Early Man - Steinzeit bereit

  1. Ø 4.1
   Kinostart: 26.04.2018

Early Man - Steinzeit bereit: Die Macher von "Wallace & Gromit" präsentieren ein turbulentes Steinzeitabenteuer um den tollpatschigen Höhlenmensch Dug und seinen treuen Kumpel, das Wildschwein Hognob.

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Filmhandlung und Hintergrund

Early Man - Steinzeit bereit: Die Macher von "Wallace & Gromit" präsentieren ein turbulentes Steinzeitabenteuer um den tollpatschigen Höhlenmensch Dug und seinen treuen Kumpel, das Wildschwein Hognob.

Die Erde zur Steinzeit ist ein gefährlicher Ort: Riesige Ungeheuer und feuerspeiende Vulkane können einem schnell den Tag verderben. Zum Glück hat der Steinzeitmensch Doug (im Original gesprochen von Eddie Redmayne) gemeinsam mit seinem Stamm und dem Wildschwein Hognob (Nick Park) einen sicheren Ort gefunden. Einen paradiesischen Wald inmitten eines Vulkankraters. Doch der Frieden ist nur von kurzer Dauer. Denn inzwischen ist die Bronzezeit angebrochen und der böse Lord Nooth (Tom Hiddleston) will den Wald an sich reißen.

Als der Fortschritt durch die Steinzeitsiedlung stampft, begibt sich der mutige Doug zusammen mit Hognob auf ein großes Abenteuer. In Nooths Stadt lernen sie die Wunder der neuen Zeit kennen. Bald stellen sie fest, dass der Fußball dort ebenso beliebt ist wie bei ihnen im Dorf. Doug überredet Nooth zu einer Wette: Wenn die Steinzeitmenschen ein Fußballturnier gewinnen, können sie ihren Wald behalten. Verlieren sie, müssen sie als Sklaven arbeiten. Zum Glück trifft Doug auch auf die kluge Goona (Maisie Williams), die sein Team trainiert.

„Early Man – Steinzeit bereit“ — Hintergründe

Der mehrfach oscarprämierte Regisseur und Trickfilmer Nick Park („Wallace & Gromit – Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen“, „Chicken Run- Hennen Rennen“) legt gemeinsam mit Drehbuchautor Mark Burton („Shaun das Schaf – Der Film“) endlich wieder einen wundervollen Stop-Animations-Film vor. Zehn Jahre sind seit seiner letzten Regiearbeit „Wallace & Gromit – Auf Leben und Brot“ vergangen. Nun entführt uns Nick Park erneut in die anspielungsreiche Welt seiner charmanten Knetfiguren.

Für die englischen Synchronstimmen konnte Nick Park einen außergewöhnlichen Cast zusammentrommeln. Mit dabei ist Eddie Redmayne („Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen“) und Tom Hiddleston alias Loki aus dem Marvel-Universum sowie Maisie Williams („Game of Thrones“).

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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    Der neue Streich der Macher von WALLACE & GROMIT und SHAUN DAS SCHAF erzählt als großer Animationsspaß für die ganze Familie die Geschichte eines jungen Steinzeitmenschen, der mit seinem Stamm den Kampf gegen die Bronzemenschen aufnimmt.

    Dug ist überzeugt davon, dass sein Stamm mehr kann. Zumindest mehr als nur Kaninchen zu jagen. Wenn überhaupt. Doch der Clanführer Bobnar rät ihm von solchen Höhenflügen ab. Als Steinzeitmenschen sollten sie einfach zufrieden in ihrem Tal leben und weiter Kaninchen jagen. Wenn überhaupt. Doch als eines Tages die Bronzemenschen in Gestalt eines heimtückischen und überheblichen Anführers das Tal betreten und Dugs Stamm von dort verjagen möchten, will sich der junge Heißsporn das nicht mehr gefallen lassen. Es muss doch eine Möglichkeit geben, den Bronzemenschen zu zeigen, wer der Herr im Tal ist. Bald schon findet Dug heraus, dass seine Vorväter großes Talent an etwas besaßen. Und so trommelt er seinen Stamm zusammen und motiviert sie zu kämpfen. Wie ein Mann. Oder wie elf Freunde auf dem Platz. Der neue Film der Aardman-Animation beweist erneut die große Kreativität und Spielfreude der Macher, die hier die Geburtsstunde des Fußballs in die Steinzeit versetzen. Dabei verbinden sich köstlich spielerische Ideen in Bezug auf die historische Zeit mit augenzwinkernd ironischen Anspielungen auf all das, was das Thema Fußball gerade auch in der heutigen Zeit ausmacht. Ob nun Spielmanipulation, der überhöhte Marktwert einzelner Fußballer oder der Videobeweis - all dies findet sich in EARLY MAN, was den Film aber auch für das jüngere Publikum nicht weniger ansprechend werden lässt. Denn der kunstvoll animierte Film überzeugt auch durch seine unterhaltsame Geschichte. Dug ist der kindlich naive und stets gutgläubige Held, der sich in seinem Enthusiasmus nicht bremsen lässt und dadurch die Herzen der Zuschauer gewinnt. Und mit seinem Wildschwein Hognob, der ein sehr unterhaltsamer Sidekick ist, trifft jeder Scherz auch ohne Worte ins Schwarze.

    Jurybegründung:

    Die Geschichte des Fußballs und Großbritanniens muss nach den Entdeckungen dieses Films neu geschrieben werden. Schon die ersten Homo Sapiens jagten in der Nähe von Manchester dem runden Leder hinterher, was uralte Höhlenzeichnungen und die Tore von Stonehenge beweisen. Die Tradition geriet auf der Insel jedoch früh in Vergessenheit, wo nun die kunterbunte Steinzeit-Sippe des ungestümen Dug von der Kaninchenjagd mehr schlecht als recht lebt. Er träumt von der Jagd auf Mammuts, was dem Stammesältesten missfällt.
    Aus ihrem Steinzeitparadies wird die Truppe von massigen Kampftieren in eisernen Uniformen vertrieben, die aus einem STAR WARS-Film entsprungen sein könnten. Der technologisch überlegene Gegner aus der Bronzezeit kolonialisiert die Jagdgründe von Dugs Sippe, um die dort lagernden wertvollen Erze abzubauen. Sofort drängen sich Gedankenassoziationen zur britischen Kolonialgeschichte und der aktuellen Ausbeutung von Bodenschätzen auf. Aber auch zur Zeit der Eroberung Britanniens durch Angeln und Sachsen, was durch die Zeichnung der Welt der Eroberer mit mittelalterlichen Städten und Burgen unterstrichen wird.
    In den Vordergrund rückt Nick Park in seiner originellen, unterhaltenden Story jedoch unaufdringlich und unterhaltend die Auswüchse der Kommerzialisierung des Fußballs. In Großbritannien sind Karten für Fußballspiele für viele Fans unerschwinglich geworden und auch deutsche Fans stöhnen über steigende Preise. Die Raffgier der Fußballverbände verkörpert der Eroberer Lord Nooth, die das eingenommene Gold hier hinter mehrfach gesicherten Toren seiner Burg sichert. Auch dies eine gelungene Anspielung auf die Missstände im Weltverband.
    Gegen diese Praktiken rebelliert nun ausgerechnet der krasse Außenseiter Dug, der sich mit dem Schicksal seines Stammes nicht abfinden will. Er fordert den fiesen, hochnäsigen Lord Nooth und dessen verwöhntes Team zu einem Match heraus, das seinen wilden Frauen und Männern die Rückkehr in ihre Heimat ermöglichen soll. Trainiert werden sie von einer jungen, selbstbewussten Kickerin aus der Stadt, die davon träumt, einmal auf dem heiligen Rasen des Stadions zu stehen.
    Dugs Siegesgewissheit wird nochmals auf die Probe gestellt, als er von Nooth mit angeblich neu entdeckten Höhlenmalereien konfrontiert wird, die die Resignation seiner Vorfahren angesichts der eigenen Sieglosigkeit beweisen sollen. Er sitzt diesen Fake News seines Gegners auf, aber letztlich beweist der Stamm seine Weisheit. Sie alle lamentieren nicht, sondern schöpfen ihre Kraft aus der vermeintlichen Niederlage ihrer Vorfahren.
    Natürlich ist der Ausgang der Story klar, der Teamgeist der herablassend als Höhlenmenschen eingestuften Mannschaft um Dug siegt über das hochbezahlte Team von Einzelkönnern, in denen Fans die markanten Frisuren von Fußball-Stars erkennen werden. Dies wird in einer Szene, im Kampf um den Ball vor dem letzten und entscheidenden Tor des Matches, brillant auf den Punkt gebracht.
    Den Weg zu diesem Ziel hat das Team um Nick Park mit einer überaus originellen Story gepflastert, in der er die von seinen Fans seit Jahrzehnten geschätzten künstlerischen Stärken wieder grandios ausspielt. Er erzählt die runde und kurzweilige Geschichte mit feinem, scharfsinnigem Humor, britischem Understatement und einer gehörigen Portion Selbstironie auf das Trauma der Engländer, als Erfinder des Fußballs seit Jahrzehnten früh bei internationalen Turnieren auszuscheiden. Vor allem schafft er es, den Gesichtern der beliebten, unverwechselbaren Knetfiguren wieder die gesamte Bandbreite menschlicher Emotionen einzuhauchen.
    Neben Dug wird vor allem das zahme Wildschwein Hognob die Herzen der Zuschauer erobern. Es will so gerne dazugehören und wird immer wieder zurück gewiesen, aber letztlich findet es auch seinen Platz. Mit diesen Figuren verneigt sich Park auch vor Großen des Fachs. Denn wer denkt nicht an Asterix und seinen mächtigen Freund Obelix, die tapferen Gallier und Verteidiger ihres Dorfes.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

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