Kingpin

   Kinostart: 07.11.1996

Filmhandlung und Hintergrund

Buddy-Komödie von Peter Farrelly, in der Woody Harrelson und Randy Quaid hemmungslos wie nie blödeln.

Nachdem ihn ein mißgünstiger Kontrahent um die Wurfhand bringt, geht es bergab mit der einstigen Bowling-Hoffnung Roy Munson. Eines Tages entdeckt er den Amish-Glücksritter Ishmael, der sich als riesiges Bowlingtalent entpuppt. Er soll Roy bei einem hochdotierten Turnier aus der Misere kegeln. Doch zuerst müssen Ishmaels Eltern von der Rechtschaffenheit der Unternehmung überzeugt werden.

Seit Ex-Bowling-Champion Roy Munson durch einen fiesen Kontrahenten um seine Wurfhand gebracht worden ist, fristet er als Alkoholiker ein jämmerliches Dasein - Schmerbauch und Prothese inklusive. Als er aber eines Tages den Bowling-Crack Ishmael kennenlernt, will sich Roy mit dessen Hilfe beim Ein-Millionen-Dollar-Turnier in Reno finanziell gesundstoßen. Doch sein Plan hat einen Haken: Ishmaels Eltern sind Mitglieder der Amish-Gemeinde und denken gar nicht daran, ihren Sohn den irdischen Genüssen der großen, weiten Welt auszusetzen.

Die besten Zeiten sind für Bowling-König Munson längst vorbei, weil ihm ein Rivale die Hand zerstörte. Doch als er Ishmael - ein Bowling-Naturtalent und Amishanhänger - trifft, wittert der Ex-Star eine neue Chance. Als Trainer hofft er vom Können des Jungen profitieren zu können. Gagiger Klamauk.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Kingpin: Buddy-Komödie von Peter Farrelly, in der Woody Harrelson und Randy Quaid hemmungslos wie nie blödeln.

    Wenn man mitansehen darf, wie erwachsene Männer mit ihren Zungen an gefrorenen Masten kleben bleiben, geköpfte Wellensittiche mit Klebeband reparieren, frisches Bullensperma aus Eimern trinken oder sich zum Verrichten der Notdurft ins Urinal setzen, dann kann man mit einiger Sicherheit davon ausgehen, auf einen neuen Publikumshit aus dem geistigen Tiefflieger-Universum von Peter Farrelly gestoßen zu sein. Nach dem Sensationserfolg „Dumm und dümmer“ begab sich der Spezialist für gnadenlosen Badezimmer-Humor, unterstützt von Bruder Bobby, für seinen zweiten Filmausflug jenseits gängiger Geschmacksnormen nun ins Milieu des Bowling-Sports.

    Wer mit dieser Form der Freizeitbetätigung wenig anfangen kann, der darf aufatmen: Die diversen Kegel-Alleen der USA dienen in diesem gnadenlosen Gagbombardement, dem nichts heilig ist, die meiste Zeit nur als Kulisse. Fast, als sei es ein Begleitwerk, oder vielmehr: ein pervers verdrehtes Remake von „Dumm und dümmer“, müssen auch in „Kingpin“ zwei hoffnungslose Verlierer einen Trip quer durch die USA antreten, um ihr Glück zu finden. Der Einfachheit halber ist Randy Quaids naiver Amish-Glücksritter und Kegel-Eleve Ishmael denn auch unverkennbar als enger Verwandter von Jeff Daniels‘ Dünnbrettbohrer-Sidekick Harry angelegt. Woody Harrelson beweist indes Mut zur Häßlichkeit und zerlegt das eigene Starimage in Einzelteile: Mit Halbglatze, Wampe und obendrein der absurdesten Handprothese der Filmgeschichte ausstaffiert (jeder Quietscher der gummierten Ersatzextremität ist ein garantierter Lacher), kämpft er, als vom Schicksal arg gebeutelter Ex-Champ Roy Munson, einem Don Quichote der zehn Kegel gleich, gegen die Unwägbarkeiten, die das Schicksal für ihn bereithält. Seitdem er nämlich von einem niederträchtigen Kegelbahn-Kontrahenten um die Wurfhand gebracht wurde, geht es mit der einstigen Hoffnung am Bowling-Olymp stetig bergab - bis Roy mit Ishmael eines Tages ein Kegeltalent entdeckt, das ihn unter seiner Führung bei einem hochdotierten Turnier in Reno aus der Misere rollen soll.

    Doch bis das ungleiche Paar nach schier unglaublichen Erlebnissen in der Glitzerstadt steht, vergehen die ungefähr 80 irrwitzigsten Filmminuten des Jahres. Kaum eine Geschmacklosigkeit, bevorzugt aus den Tiefen gut geölter Verdauungstrakte, lassen die Farrelly-Brüder in ihrem filmischen Un-Werk aus, um auf eine ähnlich hohe Gagfrequenz wie in „Dumm und dümmer“ zu kommen. Ob sich Randy Quaid nun kurzzeitig als Transvestiten-Stripper verdingen muß, oder Woody Harrelson dem attraktiven Co-Star Vanessa Angel einen beispiellosen Faustkampf liefert, den man gesehen haben muß, um ihn zu glauben. Für eine Pointe tun die Farrellys in ihrer bizarren Hommage an „Die Farbe des Geldes“ alles: Auch, wenn das bedeutet, die Handlung hin und wieder über abwegige Umwege zum Ziel zu führen. Wenn dann auch noch der unvergleichliche Bill Murray in einer tragenden Nebenrolle eine umfangreiche Kostprobe seines perfekt abgezirkelten Weirdo-Humors abgibt, sieht man gerne darüber hinweg, daß „Kingpin“ die Puste schon eine Viertelstunde vor Schluß ausgeht. Doch davor räumen die Farrellys kräftig ab. ts.

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