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Darum erhielt "Forrest Gump" nie eine Fortsetzung

Author: Andreas EngelhardtAndreas Engelhardt |

Forrest Gump Poster
© Paramount

Im Jahr 1994 verzückte „Forrest Gump“ Kinozuschauer rund um den Globus. Bei der folgenden Oscar-Verleihung setzte sich das Drama im großen Stil gegen Werke wie „Pulp Fiction“ und „Die Verurteilten“ durch. Heute würde auf einen solchen Film sicherlich eine Fortsetzung folgen, doch warum war das damals nicht der Fall? Eine Vorlage gab es immerhin und manch müde Mark ließe sich mit einem zweiten Teil sicherlich verdienen. Also, warum kam es nie zu „Forrest Gump 2“?

Ganze 677 Millionen spielte die Romanverfilmung „Forrest Gump“ weltweit an den Kinokassen ein, was ein Sequel durchaus rechtfertigen sollte. Mit „Gump und Co.“ lieferte Autor Winston Groom einen Nachfolger, der jedoch nie von Hollywood adaptiert wurde (zumindest bislang). Der Grund dafür liegt unter anderem in dem Folgeroman selbst. Die vielfältigen historischen Verwicklungen von Forrest Gump waren schon im ersten Teil alles andere als realistisch, doch der zweite Teil legte hier noch eine ordentliche Schippe drauf.

Auf diese unnötigen Neuverfilmungen hätten wir gerne verzichtet

In „Gump und Co.“ stolpert der Protagonist beispielsweise in die Iran-Contra-Affäre und bringt mal eben die Berliner Mauer zum Einsturz. Darüber hinaus ist das Werk voller Meta-Anspielungen, unter anderem trifft Forrest Gump auf Tom Hanks, was im Kino vermutlich so manchen Zuschauer verwirrt hätte. Ansonsten wird am Anfang des Buches der Ratschlag gegeben, dass man niemals eine Verfilmung seiner Lebensgeschichte zulassen solle - egal, ob diese gelinge oder nicht. Ob man dieses Zitat in „Forrest Gump 2“ übernommen hätte?

Tom Hanks hat keine Lust auf „Forrest Gump 2“

Letztlich scheiterte eine Fortsetzung aber auch an den Machern des ersten Teils. Regisseur Robert Zemeckis sah beispielsweise keinen Sinn darin, einen weiteren Film über Forrest Gump zu drehen. Der Erfolg ließe sich seiner Meinung nach nicht wiederholen, da die ungewöhnliche Geschichte beim heutigen Publikum nicht ankomme. Immerhin handelt es sich beim Hauptcharakter um einen Menschen, der sich überhaupt nicht verändert, sondern schlicht Dinge erlebt. Man sollte auch nicht vergessen, wie Robert Zemeckis über Fortsetzungen nachdenkt. „Zurück in die Zukunft 4“ wird er zum Beispiel nicht zulassen, solange er noch am Leben ist.

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Auch Tom Hanks ist wahrlich kein Mann für zweite Teile. Die „Toy Story„-Reihe und seine Auftritte als Robert Langdon in den Dan-Brown-Verfilmungen bilden die Ausnahme in seiner Filmographie. Der Hauptdarsteller von „Forrest Gump“ hat stets betont, dass er kein Interesse an einer Fortsetzung hat. Das liegt aber nicht daran, dass er den Film nicht mochte, sondern im Gegenteil. Er will „Forrest Gump“ so stehen lassen, wie er jetzt ist, womit er sicherlich den meisten Fans aus der Seele spricht.

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