Lara Croft: Tomb Raider

  1. Ø 2.7
   2001
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Filmhandlung und Hintergrund

Lara Croft: Tomb Raider: Leinwandadaption des populären Videogames mit Angelina Jolie als fleischgewordenem Cybertraum in der Titelrolle.

Die Archäologin Lara Croft findet in ihrer Villa eine geheimnisvolle Uhr. Bald entdeckt sie, dass dieser Fund ihr den Weg zu einem sagenumwobenen Relikt aus grauer Vorzeit, einem mysteriösen, allsehenden Auge, weist. Eine abenteuerliche Suche rund um den Globus beginnt, als dunkle Gestalten sich ebenfalls auf die Suche nach dieser übernatürlichen Macht begeben.

Ungewollt gerät die Tochter des verschollenen Archäologen Lord Croft ins Fadenkreuz des berüchtigten Geheimbundes der Erleuchteten. Dieser ist auf der Suche nach den zwei Hälften des sogenannten allsehenden Auges – ein mysteriöses Kleinod, das seinem Besitzer bei absoluter Sonnenfinsternis ungeahnte Macht verleiht. Ein Ereignis, das nur alle 5000 Jahre vorkommt und gerade kurz bevorsteht. Da entdeckt Lara eine Geheimbotschaft ihres Vaters, die ihr den Weg zum Versteck der beiden Teile des heiligen Objekts weist…

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Kritikerrezensionen

  • Alte Hollywood-Regel: Action-Archäologen erbeuten zuverlässig Boxoffice-Gold. Nach Brendan Fraser in „Die Mumie kehrt zurück“ wandelt nun Angelina Jolie als Abenteuer-Amazone Lara Croft auf den Adrenalin aufwallenden Pfaden eines „Indiana Jones“. Das eindrucksvolle US-Startwochenendeinspiel von 47,7 Mio. Dollar bedeutet immerhin das beste Ergebnis einer Videospielverfilmung überhaupt. Nicht unwesentlich dazu beigetragen haben dürfte die Titelrollenbesetzung mit Jolie, die die ebenso kurvenreiche wie kaltschnäuzige virtuelle Cyberheroine Lara Croft aus dem populärsten Videogame aller Zeiten perfekt als Fleisch-und-Blut-Inkarnation verkörpert, auch wenn der Film, durch den sie wandelt, kaum jemals zu echtem Leben erwacht.

    Machoactionspezialist Simon West („Con Air“, „Wehrlos – Die Tochter des Generals“) hatte das Vergnügen, mit einem Drehbuch zu arbeiten, zu dem insgesamt elf Autoren beigetragen haben sollen. Ihre kombinierte Schlagkraft ergab eine traditionelle Gut-gegen-Böse-Story, die erwartungsgemäße Elemente wie Machtgier, Mord, Mythologie, Konspiration und Weltuntergang aufreiht und sie an exotischen Schauplätzen rund um den Globus geschehen lässt. Dabei geht es in bester Game-Tradition vor allem darum, eine möglichst aufregende Actionsequenz auf die nächste folgen zu lassen, ohne besonders viel Wert auf Charakterzeichnung oder -motivation zu legen. Wenn der Titelheld aber wie Jolie mit der entsprechenden Oberweite ausgestattet wird, ist dies wohl auch nicht von Nöten. Als problematischer erweist sich die Entscheidung, so viel Powerfrau keinen adäquaten (menschlichen) Opponenten gegenüberzustellen: Die Spannung befindet sich allzu oft in einem ähnlich luft- und lebensleeren Raum wie auch die Rudimente, die West als Geschichte gestaltet hat. Die Schauwerte beschränken sich somit auf Actionakrobatik und Ansehnlichkeit der unverwüstlichen Protagonistin, die atemberaubenden Locations und das aufwändige Produktionsdesign.

    Gleich zu Beginn wird Lady Lara Croft, bekleidet in ihrer Trademark-Uniform – hautenges Tanktop, superkurze Shorts und doppelseitiges Hüftholster – als agil-athletische Kampfmaschine eingeführt, die zum Training im Handumdrehen einen gigantischen Killerroboter außer Gefecht setzt. Willkommen im Hightech-Palast der Crofts, wo Lara unter den Treppen eine von ihrem verstorbenen Vater (Jolies tatsächlicher Daddy Jon Voight) versteckte Uhr entdeckt. Darin befindet sich ein „allsehendes Auge“, mit dem zwei Hälften einer geheimnisvollen, dreieckigen Tafel in Besitz genommen werden können. Die beiden Hälften wurden an entfernten Punkten der Erde versteckt – in den traumhaften Tempelruinen in Angkor Wat und einer Eishöhle in der Antarktis: Wenn sie zum Zeitpunkt der alle 5000 Jahre stattfindenden Planetenübereinstimmung wieder zusammengefügt werden, verleihen sie Kontrolle über die Zeit. Auf diesen beeindruckenden Hokuspokus hat es der Geheimorden der Illuminaten abgesehen. In ihrem Auftrag agieren der unangenehme Anwalt Powell (Iain Glenn) und Laras Kollege, Erzrivale und angedeuteter Love Interest Alex West (Daniel Graf).

    Das erste große Shootout vollzieht sich in Laras weitläufigen Eingangsfoyer, wo sie an Bungeeseilen befestigt, ästhestische Luftgymnastik hinlegt, die in einen Peking-Oper-inspirierten Seilakt mündet, mit dem sie einen ganzen Trupp Bösewichte lahmlegt. In den wunderschönen, aber nicht allzu aufregend von West gefilmten Tempelruinen von Angkor Wat kämpft Lara gegen eine zehn Meter hohe achtarmige Götterfigur, die Ray Harryhausen vor 40 Jahren nicht hätte schöner animieren können, und ebenfalls zum Leben erwachte Steinaffen, die dem „Zauberer von Oz“ entflogen sein könnten. Der Showdown findet schließlich vor einem uhrwerkartigen Riesenmodell des Universums statt, wo Lara Gelegenheit geboten wird, ihre Faustkampffähigkeiten unter Beweis zu stellen. Jolie macht bei den zum Großteil von ihr selbst durchgeführten Stunts eine mehr als gute Figur. Besonders diese wird denn auch von West stets ins rechte Licht gerückt, so dass sie für maximale visuelle Wirkung selbst in bitterster Kälte leichtgeschürzt herumturnt. Akustisch unterlegt wird die Kick-Ass-Östro-Action mit einem beständig dudelnden und nicht immer elegant eingesetzten Elektronika-Soundtrack, zu dem die Chemical Brothers, U2 und Nine Inch Nails Songs besteuerten. Aber Eleganz, Stil oder womöglich gar Sinn und Verstand sucht man vergebens in diesem seelenlosen, aber sehr funktionalen Unterfangen. Laras Song heißt Kommerz, und alles andere wurde diesem Bestreben untergeordnet. ara.

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