Green Room

  1. Ø 3
   2015

Green Room: Horrorthriller um eine Gruppe Punkmusiker, die in einem von Neonazis beherrschtes Kaff ums Überleben kämpfen müssen.

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Filmhandlung und Hintergrund

Green Room: Horrorthriller um eine Gruppe Punkmusiker, die in einem von Neonazis beherrschtes Kaff ums Überleben kämpfen müssen.

Die Band „Ain’t Rights“ ist weit davon entfernt, sich erfolgreiche Musiker nennen zu können. Ihr Leben auf Tour verläuft ziemlich miserabel, verdienen sie doch kaum genug Geld, um sich am Ende des Tages ein Abendessen leisten zu können. Da ist es kein Wunder, dass Bassist Pat (Anton Yelchin), Sänger Tiger (Callum Turner), Gitarristin Sam (Alia Shawkat) und Schlagzeuger Reece (Joe Cole) auch bisweilen die Grenze des Legalen zu überschreiten bereit sind, um die nächste Tankfüllung zu finanzieren und das Projekt am Laufen zu halten. Als es schon so scheint, als müssten sie ihre Tour abbrechen, trudelt doch noch ein Gig ein, der die klamme Bandkasse wieder füllen könnte. Der Auftritt soll in einer abgelegenen Gegend stattfinden, was die Stimmung nach einer Reihe von Absagen jedoch nicht zu trüben vermag. So macht sich die Band auf den Weg zu dem kleinen Schuppen. Dort legt ihnen der Veranstalter nahe, mit ihrer Musik nicht politisch zu werden, dann werde schon alles gut gehen. Als die Gruppe um Gitarristin Amber dann einen Blick ins Publikum wirft, wird klar, worauf der Booker hinaus wollte. Dort versammelt sich nämlich eine Vielzahl von Nazis, die ihren ersten Song  „Nazi Punks Fuck Off“ gar nicht gut aufnehmen. Richtig in Schwierigkeiten kommen die Musiker aber erst, als sich Backstage eine Reihe von Unvorhersehbarkeiten inklusive des Mädchens Amber (Imogen Poots) und einer Leiche aneinanderreihen und die Nazimeute, angeführt von Clubbesitzer Darcy (Patrick Stewart), Jagd auf sie machen. Mit “The Green Room“ liefert Regisseur Jeremy Saulnier seinen dritten Spielfilm nach “Murder Party“ und “Blue Ruin“ verantwortlich. Die Premiere fand im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Cannes 2015 statt.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Jeremy Saulniers „Green Room” ist ein nach Angstschweiß stinkendes Moshpit voll bissiger Kraft und ursprünglicher Gewalt. Ein im besten Sinne schlichter Film, der sich ganz ohne Wenn und Aber seinen dramatischen Momenten hingibt und sich jedweden Subtext verbietet. Angst, Schmerz, Überleben – das ist das einfache, physische Vokabular von „Green Room”. Das Ergebnis dieses reduzierten Satzbaus ist eine erfrischend peinigende Tour de Force geworden, die das Wort „Thriller“ endlich mal wieder vernünftig ausspricht. Jeremy Saulnier, ihr nächster Film steht auf unserer Liste ganz weit oben!
  • Im grimmig-gewaltgeschwängerten Thriller wird eine Punkband von Neonazis belagert.

    Anton Yelchin, Pilot der neuen „Star Trek“-Reihe, hat wieder einen guten Riecher für knackige Rollen und duelliert sich über Bande mit dem kaum wiederzuerkennenden, großartigen „Star Trek: Next Generation“-Kapitän Patrick Stewart. Ebenso überzeugend wechselt Imogen Poots („Need for Speed„) als Nazibraut die Seiten und steht Yelchin bei, dem stillen Kopf einer unterbezahlten Punk-Combo. Diese sind denkbar schlecht beraten, als sie im tiefsten Südstaaten-Hinterwald vor Skinheads aufspielen und beim Verlassen des schmuddeligen Clubs die falsche Tür öffnen. Dort liegt die Leiche von Poots Freundin und Stewarts rechte Schergen halten die Musiker in Schutzhaft, bis die Polizei abzieht und sie die Zeugen beseitigen können.

    Nach seinem phänomenalen Rachethriller „Blue Ruin“ schreibt und inszeniert Jeremy Saulnier wieder selbst und lässt sich durch nichts aus der stoischen Ruhe bringen. Mit Anklängen an die Coens und Cormac McCarthy lässt er eine brenzlige in eine ausweglose Situation umschlagen, die schrittweise eskaliert und zur horrenden Todesnacht wird, düster, hart und grimmig. Dass dabei die Neonazis, die den Eingesperrten mit Teppichmessern, Schusswaffen und Kampfhunden zu Leibe rücken wie die Punker selbst weder übersmart noch tumb sind, sondern einfach menschlich, verleiht dem Exploitationer eine gehörige Portion Authentizität – neben unangenehm echten (und tiefen) Wunden und einem unpolierten Indie-Look. Damit wird die Suspense-Moritat zu einer unberechenbaren Nervenprobe, zu einem heftigen Todesreigen, der als Gewaltkino mit starken Darstellern ebenso besteht wie als absurd-komische musikalische Compilation für die einsame Insel.

    tk.
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