Filmhandlung und Hintergrund

Intensiver Independent-Thriller um einen Mann auf Rachemission.

Dwight Evans (Macon Blair) ist ganz unten angekommen, denn er lebt nur noch in einem Auto und schnorrt sich Essen und Geld um irgendwie über die Runden zu kommen. Doch eines Tages wird er rüde aus dem Schlaf gerissen, als er sich gerade von einem weiteren Tag auf der Straße auf der Rückbank seines Autos erholt. Eine Polizistin steht vor der Autotür und teilt dem heruntergekommen Dwight mit, dass Wade Cleland, der seine Eltern auf brutalste Weise ermordete, aus dem Gefängnis entlassen wird. Für Dwight ist endlich die Zeit gekommen, dem Killer alles zurück zu zahlen.

Er bricht sein Leben als Einsiedler ab, rasiert sich, zieht sich an und begibt sich wieder zurück in seine Heimatstadt in Virginia, wo er den Mörder dabei beobachtet, wie er von seiner Familie in Empfang genommen wird, als er die ersten Schritte als freier Mann macht. Dwight merkt, wie eine unermessliche Wut in ihm aufsteigt und er beschließt, sich an dem Mörder seiner Eltern zu rächen, koste es was es wolle. Er versucht an eine Waffe zu kommen, doch damit ist erst die halbe Arbeit getan, denn Dwight kennt sich im Umgang mit Waffen überhaupt nicht aus. Er schafft es kaum jemanden aus zwei Meter Entfernung zu treffen. Bevor er seinen Racheplan ausüben kann, muss er sich erst Unterstützung suchen, sodass er zumindest in einem Crashkurs lernt, mit einer Waffe zu hantieren.

Der Thriller „Blue Ruin“ von Regisseur Jeremy Saulnier feierte im Mai 2013 seine Weltpremiere auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes, wo er mit dem FIPRESCI-Preis prämiert wurde. Dieser wird von der internationalen Filmkritiker- und Filmjournalisten-Vereinigung verliehenen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Ebenso lakonisch-gewitzter wie mitreißend-dramatischer Rachethriller, der Poesie nicht in cooler Brutalität, sondern Bildern schmerzlichen Scheiterns sucht.
    2. Blue Ruin: Intensiver Independent-Thriller um einen Mann auf Rachemission.

      Das Prinzip alttestamentarischer Rache in ihrer spezifisch amerikanischen Ausprägung wird seziert, analysiert und als ineffektiv verworfen von diesem lakonisch erzählten, formal geschliffenen Arthouse-Thrillerdrama aus Hollywoods gehobener zweiter Liga. Hauptdarsteller und Koproduzent Macon Blair leistet Großes in der Rolle des erst von Hass und dann von Angst Getriebenen. Gewaltakte werden weder ausgewalzt noch ironisch gebrochen und verfehlen ihre Wirkung auf den Zuschauer nicht.

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