Mein Kind vom Mars

  1. Ø 4
   2007
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Filmhandlung und Hintergrund

Durch den jähen Tod seiner Verlobten wird ein Science-Fiction-Autor (John Cusack) aus der Bahn geworfen. Mit etwas Glück gelingt es ihm, sich eine neue, allerdings ziemlich merkwürdige Familie aufzubauen: Er zieht mit der engen Freundin Harlee (Amanda Peet) zusammen und adoptiert einen 6-jährigen Jungen, der behauptet, vom Mars zu stammen. Das Paar ignoriert stur die Warnungen seitens seiner Schwester (Joan Cusack), bis eine Serie seltsamer Ereignisse den Jungen in einem anderen Licht erscheinen lässt.

Basierend auf der preisgekrönten Shortstory des SF-Autors David Gerrold entstand eine starbesetzte Familiendramödie, in der John Cusack („High Fidelity„) sein komisches Talent ebenso unter Beweis stellt wie der als Thriller-Autor bekannte Regisseur Menno Meyjes („Ausnahmezustand„).

Um der Vereinsamung nach dem Tod seiner Frau vor zwei Jahren zu entgehen, spielt Science-Fiction-Autor David Gordon mit dem Gedanken, den sechsjährigen Waisen Dennis zu adoptieren – obwohl der Junge fest darauf besteht, tatsächlich vom Mars zu kommen. Gordon geht so sehr in seiner neuen Rolle auf, dass er nicht nur wichtige Termine verpasst, sondern sich mehr und mehr in Dennis‘ Mars-Fantasie hineinsteigert. Aber auch sonst macht der bisherige Eigenbrötler eine grundsätzliche Veränderung durch.

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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  • „Wertvoll”

    Sind nicht eigentlich alle Kinder vom Mars? Absolut authentisch und unbeirrbar behauptet Dennis, nur ein Gast auf unserem Planeten zu sein. Fast bis zur letzten Szene lässt er seinen Adoptivvater - und das Publikum - im Zweifel, ob wir es hier mit einem Alien zu tun haben oder nicht. Mit seiner humanistischen Botschaft und dem Aufruf zur Toleranz greift dieser Familien- oder gar Weihnachtsfilm ein gesellschaftliches Thema auf und beantwortet es klar, sensibel und leise: sei wie Du bist - Du bist etwas Besonderes!

    Jurybegründung:

    AIDS ist Alltag in Afrika, Millionen von Menschen leiden darunter, sterben und hinterlassen häufig nichts als eine schnell verblassende Erinnerung an ein diffuses "Damals". So stirbt nicht nur ein Mensch, auch ein großes Stück kultureller Identität geht so Stück für Stück für immer verloren. Gegen diesen Verlust arbeitet das Projekt Memory Book an, das neben dem Wahren des kulturellen Erbes vor allem auch den hinterbliebenen Kindern bei der Bewältigung der individuellen Trauer weiterhelfen möchte.

    Es gelingt dieser Dokumentation vorbildlich, ein so komplexes Problem auf wenige individuelle Schicksale zu konzentrieren. Der Zuschauer kann diesen Menschen als pars pro toto ein kurzes Stück weit auf ihrem Lebensweg folgen, sich - soweit es ein Film kann - in ihre Lebenswelt einfühlen. Die Kamera ist so dezent, dass nichts gestellt wirkt, die Aussagen und Handlungen von hoher Authentizität sind. Dankenswerterweise wurde auf jegliche folkloristische oder touristische Bilder verzichtet, auch die Kamerafahrten an den Straßen entlang fügen sich ein in die dem gesamten Film zu Grunde liegende Stimmung. Dieser Kontinent ist trotz dieser Katastrophe nicht von Verzweiflung geprägt, sondern zeichnet ein Bild zwischen Apathie und Zuversicht. Depression ist hier ebenso Alltag wie der Blick nach vorne, in eine zwar ungewisse, aber eben doch mögliche Zukunft.

    Den Leitfaden bilden hierbei die Memory Books, an deren Entstehung man ebenso Teil hat wie an deren Einsatz bei der Trauerbewältigung. Auch wenn der Film in wenigen Momenten vielleicht redundant wirkt, so gehört er doch fraglos zu den besten Dokumentationen, die aktuell produziert wurden. Wie sich hier an das Thema, die Menschen herangetastet wird, die sensible Kameraführung, die trotzdem die ganze Härte des Problems einfängt und der präzise, einfühlsame aber niemals übertrieben gefühlsbetonte Off-Kommentar machen Memory Books - damit Du mich nicht vergisst zu einem der sonst so gerne grundlos herbei geredeten wirklich "wichtigen Filme".

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Nachdem sie zuletzt in dem in Deutschland bis heute unveröffentlichten „Max“ dem Phänomen Hitler auf die Spur kommen wollten, wenden sich Regisseur Menno Meyjes (Drehbuch zu „Die Farbe Lila“) und sein Star John Cusack in ihrem bisweilen etwas schrillen Drama den Wonnen der Kindererziehung zu. Nach der autobiografisch gefärbten Kurzgeschichte von David Gerrold entstand ein Film, der gekonnt mit der Möglichkeit spielt, der Junge könne tatsächlich vom Mars stammen, während er wichtige Lektionen über Individualität abgibt.

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