„"Mir ist es egal, wenn wir als Barbaren in die Geschichte eingehen"“ im Kino

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Filmhandlung und Hintergrund

Tragikomödie über eine Regisseurin, die ein provokantes Theaterstück über die Mitschuld ihres Heimatlandes am Holocaust realisieren will und auf Gegenwind stößt.

Die Theaterregisseurin Mariana Marin (Iona Iacob) kämpft gegen das Vergessen: Sie will ein provokantes Theaterstück auf die Beine stellen, das den Massenmord an mehreren zehntausend Juden im Jahr 1941 in Odessa unter Beteiligung der rumänischen Armee thematisiert. Dieser schwarze Fleck in der Geschichte ihres Heimatlandes wird oft totgeschwiegen, oder ihre Anführer, wie der Hitler-Verbündete Ion Antonescu, dem auch der Filmtitel entlehnt ist, werden noch heute verehrt. Kein Wunder, das Marin mit ihrem Projekt auf viel Gegenwind stößt.

So kämpft sie gegen die städtischen Gemeindevertreter, die Steuergelder verschwendet sehen und das Stück nach ihren Vorstellungen abändern wollen. Außerdem hat die engagierte Regisseurin mit ihren Statisten zu ringen, die ganz unterschiedliche Meinungen zu der historischen Thematik vertreten.

Im Trailer könnt ihr euch einen ersten Eindruck von der Tragikomödie machen:

Hintergründe

Regisseur und Drehbuchautor Radu Jude inszeniert einen historischen Spielfilm, der sich mit der Mitschuld seines Heimatlandes am Holocaust beschäftigt. Der dialogreiche Film diskutiert diesbezüglich verschiedene Standpunkte und lässt unterschwellig immer wieder originale Film- und Fotoaufnahmen einfließen, zum Beispiel wenn Protagonisten sich diese auf dem Laptop ansehen – damit werden die historischen Zeugnisse Teil der fiktionalen Handlung.

Judes Film, der in Heimvideo-Optik daher kommt, feierte beim Filmfestival in Karlsbad 2018 seine Premiere und wurde dort als Bester Spielfilm ausgezeichnet. In den deutschen Kinos ist der Film ab 30. Mai 2019 zu sehen.

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

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