notwehr tötet. Ihr amerikanischer Traum von einem Neubeginn zerbricht daraufhin vor den verschlossenen Türen der konservativen Arbeitswelt. Von der Sehnsucht nach der Beziehung zu der immer fordernder werdenden Selby zurück auf die Straße gezwungen, wächst Aileens Hass auf ihre Situation, wächst das Rachebedürfnis an den potentiell Gewalt ausübenden Freiern, die für sie zur Rechtfertigung der folgenden Morde werden, die unausweichlich mit ihrer Festnahme enden.

    Bis zum bitteren Schluss verleiht Theron ihrer Rolle eine erschütternde Härte und Kompromisslosigkeit, für die ihr bereits die amerikanischen Kritikervereinigungen vielfach Respekt zollten. Bleibt zu hoffen, dass dieses nicht gerade leichte “Monster” dank Therons Mitwirkung, die auch als Produzentin verantwortlich zeichnet, sein Publikum findet und möglicherweise von einer Academy-Award-Nominierung für eine der beeindruckendsten schauspielerischen Leistungen des letzten Jahres profitieren kann. cm.

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