Filmhandlung und Hintergrund

Romantisches Date-Movie, das lose auf Hornbys Bestseller beruht und einen Baseballfan statt einen Fußbalfan porträtiert.

Seit ihn sein Vater im Alter von 11 Jahren das erste Mal mit ins Stadion nahm, schlägt das Herz des Mathelehrers Ben Wrightman (Jimmy Fallon) für das Baseballteam der Boston Red Sox. Nun tritt mit der attraktiven Geschäftsfrau Lindsey Meeks (Drew Barrymore) die Liebe in sein Leben, und weil Lindsay nichts gegen ein bisschen Sportbegeisterung einzuwenden hat, könnte es eine langersehnte dauerhafte Beziehung werden. Bald aber stellt sich heraus, dass Lindsey Bens Ausmaß an Obsession unterschätzt hat.

Basierend auf einem bereits 1997 mit Colin Firth verfilmten Roman von Nick Hornby („High Fidelity„) inszenierten die einst für Bad-Taste-Jokes berüchtigten Gebrüder Bobby und Peter Farrelly („Kingpin„, „Verrückt nach Mary„) diese romantische Komödie rund um das universelle Streitthema Sport und Beziehung.

Red Sox-Fan seit Kindertagen Ben lernt während der Winterspielpause Lindsey kennen und sie verlieben sich. Doch mit Saisonauftakt dreht sich Bens Leben nur noch um das Team, so dass er sogar ein romantisches Wochenende in Paris ausschlägt, um kein Spiel zu versäumen. Lindsey reißt der Geduldsfaden und Ben muss sich überlgen, welche Prioritäten er fortan setzt.

Als die Geschäftsfrau Lindsey den Lehrer Ben kennen lernt, wähnt sie sich auf der beziehungstechnisch sicheren Seite. Doch die Freude währt nur kurz, denn als die Winterpause vorbei ist, bricht sich die wahre Identität Bens Bahn. Fortan sitzt Lindsey nämlich auf der Reservebank, während ihr Schatz sein Leben voll und ganz seiner Lieblings-Baseballmannschaft, den Red Sox, widmet. Rot ist auch die Farbe, die Lindsey sieht, als Ben sogar ein Liebeswochenende in Paris ausschlägt, um für „seine“ Mannschaft da zu sein.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Die Amerikaner und ihre Remakes. Der 1997er Film ‚Fever Pitch’ mit Colin Firth war in den Staaten kein Riesenerfolg. Die Amerikaner konnten sich mit der ihnen immer noch fremden Sportart ‚Fußball’ nicht vollends identifizieren. So lag die Entscheidung nahe, ein leicht verdauliches Remake mit Baseball anstelle von Fußball zu produzieren. Noch dazu mit dem amerikanischen ‚Darling’ Drew Barrymore in der Hauptrolle.

      Zwar sagen die Filmemacher, dass dieser ‚Fever Pitch’ Film nur noch lose Zusammenhänge mit dem britischen Original hat. Außerhalb der USA muss sich der Film aber dennoch dem Vergleich stellen, und wie es so ist mit Remakes, schneidet er schlechter ab. Wo Nick Hornby im ersten Film noch selbst das Drehbuch zu seinem Roman ‚Fever Pitch’ geschrieben hat und mit genialen Dialogen aufweist, verfällt dieser neue Film in das Mittelmaß amerikanischer Liebeskomödien.

      Natürlich gibt es auch hier einige Lacher und irgendwie schließt man das Paar Jimmy Fallon und Drew Barrymore schon ins Herz, wenn sie sich am Anfang mit vielem Zögern und peinlichen Pausen näher kommen. Manchmal übertreiben es die beiden Schauspieler allerdings auch und so überträgt sich das peinliche Verweilen auf den Zuschauer, der nicht mehr weiß ob er diesem Jammerspiel noch länger zusehen mag.

      Doch nachdem der Anfang erstmal überstanden ist, kommt sogar so etwas wie Bewegung in den Film. Zwar immer noch überladen mit Klischees und faden Witzen, die man schon etliche Male über die Leinwand flimmern sah, sind es im Endeffekt doch die beiden Protagonisten, die im Vergleich zu den übrigen Figuren schon fast wie tiefe und ausformulierte Charaktere wirken. Doch wie gesagt, nur im Rahmen des Filmes gesprochen.

      Es sind die Freundinnen von Lindsay die am meisten nerven. Zwanghaft darum bemüht so etwas wie ‚Sex and the City’ Stimmung aufkommen zu lassen, weisen die Szenen mit den vier Freundinnen erstaunlich dumme Kommentare und Witze auf. Der Gipfel dieser Bemühungen ist der Konkurrenzkrieg, der irgendwann zwischen Lindsay und einer ihrer Freundinnen etabliert wird. Hier bleibt einem nach kurzer Zeit das Lachen im Halse stecken. Die Freunde von Ben sind dahingegen um einiges origineller gezeichnet, und hier wird einem auch wieder klar, dass es die beiden Farrelly Brüder sind, die hier Regie geführt haben, da man Anzeichen des Witzes aus ‚Verrückt nach Mary’ erkennt.

      Nichtsdestotrotz, dieser neue ‚Fever Pitch’ bleibt ein müder Versuch eine pfefferige Liebeskomödie zu machen. Noch dazu sollte der Film in Europa noch weniger Menschen ansprechen als in den USA, da er sehr auf den amerikanischen Markt zurecht geschneidert wurde.

      Fazit: Durchschnittliche Liebeskomödie mit einigen Lachern und einigen Aussetzern.
    2. Ein Mann für eine Saison: Romantisches Date-Movie, das lose auf Hornbys Bestseller beruht und einen Baseballfan statt einen Fußbalfan porträtiert.

      Eine Komödie der Farrelly-Brüder („Verrückt Nach Mary“) ohne Bad-Taste-Gags? Kaum vorstellbar, doch genau dies ist der Fall bei ihrer ungewohnt zurückhaltend-zahmen romantischen Komödie mit Drew Barrymore und Jimmy Fallon. Die Story basiert lose auf dem bereits 1997 mit Colin Firth verfilmten ersten Roman von Nick Hornby („High Fidelity“, „About A Boy“), wobei der Protagonist statt vom Fußball- nun vom Baseball-Fieber angesteckt ist.

      Die Dreieicks-Lovestory zwischen Businessfrau Lindsey, Schullehrer Ben und seiner heiß geliebten Mannschaft der Red Sox wurde vom Veteranen-Autorenteam Lowell Ganz und Babaloo Mandel („Splash“, „City Slickers“) adaptiert. Dementsprechend werden hier nicht die patentiert ausufernd-absurden Albernheiten der Farrellys (die bislang zumeist ihre eigenen Drehbücher schrieben) aufgefahren, sondern charmante Romantik und der kameradschaftliche Sportfanaspekt hervorgehoben. Dies bot sich an, da die treuen Fans der Red Sox, die seit dem Verkauf von Spielerlegende Babe Ruth 1918 an die New York Yankees keine Worldseries mehr gewonnen hatten, eine Spezies für sich sind. Dazu gehört auch Ben Wrightman, der seit Kindertagen jedem Spiel seines Teams mit nahezu religiöser Ritualhaftigkeit beiwohnt. Während der Winterspielpause lernt er Lindsey kennen, die daher nicht die geringste Ahnung vom Ausmaß seiner Obsession hat. Zwar sieht sie ein Indiz dafür in seiner mit Red-Sox-Fanartikel zugepflasterten Wohnung, doch hält sie dies für nicht mehr als ein typisches Männerhobby. Dies ändert sich mit dem Saisonauftakt, da sich jede freie Minute in Bens Leben fortan um das Team dreht. Er schlägt sogar ein romantisches Wochenende mit Lindsey in Paris aus, um kein Spiel zu versäumen. Auf Dauer kann dies natürlich nicht gut gehen und Lindsey reißt der Geduldsfaden. Erstmals fragt sich Ben, ob die Infantilität seines Fanatismus ihn davon abhält, erwachsen zu werden und eine Partnerschaft zu haben. Um Lindsey zurückzugewinnen, ist er sogar bereit seine auf Lebenszeit geerbten Stadionsplätze in den vordersten Reihen zu verkaufen. Beim herzerwärmenden Finale im Stadion wird dann selbstverständlich ein Homerun für die Liebe geschlagen.

      Sowohl Barrymore als auch der ehemalige Saturday-Night-Live-Komiker Fallon überzeugen als sympathische Jederleute, was Hand in Hand mit dem familiären „Kleine Leute“-Grundtenor der Komödie geht. Das Geschehen konzentriert sich fast ausschließlich auf die beiden Protagonisten, ihre Interaktionen mit ihren Freunden (Bens fanatische Männerclique, ihre skeptischen Freundinnen) wird in erster Linie zur amüsanten Auflockerung eingesetzt. Lauthalse Lacher fallen ein wenig spärlich aus. Dafür nimmt das warmherzige Element der Liebesgeschichte Oberhand, womit sich der achte Film der Farrellys als kurzweiliges Datemovie qualifiziert. ara.

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