„The Laundromat - Die Geldwäscherei“ im Kino

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Filmhandlung und Hintergrund

Verrückte Politkomödie, die den Panama Papers mit satirischen Mitteln zu Leibe rückt.

Ein Urlaub soll die Witwe Ellen Martin auf andere Gedanken bringen. Als sie realisiert, dass sie über den Löffel barbiert wurde, macht sie sich auf die Suche nach dem Ursprung des Betrugs und sucht nach einer fiktiven Versicherungsfirma, stößt in Panama City aber auf die Anwaltsfirma Mossack Fonseca: Die hat sich auf die Gründung von Briefkastenfirmen spezialisiert, um den Reichen und Mächtigen finanzielle Schlupflöcher zu verschaffen.

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The Laundromat - Die Geldwäscherei

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • The Laundromat - Die Geldwäscherei: Verrückte Politkomödie, die den Panama Papers mit satirischen Mitteln zu Leibe rückt.

    Beschwingte Farce um eine Rentnerin, die einen Versicherungsbetrug aufklären will und einem globalen Finanzskandal auf die Spur kommt.

    Lange plante Steven Soderbergh einen Film über die Aufdeckung der Panama-Papers-Affäre. Dass er die spektakuläre Geschichte aber nicht in Form eines Verschwörungsthrillers im Stil von „Die Unbestechlichen“ oder „Spotlight“ umsetzen, sondern die Form einer Farce wählen, einen knalligen Film aus einem trockenen Sujet machen würde, das ist eine schöne Überraschunge. Natürlich fällt einem gleich „The Big Short“ ein, der ebenfalls komplizierte Finanzdrahtseilakte mit wilden filmischen Kapriolen aufpeppt, aber mehr noch scheint sich Soderbergh von den frechen und respektlosen Filmen seines erklärten Idols Richard Lester inspiriert haben lassen. „The Laundromat“ hat den Swing der „Ocean’s“-Filme, den hintergründigen Humor von „Der Informant!“ - der ebenfalls im Wettbewerb in Venedig gelaufen war - und den genauen Blick von „Erin Brockovich„. Aber vor allem ist der Film wild und entfesselt. Und er ist so ungeheuerlich, dass er ausgerechnet Jürgen Mossack und Ramón Fonseca, die beiden Architekten eines der größten Finanzskandale der Geschichte, als Helden des Films in den Mittelpunkt rückt. Immer perfekt gekleidet und mit viel Verve übernehmen Gary Oldman und Antonio Banderas gewissermaßen die Führung durch den Film, erläutern wie in einem Sketch von Monty Python nonchalant, was genau die Angelegenheit so ungeheuerlich macht und erklären immer auch, dass sie sich nichts zu Schulden haben kommen lassen. Wir? Wir waschen unsere Hände in Unschuld! Sie sind griechischer Chor, Lounge Lizards, Gebrauchtwagenhändler und Conferenciers in einem. Allein die Einführung des Films, in der sie beschreiben, warum die Menschheit irgendwann begann, den Geldhandel einzuführen, ist Kino für die Ewigkeit (mal abgesehen davon, dass „The Laundromat“ wie schon Soderberghs auf dem iPhone gedrehter Basketballfilm „High Flying Bird“ für Netflix entstand).

    Aber die Geschichte hat Haken und Ösen. In einer zweiten Rahmenhandlung folgen wir Meryl Streep als einfache amerikanische Rentnerin Ellen Martin, die Gerechtigkeit will, nachdem ihr Mann mit 20 weiteren Menschen bei einem Sightseeing-Bootausflug ertrunken ist, nachdem das Schiff von einer Flutwelle erfasst wird und kentert. Ein Fall für die Versicherung. Doch die will nicht zahlen, weil sie ihre Verantwortung auf eine andere Versicherung übergeben haben, die es aber ebensowenig wirklich zu geben scheint. Als Ellen auch noch um ihre neu gekaufte Wohnung in Las Vegas betrogen wird, macht sie sich auf die Suche nach den Verantwortlichen. Auf dem Weg lernen wir fadenscheinige Geschäftsleute in Panama kennen, es gibt Umwege über eine reiche schwarze Familie, deren Oberhaupt sich Absolution von einem Seitensprung mit der besten Freundin seiner Tochter mit vermeintlich wertvollen Firmenanteilen erkaufen will, und einen fadenscheinigen Deal zwischen einem europäischen Banker und einflussreichen chinesische Politikern, die nebenher einen florierenden Organhandel betreiben. Viel schmutziger und verkommener als hier kann die Welt gar nicht sein. Und doch setzt „The Laundromat“ ein Lächeln auf, folgt dem irren Treiben mit Freude. Bis am Schluss es Meryl Streep als Lady Liberty selbst auf sich nimmt, den ganzen Film als großen Schwindel zu entlarven und das Publikum direkt anzusprechen. ts.

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