Andy Muschietti, Regisseur der Fortsetzung des erfolgreichsten Horrorfilms aller Zeiten sprach in einem Interview über seine Pläne in Bezug auf einen Supercut von „ES“ und „ES Kapitel 2“, in den er gelöschte und neu gedrehte Szenen einfügen will.

ACHTUNG: Es folgen spoilerlastige Informationen zu „ES Kapitel 2“.

Schon vor dem Kinostart von „ES Kapitel 2“ hatte Regisseur Andy Muschietti bekannt gegeben, dass er sich mit seinem Team für die Heimkinoauswertung der „ES“-Fortsetzung etwas ganz Besonderes hat einfallen lassen: Nicht nur sollen sowohl „ES“ als auch „ES Kapitel 2“ jeweils einen Director‘s Cut erhalten, beide Filme sollen auch in einem einzigen Supercut zusammengefügt werden. Aber diese Schnittfassung soll nicht etwa nur Teil eins und zwei kombinieren, was in einer Laufzeit von fast fünf Stunden resultieren würde, sondern neben den gelöschten Szenen beider Filme auch völlig neue beinhalten, die extra für den Supercut in Nachdrehs noch produziert werden.

„Das Ganze befindet sich noch in einer frühen Phase“, so Muschietti im Gespräch mit Consequence of Sound, „und wir sprechen noch immer über das Format. Es wird nicht miteinander verflochten oder so wie im Buch sein. Aber der Supercut wird alle Szenen beinhalten, die wir aus beiden Filmen aus rhythmustechnischen Gründen entfernt haben; und wir werden hoffentlich über neues Material verfügen, also solches, das wir noch nicht gedreht haben.“

Eine dieser gelöschten Szenen sei gewissermaßen eine Ursprungsszene von Pennywise im 16. Jahrhundert, die zwar gedreht, aber schließlich nicht verwendet wurde. Der Grund dafür sei der gewesen, das Publikum nicht enttäuschen zu wollen: „Es ist in etwa wie mit einem magischen Trick. Manchmal wollen die Leute mehr wissen, aber wenn man ihnen zu viel gibt, sind sie enttäuscht“, begründet der Filmemacher seine Entscheidung, diese Szene rauszulassen.

Was eventuelle neue Szenen angehe, sei man aktuell noch im Gespräch mit Warner Bros., erklärt Muschietti. Allein die Vorstellung von Richie Tozier, der durch das Makroversum fliege, sei großartig. Apropos Makroversum, auch die Schildkröte Maturin, in Stephen Kings Roman das Gegenstück zu ES im Makroversum, hatte eigentlich einen Auftritt in „ES Kapitel 2“, wie Muschietti berichtet. Die Szene musste er aus dem Film nehmen, um diesem das Tempo zu lassen: „Wenn man James McAvoy am Ende im überfluteten Keller sieht, stellt er sich seinen eigenen Ängsten und überwindet sein Schuldgefühl, indem er sein junges Ich tötet und zurück ins Wasser springt. Er ist verloren, es gibt keinen Ausweg; und auf einmal tauchen die Augen von Pennywise als junger Bill im Dunkeln auf – aber es ist nicht Pennywise, es ist die Schildkröte, die neben ihm schwimmt. Er betrachtet die Schildkröte fasziniert und fragt sich, ‚Was ist das?‘ Und schon bald schwimmen die Kinder hinter ihr her. McAvoy folgt ihnen ins Licht und taucht in der Höhle wieder auf.“

Diese Szene, erklärt er, sei direkt mit „ES“ verbunden und eine hoch emotionale und wunderschöne. Er musste sie aber letztlich rausnehmen. Im Supercut soll sie aber wieder mit dabei sein.

Seht ein exklusives Featurette zu  „ES Kapitel 2“:

Andy Muschietti arbeitet an weiteren Stephen-King-Verfilmungen

Zwar wird Muschietti sich als Regisseur vorerst dem Flash widmen, aber ganz abkehren vom Horrorgenre und von Stephen King wird er sich ebenfalls nicht. Nicht nur soll er sich als Produzent der Adaption von Kings 1981 erstmals veröffentlichtem Roman „Sprengstoff“ widmen, Muschietti ist auch weiter daran interessiert, die Kurzgeschichte „Der Jaunt“ aus der Kurzgeschichtensammlung „Der Gesang der Toten“ auf die Leinwand zu bringen.

Einen Horrorfilm überleben? Gar nicht so einfach! Testet euch selbst:

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