Die Chroniken von Narnia - Prinz Kaspian von Narnia

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   2008
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Filmhandlung und Hintergrund

Die Chroniken von Narnia - Prinz Kaspian von Narnia: Zweiter Film aus dem "Narnia"-Zyklus, der die Pevensie-Kinder wieder in das magische Land führt, wo sie einem geächteten Prinzen helfen, den Thron wieder zu erlangen.

Kaum ein Jahr nach ihrem ersten Abenteuer kehren die Pevensie-Geschwister Peter (William Moseley), Susan (Anna Popplewell), Edmund (Skandar Keynes) und Lucy (Georgie Henley) in das Zauberreich Narnia zurück. Dort sind indes 1300 Jahre vergangen und der blutrünstige König Miraz (Sergio Castellitto) beherrscht das Land. Der rechtmäßige Nachfolger, Prinz Kaspian (Ben Barnes), lebt im Exil. Die Kinder helfen ihm, den Thron wieder zu erlangen.

Die zweite Runde des „Narnia“-Zyklus nach C.S. Lewis schreibt Fantasy in Großbuchstaben und präsentiert ein sagenhaftes und sehr actionreiches Effektspektakel mit erstaunlichen Wunderwesen aus der Qualitäts-Schmiede von WETA („Der Herr der Ringe„) im gewaltigen Schlachtengemälde.

Ein Jahr nach ihrem ersten Abenteuer in Narnia kehren die vier Pevensie-Kinder Peter, Susan, Edmund und Lucy zurück in das Wunderland. Dort sind allerdings mehrere hundert Jahre vergangen, das Land wird mittlerweile von dem blutrünstigen General Miraz beherrscht, dem Onkel des eigentlichen Thronfolgers Prinz Kaspian, der im Exil lebt. Die Kinder schlagen sich auf Kaspians Seite und machen sich mit Hilfe der sprechenden Maus Reepicheep und dem Löwen Aslan daran, den König vom Thron zu stoßen.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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    Das zweite Sequel der Chroniken von Narnia bringt die vier Geschwister von London zurück in ihr Königreich, wo sie feststellen müssen, dass nicht nur 1300 Jahre vergangen sind, sondern einiges im Argen liegt. Brachte der erste Teil bereits einen Oscar für das "Beste Make-Up" sowie eine Nominierung für "Beste visuelle Effekte" (sowie "Bester Ton"), so hat Andrew Adamson dieses Mal noch eine Schippe draufgelegt: state of the art-Anima-tionen, eine exzellente Effekttechnik sowie eine bombastische Optik begleiten die Kinder in eine düstere Odyssee, die aber durch mehr Humor und Actionszenen gut (und altersgerecht) gebrochen wird.

    Jurybegründung:

    Wenn die jugendlichen Helden zum zweiten Mal aus dem kargen England der Nachkriegsjahre in das Märchenland Narnia reisen, mag ihr einstiges Reich zwar zuerst in Trümmern liegen, aber dieser Fortsetzungsfilm ist genauso verschwenderisch ausgestattet und mit Spezialeffekten vollgestopft wie sein Vorgänger. Die Zauberwesen von Narnia wirken noch bizarrer, und die Schlachten, die lebenden Wälder und besonders der einem Tsunami gleichende Wassergott sind grandios in Szene gesetzt.

    Als Gegenpole zu diesen bombastischen Sequenzen gibt es mit der galanten Maus Reepicheep und dem mürrischen Zwerg Trumpkin zwei digitale Figuren, die so originell, komisch und lebendig wirken, dass sie ihren realen Schauspielkollegen regelmäßig die Szenen stehlen und die mit ihren komödiantischen Auftritten sehr die Stimmung lockern.

    Die vier Hauptdarsteller sind in den drei Jahren zwischen den Filmen ihren Rollen noch nicht entwachsen, und da sie der Geschichte entsprechend gealtert sind, wirken sie auch hier wieder glaubwürdig und sympathisch als der junge Held, sein immer mit ihm konkurrierender jüngerer Bruder, die junge Frau, die sich in den Prinzen Kaspian verliebt und das Mädchen, das als einzige noch unschuldig genug ist, um den gottgleichen Löwen Aslan sehen zu können.

    Die Phantasiewelt von C.S. Lewis wurde hier wieder mit viel Phantasie lebendig gemacht, und die 144 Minuten Überlänge werden dem Zuschauer nie lang, denn solche Heldensagen müssen nun einmal in epischer Breite erzählt werden.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Der zweite Teil der Disney-Reihe nach den Fantasybüchern von C.S. Lewis ist ein düsteres Schlachtenepos mit vielen beeindruckenden Spezialeffekten. Im Vergleich zum Umfang der gleichnamigen Buchvorlage aus dem Jahr 1951 staunt man nicht schlecht, wie daraus ein Film von 144 Minuten Länge werden konnte. Diesmal kehren die vier Geschwister Peter, Susan, Edmund und Lucy nach Narnia zurück, um dort mit Schwertern und Pfeil und Bogen gegen die bösen Telmarer unter König Miraz zu kämpfen. Es gibt Tote, aber ohne das in Actionfilmen übliche Blutvergießen.

    Peter, Susan, Edmund und Lucy, gespielt von den gleichen jungen Darstellern wie in „Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia“ aus dem Jahr 2005, sind zwar etwas älter geworden, haben sich aber sonst kaum verändert. Regisseur Andrew Adamson drehte einen Teil der Außenaufnahmen in traumhaften Gegenden von Neuseeland, und so finden sich die vier jungen Regenten von Narnia an einer Küste in unberührter Landschaft wieder, laufen durch grüne Wälder und an Schluchten und Wasserfällen entlang. Kaum angekommen, gehen sie barfuss durch die Ruinen ihres alten Schlosses und ziehen ihre damaligen Kleider an.

    Der Regisseur und die Drehbuchautoren halten sich diesmal nicht so genau an die literarische Vorlage, die Reihenfolge wird manchmal abgeändert und einiges neu erfunden. Dennoch findet man im Großen und Ganzen die Ereignisse im Buch wiedergegeben. Die meiste Zeit wird zwischen zwei parallelen Handlungen gependelt, etwa der Ankunft Prinz Kaspians beim Dachs Trüffeljäger, und der Wanderung der Geschwister mit Zwerg Trumpkin. Anders als im Buch jedoch treffen die Pevensies viel früher auf Kaspian und dringen in das Schloss von König Miraz ein.

    Die Filmemacher streuten einiges an Witz in die Dialoge ein, besonders beim Zwerg Trumpkin und der kriegerischen Maus, deuten einen Flirt zwischen Susan und Kaspian an und lassen Peter und den Prinzen in einen Rivalitätskonflikt geraten. Natürlich kommt auch der Oberherrscher von Narnia, der Löwe Aslan, wieder vor und sogar die von Tilda Swinton gespielte Weiße Hexe hat einen Gastauftritt. Das ganze martialische Spektakel ist deutlich in einer Zeit vor Hunderten von Jahren angesiedelt, als es noch nicht einmal Kanonen gab. Da wirkt der Einfall besonders hübsch, Edmund mit einer mitgebrachten Taschenlampe auszustatten, mit der er auf dem Schloss Signale gibt.

    Die optische Umsetzung mit ihren wirklich beeindruckenden Spezialeffekten ist das große Plus dieses Films, der in dieser Hinsicht keine Mühen scheute. Ob es der Auftritt des Flussgottes ist oder der Flug der Kinder in den Klauen von riesigen Greifvögeln, die vielen Aufnahmen vom Schloss aus der Vogelperspektive, schwindelerregende Blicke in den Abgrund, das Outfit der telmarischen Armee und die vielen Fabelwesen – die visuelle Gestaltung ist imposant, stimmungsvoll und ästhetisch. Die eindimensionale Ausrichtung auf die Schlachten aber geht zu Lasten anderer möglicher Szenarien, etwa solcher, die mit ihrem Märchenzauber den Charme des ersten Teils ausmachten.

    Diesmal, schon gewöhnt an die Eigenheiten der Sprache von C. S. Lewis wie „Adamssöhne“ und die Vorstellung, dass ausgerechnet ein Löwe den göttlichen Messias abgeben soll, hält sich das Hadern mit der Literaturvorlage in Grenzen. Wer sich für kriegerische Auseinandersetzungen nicht interessiert, kann sich zumindest damit trösten, dass er auf dem Laufenden bleibt, weil die Serie ja weitergeht. Aber dann gibt es auch diese Spannungsflauten, die in den schönsten Umgebungen unvermittelt einsetzen. Besonders der von Ben Barnes gespielte Schönling Kaspian, aber auch der böse Miraz neigen zum schwermütigen Blick und zur einschläfernden Nachdenklichkeit. Am Rande noch ein Fragezeichen hinter die Idee, aus den fremden Telmarern dunkelhaarige Südländer zu machen.

    Fazit: Das Schlachtenepos hat trotz schöner Landschaften und hervorragender Spezialeffekte mit einigen Spannungsflauten zu kämpfen.
  • Actionreiche Fortsetzung des epischen Fantasyabenteuers basierend auf der klassischen Kinderbuchreihe von C.S. Lewis, die sich rundum gereifter präsentiert.

    Grundsätzlich gesehen ist zunächst alles beim alten geblieben: Erneut inszeniert „Shrek“-Regisseur Andrew Adamson und adaptierte in Zusammenarbeit mit Christopher Markus und Stephen McFeely das Plot komprimierende Drehbuch. Weta Digital steuert die imposante Effekteshow bei, mit der die sprechenden Tiere und mythischen Kreaturen der Wunderwelt von Narnia zum Leinwandleben erweckt werden. Und das Protagonisten-Kleeblatt der vier Pevensie-Geschwister kehrt vollzählig zum heldenmutigen Weltenretter-Dienst zurück. Natürlich sind sie sichtbar älter geworden, und man hat das Gefühl, dass sie nun mehr in ihre Rollen hineingewachsen sind. Auch Adamson zeigt sich bei seiner zweiten Liveaction-Arbeit erfahrener. Dabei lässt er die offenkundige christliche Symbolik entschieden in den Hintergrund treten, schraubt im Austausch dafür das „Herr der Ringe“-inspirierte Schlachtengetümmel beträchtlich höher, wenngleich im Rahmen des PG-Ratings allzu brachiale Brutalitäten ausgeklammert werden. Insgesamt fallen die Stimmung dunkler, die Sets spektakulärer, die Effekte atemberaubender und der Comic Relief großzügiger aus.

    Sogleich mit dem Prolog kündigt sich an, dass diesmal ein stärkerer Action-Wind weht. Titelprinz Kaspian (der britische Bühnenschauspieler Ben Barnes, verzauberte zuvor mit seiner romantischen Rolle in „Stardust“) muss sich vor den Schergen seines mordlüsternen Onkels Miraz (Sergio Castellitto kann als Oberbösewicht Tilda Swinton nicht ganz das Eiswasser reichen) in den verwunschenen Wald von Narnia retten. In großer Not bläst er das ihm von seinem Professor (ein Gandalf/Dumbledore-Verschnitt) gegebene Horn, womit er die Pevensie-Geschwister in ihr ehemaliges Königreich zurückruft. In London ist für sie seither ein Jahr verstrichen, in Narnia sind es 1300. Während der Abwesenheit der vier einstigen Königskinder hat sich viel verändert: Die Telmarines haben das Land erobert und unterdrücken seine Einwohner. Viele der Tiere sind wild geworden, die Bäume scheinen entzaubert und vom Löwenkönig Aslan findet sich keine Spur. Doch die Magie ist nicht völlig gebrochen, wie ihre Bekanntschaft mit dem Zwerg Trumpkin (Peter Dinklage macht amüsant auf grimmigen Gimli), einem sprechenden Marder und der mutigen Musketier-Maus Reepicheep (das possierliche Pendant zu Shreks gestiefeltem Kater) beweist. Um den Frieden wieder herzustellen, gilt es Prinz Kaspian zum Thron zu verhelfen und dafür organisieren sie eine gemeinsame Armee. Diese besteht neben den Tieren aus Wunderwesen wie Zentauren, Griffins (die an Potters quasi-Parallelwelt erinnern) und Minotauren, die sich allesamt furchtlos ins wiederholte Schlachtengetümmel werfen. Sie mögen keine Spartaner sein, doch für einen Familienfilm wird erstaunlich packend gefochten. Proportional zur relativ spärlich eingebrachten christlichen Thematik (Versuchung, Zweifel und der Triumph beharrlichen Glaubens) gibt es nur wenig vom Löwenkönig Aslan zu sehen, noch kürzer taucht Swinton als Weiße Hexe in einem Cameo auf. Im Erzähltempo wurde das Fantasyspektakel trotz fast identischer Lauflänge im Vergleich zum Erstling willkommen gestrafft. Gleichzeitig mutet das Sequel erwachsener an, wodurch die kindliche Unschuld und magische Begeisterung ein wenig ins Abseits geraten. Dennoch wird dieser Prinz am Boxoffice zweifelsohne zu einem König gekrönt werden. ara.

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