High Fidelity

   Kinostart: 13.07.2000
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Filmhandlung und Hintergrund

Kongeniale Verfilmung des Bestsellers von Nick Hornby über einen sympathischen Plattenladen-Besitzer, der von seiner Freundin verlassen wird.

Rob Gordon führt ein einfaches, geregeltes Leben als Besitzer des Plattenladens „Championship Vinyl“, das durcheinender gerät, als er von seiner langjährigen Freundin Laura wegen einem anderen verlassen wird. Weil seine Freunde und Mitarbeiter Dick und Barry keine große Hilfe sind, muss Rob alleine mit der Situation fertig werden und beschließt, Laura zurück zu erobern.

Rob Gordon, Vinyl-Junkie mit enzyklopädischem Wissen über Pop-Musik und Besitzer eines fast kundenfreien Plattenladens, frönt mit seinen Angestellten einer großen Leidenschaft: Als Statistik-Freaks erstellen sie Hitlisten zu allen nur erdenklichen Themen. Als Robs langjährige Freundin Laura ihn verlässt, verfällt der pathologische Detailfanatiker der Obsession, in einer Top Five seiner fehlgeschlagenen Beziehungen sein bisheriges Liebesleben Revue passieren zu lassen. Ein überaus schmerzlicher, seelischer Reifeprozess nimmt seinen Lauf.

Rob Gordon, Vinyl-Junkie mit enzyklopädischem Wissen über Pop-Musik und Besitzer eines fast kundenfreien Plattenladens, wird von seiner langjährigen Freundin verlassen. Robs Ausweg aus der Krise: Er stellt die Top Five seiner fehlgeschlagenen Beziehungen auf. Witzig-intelligente Komödie nach dem gleichnamigen Erfolgsroman von Nick Hornby.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • High Fidelity: Kongeniale Verfilmung des Bestsellers von Nick Hornby über einen sympathischen Plattenladen-Besitzer, der von seiner Freundin verlassen wird.

    Erleuchtung über den Mann, das rätselhafte Wesen, verspricht auch die zweite Verfilmung eines Bestsellers von Nick Hornby, die nach „Fever Pitch“ erneut einen zwischen Obsessionen und Beziehungsproblemen eingekeilten Mann porträtiert. Zum großen Vergnügen seelenverwandter Zuschauer ersetzt Vinyl Leder als sklavische Passion, während die damit verglichen etwas blass bleibenden romantischen Komplikationen stärkeres Gewicht als im Vorgänger bekommen. Wirklich massentauglich erscheint „High Fidelity“ wegen seines Spezialistenschwerpunkts kaum, aber ein anspruchsvolleres, Popkultur-gebildetes Publikum dürfte an dieser Komödie seine Freude haben.

    Sammlertum mit pathologischer Detailbesessenheit ist laut Hornby eine maskuline Verhaltensauffälligkeit, die nur Nichterleuchteten befremdlich erscheint. Im Unterschied zu „Fever Pitch“ macht der Protagonist von „High Fidelity“ einen Lernprozess zur Beziehungsreife durch, während er die Bedeutung von Musik und Vinyl näher zu bringen versucht. Dieses Vermittlungsproblem glauben Hornbys Adaptoren, D.V. De Vincentis, Steve Pink und John Cusack, deren Humor bereits bei „Ein Mann - ein Mord“ auffällig wurde, über nicht gerade originelle direkte Zuschaueransprachen des leidgeprüften Helden Rob (Koproduzent Cusack spielt ihn selbst) gelöst zu haben. Die von London nach Chicago verlegte Verfilmung Stephen Frears, der als Regisseur von Cusack ins Spiel gebracht wurde, aber wohl auch durch seine beiden Roddy-Doyle-Adaptionen für Hornbys Witz prädestiniert schien, beginnt mit dem Katastrophenfall, wenn Robs Freundin Laura (Dänemarks Robin Wright: Iben Hjejle aus „Mifune“) die langjährige Beziehung vom Netz nimmt und zum Nachbarn zieht, den Tim Robbins in einer amüsanten Öko-Friedens-Guru-Hommage an Steven Seagal zum Besten gibt. Ohne Power beginnt für Cusack eine Zeit der Leiden, in der er seine bisherigen Amouren (darunter mit „Zorro“-Granate Catherine Zeta-Jones) zu reflektieren beginnt. Relativ zersplittert, aber in den Dialogen und Popkulturanspielungen stets witzig, hüpft der Film nun zwischen der romantischen Wunde, den Begegnungen mit Laura und Cusacks Plattenladen hin und her, wo man sich als Kunde trotz miserabler Geschäftslage begehrtes Vinyl erst durch enzyklopädisches Wissen und Spezialistengeschmack verdienen muss. Fast alle Szenen in dieser musikalischen Qualitätsoase sind höchst unterhaltsam, werden dominiert von Disputen über Film, Fernsehen und Top-Five-Listen, die auch vor den besten Todessongs nicht Halt machen. Komödiantisches Trumpfas des von über 60 Songs kommentierten Films ist dabei Jack Black als Cusacks solidarisch musikfanatischer Angestellter, der als giftiger Sidekick unter Strom steht. Er behält am Ende seine anarchische Kindlichkeit, wenn die erstklassige Hjejle und der gewohnt solide Cusack wieder zusammenkommen. Eine Reunion, die „High Fidelity“ konstatiert, aber, wie auch den Reifeprozess des Protagonisten, nicht übermäßig plausibel entwickelt. Ein witziges Erwachsenenmärchen also mit Herz für Romantik. kob.

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